RB Leipzig gegen Borussia Dortmund: Pokal-Showdown in Berlin!

Leipzig/Berlin - Es ist angerichtet: Am Abend (20.45 Uhr Sky/ARD) trifft RB Leipzig im DFB-Pokalfinale endlich auf Borussia Dortmund. Im zweiten Duell innerhalb einer Woche wollen die Sachsen nicht nur Revanche für das verlorene Bundesligaspiel, sondern auch den ersten Titel der Vereinsgeschichte in die Vitrine stellen.

Leipzigs Abwehrspieler Willi Orban (28, l.) und Dortmunds Stürmer Thorgan Hazard (28). Ein Duell, was es am Donnerstag durchaus wieder geben könnte.
Leipzigs Abwehrspieler Willi Orban (28, l.) und Dortmunds Stürmer Thorgan Hazard (28). Ein Duell, was es am Donnerstag durchaus wieder geben könnte.  © Bernd Thissen/dpa

"Wir sind besser als vor zwei Jahren, wir sind reifer geworden. Das wird ein völlig ausgeglichenes Spiel. Alles, was davor war, kann man streichen!"

Geht es nach RB-Stürmer Yussuf Poulsen (26), können sich die Fans wohl auf einen erstklassigen Fußballabend freuen.

RB Leipzig will den Titel um jeden Preis nach Sachsen holen. Auch als Abschiedsgeschenk für Julian Nagelsmann (33), der den Verein im Sommer in Richtung FC Bayern München verlassen wird.

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"Ich liebe es, eigene Fußstapfen zu hinterlassen", hatte der 33-Jährige bei seinem Amtsantritt in Leipzig gesagt. Die Fußstapfen wären umso tiefer, wenn er als erster RB-Coach einen Pokal gewinnen würde.

Allerdings wird Konkurrent Borussia Dortmund alles daran setzen, um das zu verhindern. Immerhin haben auch die Schwarz-Gelben Hunger nach Erfolg - zuletzt konnte 2017 ein Titel gewonnen werden.

"Das ist zu wenig", räumte Sportdirektor Michael Zorc (58) ein. "Deswegen fliegen wir nach Berlin, um wieder einen Titel zu holen." Dortmund-Trainer Edin Terzic (38) ergänzte: "Wir wollen den Pokal nicht nur angucken, sondern auch anfassen nach dem Spiel. Wir geben das Versprechen, dass wir alles daransetzen werden, den Pokal zu gewinnen."

Alles oder nichts

Nur kurz konnte RB Leipzig am vergangenen Samstag bei Borussia Dortmund jubeln. Kurz vor dem Ende fiel noch das 3:2 für die Borussen.
Nur kurz konnte RB Leipzig am vergangenen Samstag bei Borussia Dortmund jubeln. Kurz vor dem Ende fiel noch das 3:2 für die Borussen.  © Martin Meissner/dpa/AP-Pool

Dass man trotz durchwachsener Saison in jedem Fall das Potenzial hat, RB Leipzig zu bezwingen, wurde am vergangenen Wochenende deutlich. Im eigenen Stadion gingen die Borussen mit 3:2 gegen die Bullen als Sieger vom Platz.

Dabei haben die Leipziger besonders die erste Halbzeit verschlafen, was ihnen mit großer Sicherheit am Donnerstag aber nicht wieder passieren wird.

Gut für Dortmund: Top-Torschütze Erling Haaland (20), der zuletzt verletzungsbedingt pausieren musste, wird vermutlich wieder an Bord sein. Auf der Pressekonferenz am Mittwochabend sagte Terzic, dass man nach dem Abschlusstraining entscheiden werde, inwiefern der Norweger beim Endspiel eine Rolle spielen wird.

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So löchrig, wie sich die RB-Abwehr teilweise bei den drei Gegentreffern gezeigt hat, sollten sich die Männer von Julian Nagelsmann am Donnerstag also erst recht nicht präsentieren.

Erschwerend kommt für Leipzig hinzu, dass Nagelsmann auf Tyler Adams (22) und auch auf Angelino (24) verzichten muss. Auf der Pressekonferenz bestätigte der Coach allerdings, dass Christopher Nkunku (23) wieder fit ist. Warum allerdings der Spanier Angelino plötzlich ausfällt, wollte Nagelsmann nicht näher beantworten.

Frieden in der Chefetage

Im Vergleich zu vor ein paar Jahren hat man in der Führungsetage vor dem Top-Duell übrigens inzwischen Frieden gefunden.

"In den letzten Jahren sind wir enger zusammengerückt, weil wir als junger Club immer schauen, was wir von den erfolgreichen Vereinen lernen können", sagte RB-Boss Oliver Mintzlaff (45) der "Sport Bild" - und Dortmund-Chef Hans-Joachim Watzke (61) spielte den Ball sauber zurück: "Ideologische Grabenkämpfe liegen hinter uns."

Es wird also spannend: Wer wird das Rennen um den Titel machen? Im Pokal ist bekanntlich alles möglich. Yussuf Poulsen ist sich jedenfalls sicher: "Es wird einzigartig!"

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa

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