Elfer-Wiederholung und Kuller-Bude: RB Leipzig schlägt Augsburg auch ein drittes Mal

Leipzig - Spieltag eröffnet, Heimsieg errungen, Platz zwei gefestigt! RB Leipzig hat den schwächelnden und behäbigen FC Augsburg im 21. Bundesliga-Match der Saison erwartungsgemäß besiegt und durch kuriose Tore beim knappen, aber verdienten 2:1 (2:0) am Freitagabend noch weiter unten reingedrückt.

Fühlte sich im Spiel bei RB Leipzig von seiner Vordermannschaft das ein oder andere Mal im Stich gelassen: FC Augsburgs Torhüter Rafal Gikiewicz (r.).
Fühlte sich im Spiel bei RB Leipzig von seiner Vordermannschaft das ein oder andere Mal im Stich gelassen: FC Augsburgs Torhüter Rafal Gikiewicz (r.).  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Dani Olmo traf in der leeren Red Bull Arena bei einer Elfmeter-Wiederholung zum 1:0 (38. Minute), Christopher Nkunku legte zum 2:0 (43.) nach. Augsburgs Daniel Caligiuri gelang nur noch der Anschlusstreffer (77./Foulelfmeter).

Bei den Sachsen gab es nach dem 3:0-Sieg beim FC Schalke 04 vier Startelf-Veränderungen: Marcel Halstenberg, Lukas Klostermann, Amadou Haidara und Yussuf Poulsen ersetzten Dayot Upamecano, Tyler Adams, Marcel Sabitzer und Alexander Sörloth (alle Bank).

FCA-Trainer Heiko Herrlich rotierte im Vergleich zum 0:2 gegen den VfL Wolfsburg nur halb so oft: Für den erkrankten Felix Uduokhai und Florian Niederlechner (Bank) standen Marek Suchy und Reece Oxford in der Anfangsformation.

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Während RB zwar bedächtig, aber dennoch mit ordentlich Tempo agierte, nahmen die zuletzt in fünf von sechs Ligapartien punktlosen Fuggerstädter selbiges heraus, konnten offensiv keine Nadelstiche setzten, hatten vor allem mit der Abwehrarbeit in der eigenen Hälfte alle Hände und Füße voll zu tun.

Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) zeigte FCA-Verteidiger Oxford in der 3. Minute nach Foul an Angelino an der Strafraumkante direkt mal Gelb, den anschließenden Freistoß von Nkunku kratzte Rafal Gikiewicz aus dem Torwarteck.

RB Leipzigs Startelf gegen den FC Augsburg

Mannschaftsaufstellung des FC Augsburg bei RB Leipzig

Dani Olmo verschießt Elfmeter, trifft aber bei dessen Wiederholung - Christopher Nkunku legt nach

Erst traf Dani Olmo (l.) bei der Elfmeter-Wiederholung, dann schraubte Christopher Nkunku (r.) das Ergebnis auf 2:0 hoch. Yussuf Poulsen (M.) freute sich für beide.
Erst traf Dani Olmo (l.) bei der Elfmeter-Wiederholung, dann schraubte Christopher Nkunku (r.) das Ergebnis auf 2:0 hoch. Yussuf Poulsen (M.) freute sich für beide.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Bei Bibber-Temperaturen von -13 Grad wurden die Roten Bullen ihrer Favoritenrolle vollends gerecht, ließen hinten nichts zu, suchten nach vorn aber vergeblich die Lücke.

Nachdem Haidara in der 13. Minute mit einem Distanz-Nachschuss klar verzog, wurde es zehn Zeigerumdrehungen später schon deutlich gefährlicher: Mit einem Freistoß blieb Nkunku zunächst in der Mauer hängen, den zweiten Ball legte sich Olmo zurecht, zog (fast) perfekt ab, das Leder zischte nur knapp am linken Lattenkreuz vorbei (23.).

Weitere zehn Minuten später wurde es ganz wild. Mukiele schnappte sich die Kugel am gegnerischen Sechzehner, spielte ihn zentral rüber zu Olmo, dessen Direktschuss Gikiewicz nach vorn abprallen ließ. Mukiele setzte nach, ging aber beim Klärungsversuch des bereits verwarnten Oxford zu Boden. Zwayer zeigte sofort auf den Punkt!

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Es folgte eine minutenlange Überprüfung, am Ende scheiterte Olmo mit einem flachen Schuss ins linke Eck am Keeper, der stark runtergetaucht war (35.). Doch es kam noch dicker! Weil Gikiewicz beim Strafstoß regelwidrig einen Schritt von der Linie nach vorn machte, wurde er wiederholt. Diesmal traf der erneut angetretene Spanier - 1:0 (38.).

Und vor der Halbzeit baute Leipzig die Führung sogar noch aus: Poulsen spielte auf dem Weg zum Kasten quer zum mitgelaufenen Nkunku, der ließ den Ball langsam über die Linie kullern ließ - 2:0 (43.).

Bei Dani Olmos zweitem Elfmeter-Versuch hatte Rafal Gikiewicz im Kasten keine Chance.
Bei Dani Olmos zweitem Elfmeter-Versuch hatte Rafal Gikiewicz im Kasten keine Chance.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

RB Leipzigs Halbzeitführung wird von fixem Upamecano-Wechsel überschattet - Caligiuri macht's spannend

Daniel Caligiuri (r.) versenkte den Elfmeter zum 1:2-Anschuss, Péter Gulácsi (orange) streckte sich vergebens.
Daniel Caligiuri (r.) versenkte den Elfmeter zum 1:2-Anschuss, Péter Gulácsi (orange) streckte sich vergebens.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Kurz vor der Halbzeitpause wurde bekannt, dass der sich schon länger angebahnte Wechsel von Leipzigs Upamecano zum FC Bayern perfekt ist (TAG24 berichtete). Der Franzose saß gegen Augsburg 90 Minuten auf der Bank.

Auf dem Platz änderte sich unterdessen nichts. Der Tabellenzweite verwaltete seine komfortable Führung und gab den durchsetzungs- und offensivschwachen Gästen aber mal gar keine Möglichkeiten, nochmal für Spannung zu sorgen.

Zumindest bis zur 75. Minute. Dann verursachte der zehn Minuten zuvor eingewechselte Ibrahima Konaté einen dummen Strafstoß gegen Mads Pedersen. Caligiuri legte sich das Spielgerät auf den Punkt und traf halbhoch zum 1:2-Anschluss (77.). Es war der erste schwäbische Schuss aufs Tor!

Péter Gulácsi musste bei einem Abschluss von Robert Gumny (89.) noch einmal sicher zupacken, dann war der neunte Heimsieg perfekt.

Damit fuhren die Bullen nach dem 2:0 in der Hinrunde und dem 3:0 im DFB-Pokal den dritten Sieg im dritten Duell mit dem FCA in der laufenden Saison ein.

Für RB Leipzig geht es in der Champions League weiter, am Dienstag (21 Uhr/DAZN) treffen sie in Budapest auf den FC Liverpool. Der FC Augsburg ist erst nächste Woche Sonntag (13.30 Uhr/DAZN) gegen Bayer 04 Leverkusen wieder gefordert.

Harmloser Auftritt + ein Ehrentreffer = sechste Niederlage in den letzten sieben Bundesliga-Partien. Augsburgs Trainer Heiko Herrlich wird aber (noch) der Rücken gestärkt.
Harmloser Auftritt + ein Ehrentreffer = sechste Niederlage in den letzten sieben Bundesliga-Partien. Augsburgs Trainer Heiko Herrlich wird aber (noch) der Rücken gestärkt.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 22.50 Uhr: Angelino-Kaufoption gezogen!

Neben der Upamecano-Personalie wurde auch eine zweite bekannt. RB bestätigte die feste Verpflichtung von Angelino (24), der bislang nur von Manchester City ausgeliehen war. Mehr dazu im Extra-Artikel.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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