RB Leipzig lässt Freiburg alt aussehen und ist wieder Erster

Leipzig - Mit einem souveränen Sieg in die Länderspielpause... geht es für RB Leipzig! Vor dem anstehenden Break gewannen die Sachsen am Samstagnachmittag mit 3:0 (1:0) gegen den SC Freiburg, bauten die starke Heimbilanz gegen die Breisgauer aus und übernehmen (für drei Stunden) die Bundesliga-Tabellenspitze

Beste Stimmung vor Spielbeginn bei RB-Coach Julian Nagelsmann (l.) und Christian Streich.
Beste Stimmung vor Spielbeginn bei RB-Coach Julian Nagelsmann (l.) und Christian Streich.  © Picture Point/Roger Petzsche

In der leeren Red Bull Arena erzielte Ibrahima Konaté das 1:0 für RB (26. Minute). Das 2:0 besorgte Marcel Sabitzer per Foulelfmeter (70.), Angelino machte den 3:0-Endstand perfekt (89.). 

Nach dem wichtigen 2:1-Erfolg in der Champions League gegen den FC Paris Saint-Germain wollte RB-Trainer Julian Nagelsmann eigentlich dreifach wechseln und Marcel Halstenberg, Kevin Kampl und Yussuf Poulsen für den verletzten Dayot Upamecano sowie Angelino und Dani Olmo (beide Bank) bringen. 

Da "Halste" während des Aufwärmens aber erneut muskuläre Probleme verspürte, startete doch Angelino. 

Sein Kontrahent Christian Streich tauschte ebenfalls doppelt: Manuel Gulde und Lino Tempelmann begannen für Jonathan Schmid und Vincenzo Grifo (beide Bank). 

In den lila-blauen Trikots ging es für die Gastgeber in der Anfangsphase erwartungsgemäß mehr nach vorn als bei den Breisgauern. Bis auf einen harmlosen Kopfball von Poulsen nach Flanke von Marcel Sabitzer (7.) sprang aber erst einmal nichts heraus. 

Startelf von RB Leipzig gegen den SC Freiburg

Die Mannschaftsaufstellung des SC Freiburg bei RB Leipzig

RB Leipzig drückt und trifft: Verteidiger Ibrahima Konaté in Knipsermanier

Das 1:0: Ibrahima Konaté (3.v.r., Nummer 6) schiebt nach Vorlage von Nordi Mukiele (nicht im Bild) am kurzen Pfosten ein.
Das 1:0: Ibrahima Konaté (3.v.r., Nummer 6) schiebt nach Vorlage von Nordi Mukiele (nicht im Bild) am kurzen Pfosten ein.  © Picture Point/Roger Petzsche

Den ersten und in der ersten Halbzeit einzigen nennenswerten Abschluss verbuchte der SCF in der 13. Minute: Über links ging es nach vorn, Christian Günter spielte vor dem Sechzehner auf Tempelmann, der auf den im Abseits stehenden Lucas Höler passte, der aber ohnehin das Tor nicht traf.

Kurz danach wurde es aber schon wieder auf der anderen Seite gefährlich: Nach einer Ecke köpfte Willi Orban an den Pfosten, der Ball landete im Nachsetzen hinter der Linie, doch wegen Orbans Aufstützen wurde abgepfiffen (15.). 

Einen weiteren Alutreffer von Emil Forsberg (17.) später zählte ein Treffer dann aber. Nach Freistoß auf dem linken Flügel brachte Marcel Sabitzer eine lange Flanke rein, an der Torauslinie köpfte Nordi Mukiele freistehend an den kurzen Pfosten, wo Konaté stand und - zu lasch von Lukas Kübler behindert - aus nächster Nähe zum 1:0 für Leipzig einschieben konnte (26.).

Konatés französischer Landsmann Mukiele hatte nach Kampl-Flanke fünf Minuten später eine weitere Chance, doch Keeper Müller konnte sicher zupacken (31.). Forsbergs Versuch nach starkem Alleingang ging in der nächsten Szene knapp vorbei (32.). 

Leipzig konzentrierte sich zwar stark auf die Offensive, aus dem Spiel heraus gab es aber kaum gute Schussmöglichkeiten, weil die Gäste erwartungsgemäß kompakt und "vielfüßig" verteidigten. 

Konaté (2.v.r.) wird von seinen Mitspielern nach seinem Treffer gefeiert.
Konaté (2.v.r.) wird von seinen Mitspielern nach seinem Treffer gefeiert.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Mutige Freiburger lösen sich aus der Umklammerung - Sabitzer und Angelino erhöhen für RB Leipzig

Marcel Sabitzer (l.) traf vom Punkt zum 2:0 für RB Leipzig.
Marcel Sabitzer (l.) traf vom Punkt zum 2:0 für RB Leipzig.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Deutlich angriffslustiger, mutiger und ideenreicher startete Freiburg in den zweiten Durchgang. RB ließ den Gegner auch gewähren, stand spätestens in der letzten Reihe aber sattelfest und ließ keine Hochkaräter zu. 

Nur ein Kübler-Kopfbällchen kam zustande (59.), ehe ein Elfmeterpfiff die Vorentscheidung brachte: Christopher Nkunku wurde im Strafraum angespielt, Nicolas Höfler trat ihm dabei von hinten in die Fersen, der Franzose fiel - Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) zeigte sofort auf den Punkt, ließ die Situation aber vom Kölner Keller überprüfen. 

Dieser bestätigte seine Entscheidung, Sabitzer trat an und versenkte sicher unten links - 2:0 (70.). 

Zwischen zwei Möglichkeiten für den eingewechselten und weiterhin torlosen Alexander Sörloth - einem Abseitstreffer (72.) und einer unplatzierten Großchance (76.) war der Sport-Club nah dran am Anschlusstor. Doch Elfmeter-Unglücksrabe Höfler fand nach einer Ecke per Kopf seinen Meister im glänzend parierenden Péter Gulácsi (74.). In der 89. Minute zauberte Angelino einen Freistoß sogar noch zum 3:0 ins Gehäuse - der Endstand. 

Mit einem Traumtor per direktem Freistoß machte Angelino den 3:0-Endstand perfekt.
Mit einem Traumtor per direktem Freistoß machte Angelino den 3:0-Endstand perfekt.  © Picture Point/Roger Petzsche

Damit schiebt sich RB Leipzig vor dem Bundesliga-Klassiker Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München (18.30 Uhr/Sky) an den beiden vorbei auf Rang eins, wird diesen aber nach dem Topspiel definitiv verlieren. Nach der Länderspielpause steht für die Sachsen erst am 21. November (18.30 Uhr/Sky) das nächste Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt an, während die Freiburger tags darauf (15.30 Uhr/Sky) den 1. FSV Mainz 05 empfangen. 

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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