RB Leipzig lässt Bochum im DFB-Pokal keine Chance und hat das Finale vor Augen

Leipzig - Der Finaltraum lebt weiter! RB Leipzig ist seiner Favoritenrolle im Achtelfinale des DFB-Pokals am Mittwochabend mehr als gerecht geworden und hat gegen Zweitligist VfL Bochum einen ungefährdeten 4:0 (2:0)-Heimsieg eingefahren. Während der Aufstiegsanwärter die Überraschung nahezu chancenlos verpasste, schielen die Sachsen allmählich nach Berlin.

Zehn Minuten nach Spielbeginn konnte Amadou Haidara (r.) Bochums Keeper Patrick Drewes mit einem Flugkopfball zum 1:0 überwinden.
Zehn Minuten nach Spielbeginn konnte Amadou Haidara (r.) Bochums Keeper Patrick Drewes mit einem Flugkopfball zum 1:0 überwinden.  © Jan Woitas/dpa

Amadou Haidara erzielte in der 10. Minute das 1:0 für die Gastgeber, Marcel Sabitzer erhöhte per Foulelfmeter zum 2:0 (45.+1), Yussuf Poulsen machte mit seinem Doppelpack alles klar (66./75).

Fünf Veränderungen in der Startelf im Vergleich zum 1:0 gegen Bayer 04 Leverkusen gab es bei RB: Willi Orban, Marcel Halstenberg, Haidara, Lazar Samardzic und Poulsen ersetzten Dayot Upamecano, Nordi Mukiele, Dani Olmo, Alexander Sörloth (alle Bank) und Kevin Kampl (Knieprobleme).

Sogar mehr als die halbe Anfangself vom 1:2 gegen den Karlsruher SC rotierte VfL-Trainer Thomas Reis raus: Neben Keeper Patrick Drewes standen auch Saulo Decarli, Erhan Masovic, Milos Pantovic, Thomas Eisfeld und Silvere Ganvoula neu in der ersten Elf. Manuel Riemann (Rotsperre), Robert Tesche, Robert Zulj (beide nicht im Kader), Maxim Leitsch, Herbert Bockhorn und Simon Zoller (alle Bank) mussten weichen.

Die Sachsen überließen dem Zweitliga-Zweiten in den ersten Minuten ein wenig das Feld, um danach aber selbst der Favoritenrolle gerecht zu werden.

Zunächst vergab Orban zweifach per Kopf (9./10.) die ersten Möglichkeiten, im Anschluss klingelte es aber schon: Armel Bella Kotchap spielte von hinten heraus einen Fehlpass, den Sabitzer abfangen konnte, genügend Zeit hatte, bis sich Haidara freilief, den er per Flanke bediente. Der Startelf-Rückkehrer überwand Drewes per Flugkopfball - 1:0 (10.).

RB Leipzigs Mannschaftsaufstellung gegen den VfL Bochum im DFB-Pokal

Und so ging der VfL Bochum in die Pokalpartie bei RB Leipzig

RB Leipzig muss lange aufs 2:0 warten, kurz vor der Halbzeit fällt es aber

Die Szene, die zur Vorentscheidung führte: Christopher Nkunku (M.) will die Kugel an Drewes vorbeilegen, wird aber von ihm gefoult, weshalb es zurecht Strafstoß gab.
Die Szene, die zur Vorentscheidung führte: Christopher Nkunku (M.) will die Kugel an Drewes vorbeilegen, wird aber von ihm gefoult, weshalb es zurecht Strafstoß gab.  © Picture Point/Roger Petzsche

Der 18-jährige Samardzic versuchte es nach einem weiteren Bochumer Fehlpass dann mal aus der zweiten Reihe mit seinem starken Linken, doch Drewes konnte abwehren (14.).

An der spielerischen Überlegenheit der Roten Bullen mangelte es nicht, dass sie nicht gleich noch ein zweites Tor nachlegten. Vielmehr waren es die fehlenden Anspielstationen oder Ungenauigkeiten beim letzten Pass.

Gefährlich wurde es für Péter Gulácsi einzig in der 24. Minute, als Pantovic am kurzen Pfosten nach einer Ganvoula-Hereingabe verpasste. Mehr brachten die Reis-Schützlinge offensiv nicht zustande.

Ohnehin waren große Torraumszenen in der restlichen ersten Halbzeit kaum noch vorhanden. RB dominierte und konnte die Führung dann doch noch ausbauen: Samardzic steckte den Ball zentral durch zu Nkunku, der ihn sich eigentlich zu weit vorlegte, doch noch an Drewes vorbeiziehen wollte, von diesem aber regelwidrig gelegt wurde - Elfmeter und Gelb für den Schlussmann.

Sabitzer trat an und versenkte zum 2:0-Halbzeitstand (45.+1).

Kapitän Marcel Sabitzer verwandelte den fälligen Elfer kurz vor dem Halbzeitpfiff zum 2:0.
Kapitän Marcel Sabitzer verwandelte den fälligen Elfer kurz vor dem Halbzeitpfiff zum 2:0.  © Picture Point/Roger Petzsche

DFB-Pokal: Yussuf Poulsen begräbt mit Doppelpack die letzten Zweifel

Dani Olmo (2.v.r.) legte kurz nach seiner Einwechslung für Yussuf Poulsen (2.v.l.) auf und klatschte mit dem Dänen nach dessen 3:0 ab.
Dani Olmo (2.v.r.) legte kurz nach seiner Einwechslung für Yussuf Poulsen (2.v.l.) auf und klatschte mit dem Dänen nach dessen 3:0 ab.  © Picture Point/Roger Petzsche

Der gerade erst für Samardzic eingewechselte Hee-chan Hwang hätte direkt nach Wiederanpfiff die letzten Zweifel beseitigen können: Der Südkoreaner ließ Drewes an der rechten Strafraumgrenze zwar gekonnt stehen, schob das Spielgerät aber aus leicht spitzem Winkel am Kasten vorbei (46.).

Mehr und mehr tasteten sich die Hausherren in Richtung endgültige Entscheidung und packten diese Mitte der zweiten Hälfte auch: Joker Olmo bediente Poulsen im Zentrum wunderbar, der aus 15 Metern satt mit links abzog und rechts unten traf - 3:0 (66.).

Eine Viertelstunde vor Schluss gab's sogar noch Treffer Nummer vier zu sehen: Angelino schlug einen Freistoß vom rechten Flügel in den Strafraum, Poulsen stieg am höchsten, kam vor dem unglücklichen Drewes ran und nickte ein - 4:0 (75.).

Die Bochumer konnten immerhin weitere Einschläge verhindern und können sich nach dem deutlichen Pokalaus nun voll auf die Mission Bundesliga-Aufstieg konzentrieren.

Das Viertelfinale wird am Sonntag ab 18.30 Uhr in der ARD-Sportschau ausgelost. Die beiden Klubs sind aber schon am Samstag wieder in ihrer Liga gefordert: Für RB geht es 15.30 Uhr (Sky) zu Schlusslicht FC Schalke 04. In der 2. Bundesliga ist der VfL Bochum schon ab 13 Uhr (Sky) beim VfL Osnabrück zu Gast.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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