Überlegenes RB Leipzig gewinnt Pokalspiel in Augsburg und steht im Achtelfinale

Augsburg - RB Leipzig hat zum Jahresabschluss noch einmal zugeschlagen! Im DFB-Pokal erkämpften sich die Sachsen am Dienstagabend beim FC Augsburg ein überlegenes 3:0 (1:0) und zogen damit souverän ins Achtelfinale ein.

Willi Orban (2.v.r.) lieferte bereits in der 11. Minute das 1:0 für die Roten Bullen.
Willi Orban (2.v.r.) lieferte bereits in der 11. Minute das 1:0 für die Roten Bullen.  © Picture Point / Roger Petzsche

In der coronabedingt leeren WWK-Arena köpfte Orban die Roten Bullen bereits in der 11. Minute in Führung. Yussuf Poulsen lieferte in der 75. Minute die Entscheidung. Angelino setzte dem Ganzen in der 82. mit dem 3:0 das Sahnehäubchen auf.

Im Vergleich zum 0:0 gegen den 1. FC Köln am Samstag in der Bundesliga wechselte RB-Trainer Nagelsmann auf zwei Stellen: Emil Forsberg und Dani Olmo kamen für Yussuf Poulsen und Tyler Adams (beide Bank).

FCA-Coach Heiko Herrlich stellte nach der 0:2-Niederlage gegen die SG Eintracht Frankfurt auf gleich fünf Positionen um: Statt Alfred Finnbogason, Raphael Framberger (nicht im Kader), Florian Niederlechner, Carlos Gruezo und Marco Richter (alle Bank) liefen Robert Gumny, Michael Gregoritsch, Ruben Vargas, Tobias Strobl und Reece Oxford auf.

Von der ersten Minute an herrschte im Strafraum der Augsburger Ausnahmezustand. Die Leipziger entfachten in der ersten halben Stunde einen Dauerdruck, dem die Hausherren mit einer Viererkette in der Abwehr und einer Fünferkette im Mittelfeld standhalten wollten.

Das gelang jedoch nicht lange. Nach nicht einmal 15 Minuten krönte Orban den Einbahnstraßen-Fußball seiner Leipziger nach einer Ecke von Angelino per Kopf zur Führung.

Mit dieser Startelf zog RB Leipzig ins Achtelfinale ein

Die Aufstellung des FC Augsburg in der Partie

FC Augsburg lief nur noch hinterher

Nagelsmann wollte "unbequeme" Spieler haben, setzte in der Startelf auf Olmo (Mitte) und Forsberg (rechts). Die Änderungen zahlten sich aus. Augsburg hatte in der ersten Hälfte kaum Zeit zum Verschnaufen.
Nagelsmann wollte "unbequeme" Spieler haben, setzte in der Startelf auf Olmo (Mitte) und Forsberg (rechts). Die Änderungen zahlten sich aus. Augsburg hatte in der ersten Hälfte kaum Zeit zum Verschnaufen.  © Picture Point / Roger Petzsche

Die beiden Änderungen in Nagelsmanns Startelf, Dani Olmo und Emil Forsberg für Tyler Adams und Yussuf Poulsen, zahlten sich aus. Gegen tiefstehende Augsburger wollte er "bewegliche und unbequeme" Spieler haben.

Die mit fünf Neuen gestarteten Augsburger liefen nur hinterher und kamen kaum einmal über die Mittellinie. Mehrmals musste hingegen Torwart Rafal Gikiewicz einen höheren Rückstand verhindern. Michael Gregoritsch konnte beim FCA als einzige nominelle Spitze überhaupt nichts ausrichten.

Die Leipziger hatten das Pokalspiel eigentlich wegen der hohen Belastung mit Englischen Wochen ins neue Jahr verschieben wollen - von nachlassender Power war zwei Tage vor Weihnachten aber nichts zu bemerken.

Ein Angriff nach dem anderen rollte auf Gikiewicz zu, doch RB ging einmal mehr zu schludrig mit den vielen hochkarätigen Torchancen um.

Yussuf Poulsen (r.) machte dieses Mal den Joker: In der 63. Minute eingewechselt, sorgte er kurz darauf mit dem 2:0 für die Entscheidung.
Yussuf Poulsen (r.) machte dieses Mal den Joker: In der 63. Minute eingewechselt, sorgte er kurz darauf mit dem 2:0 für die Entscheidung.  © Picture Point / Roger Petzsche

FCA versucht es, dann liefert Poulsen die Entscheidung

Angelino (r.) zog in der 82. nach und lieferte dann auch noch das 3:0.
Angelino (r.) zog in der 82. nach und lieferte dann auch noch das 3:0.  © Picture Point / Roger Petzsche

Von der Schärfe aus dem letzten Aufeinandertreffen im DFB-Pokal im April 2019, als nach dem Schlusspfiff sogar Funktionäre beider Teams aneinandergerieten, war diesmal nichts zu sehen. Dafür machten Kevin Kampl (50.) und Forsberg (52.) nach dem Seitenwechsel mit den Torschussübungen für Gikiewicz weiter.

Die Augsburger attackierten nun jedoch früher und setzten sich sogar vorübergehend in der Leipziger Hälfte fest. Ruben Vargas (71.) versuchte aus der Distanz nochmal ein Zeichen für den FCA zu setzen. Doch der in der 63. Minute für Forsberg eingewechselte Poulsen machte in der Schlussphase mit einem trockenen Schuss alles klar, ehe auch noch Angeliño traf.

Nach dem Jahreswechsel geht es für RB Leipzig schon am 2. Januar (20.30 Uhr/DAZN) mit einem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart weiter. Augsburg tritt schon um 15.30 Uhr (Sky) beim 1. FC Köln an.

Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

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