Mega-Comeback! RB Leipzig dreht 0:2 gegen Gladbach und gewinnt Topspiel sensationell

Leipzig - RB Leipzig rückt dem FC Bayern München weiter auf die Pelle! Die Sachsen besiegten Borussia Mönchengladbach um Trainer Marco Rose in dessen Geburtsstadt am Samstagabend sensationell mit 3:2 (0:2) und halten den Rückstand auf die Spitze bei zwei Punkten. Die Fohlen sind nach schweren Wochen nur noch Mittelmaß.

Schon in der 6. Minute traf Jonas Hofmann vom Elfmeterpunkt zum 1:0 für Borussia Mönchengladbach, RB Leipzigs Keeper Peter Gulacsi sah da nicht so glücklich aus.
Schon in der 6. Minute traf Jonas Hofmann vom Elfmeterpunkt zum 1:0 für Borussia Mönchengladbach, RB Leipzigs Keeper Peter Gulacsi sah da nicht so glücklich aus.  © Picture Point/Roger Petzsche

Jonas Hofmann brachte Gladbach in der leeren Red Bull Arena früh per Foulelfmeter mit 1:0 in Führung (6. Minute), Marcus Thuram (2:0/19.) legte nach. Christopher Nkunku gelang das 1:2 für RB (57.), Yussuf Poulsen glich aus (66.) und Alexander Sörloth köpfte umjubelt, aber umstritten zum 3:2 (90.+3)!

Nach dem 3:0 bei Hertha BSC rotierte RB-Trainer Julian Nagelsmann viermal: Dayot Upamecano, Nordi Mukiele, Nkunku und Justin Kluivert ersetzten Lukas Klostermann, Amadou Haidara, Hee-chan Hwang (alle Bank) und Angelino (muskuläre Probleme).

Ganze sechs Änderungen im Vergleich zum 0:2 gegen Manchester City am Mittwoch nahm sein Gegenüber Marco Rose vor: Jordan Beyer, Oscar Wendt, Hannes Wolf, Valentino Lazaro, Breel Embolo und Thuram kamen für Ramy Bensebaini, Christoph Kramer, Florian Neuhaus, Lars Stindl, Alassane Plea (alle Bank) und Stefan Lainer (Oberschenkelverletzung).

Das Duell begann aus Leipziger Sicht alles andere als rosig. Nach nicht einmal fünf Minuten checkte Upamecano Gegenspieler Embolo im eigenen Strafraum regelwidrig weg, Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) zeigte sofort auf den Punkt.

Jonas Hofmann legte sich die Kugel hin und konnte mit einem wenig souveränen Schuss ins rechte Eck Peter Gulacsi, der noch dran war, überwinden - 0:1 (6.). Den hätte der Ungar durchaus halten können.

Anfangsformation von RB Leipzig im Topspiel gegen Borussia Mönchengladbach

Die erste Elf von Borussia Mönchengladbach bei RB Leipzig

RB Leipzig drückt auf den Ausgleich, doch effektives Borussia Mönchengladbach trifft schon wieder

Das 2:0: Marcus Thuram (2.v.l.) fälscht einen Kopfball von Breel Embolo entscheidend ab, diesmal hat Gulacsi (l.) keine Chance.
Das 2:0: Marcus Thuram (2.v.l.) fälscht einen Kopfball von Breel Embolo entscheidend ab, diesmal hat Gulacsi (l.) keine Chance.  © Picture Point/Roger Petzsche

Trotz des frühen Rückstands unbeeindruckt brachten die Roten Bullen jenes Spiel aufs satte Grün, für das sie bekannt sind: Obwohl Gladbach mauerte, wurde sich flott und direkt in Richtung des gegnerischen Kastens kombiniert. Und auch die ersten Gelegenheiten ließen nicht lange auf sich warten.

Erst zog Marcel Halstenberg nach Kluivert-Chip im Sechzehner ab, bei dessen Schuss Yann Sommer zwar nur hinterherschauen konnte, doch Matthias Ginter rettete noch auf der Linie (8.). Danach schoss Tyler Adams aus der zweiten Reihe, Sommer parierte den ordentlichen, jedoch unplatzierten Schuss jedoch (13.).

Der Tabellensiebte hatte in der ersten Hälfte kaum etwas zu melden, genoss aber das Spielglück: Lazaro brachte eine Flanke von rechts an den zweiten Pfosten, wo Embolos Kopfball entscheidend von Thurams Schulter zum 2:0 abgelenkt wurde (19.).

Es änderte sich auch danach nichts, mit rund zwei Drittel Ballbesitz dominierte RB weiter und drückte die Borussia hinten rein. Und so kamen sie auch zum gefährlichsten Abschluss der ersten Hälfte: Dani Olmo gewann auf halbrechts einen Zweikampf gegen Hofmann, legte zentral hinter die Kette, doch der heranrauschende Marcel Sabitzer schoss deutlich über die Latte (33.).

In der Folge gab es bei einer Klärungsaktion von Sommer gegen Kluivert zurecht keinen Strafstoß (37.) und Olmos Volleyabnahme konnte Nico Elvedi abtropfen lassen (45.+1). Dann war Halbzeit.

Freud und Leid nah beieinander: Während Marcel Halstenberg (l.) hadert, feiern die Gladbacher Breel Embolo (2.v.l.) und Valentino Lazaro (r.) den 1:0-Torschützen Jonas Hofmann.
Freud und Leid nah beieinander: Während Marcel Halstenberg (l.) hadert, feiern die Gladbacher Breel Embolo (2.v.l.) und Valentino Lazaro (r.) den 1:0-Torschützen Jonas Hofmann.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Christopher Nkunku, Yussuf Poulsen und Alexander Sörloth führen RB Leipzig zum 3:2-Sieg!

Ausgelassene Jubelschreie bei Knipser Yussuf Poulsen (3.v.l.) nach dem Ausgleich für RB.
Ausgelassene Jubelschreie bei Knipser Yussuf Poulsen (3.v.l.) nach dem Ausgleich für RB.  © Picture Point/Roger Petzsche

Der am Samstagabend glücklose Sabitzer wurde auch im Hinblick der anstehenden Englischen Woche zum zweiten Durchgang ausgewechselt.

Joker Alexander Sörloth war kurze Zeit später schon mittendrin im Geschehen und traf zum 1:2. Doch bei der missglückten Abwehraktion von Beyer sprang dem Norweger der Ball an die Hand, weshalb der Treffer nicht zählte (51.).

Dafür klingelte es kurz danach: Halstenberg brachte eine butterweiche flache Vorlage vor den Kasten, wo Nkunku nur den Fuß hinhalten musste und in seinem 50. Bundesliga-Einsatz zum 1:2 traf (57.).

Keine zehn Minuten später ging alles wieder von vorne los: Upamecano jagte den Ball nach in die gegnerische Hälfte, Olmo gab direkt zu Poulsen, der von der Strafraumgrenze abzog und flach mit Hilfe des Innenpfostens einnetzte - 2:2 (66.)!

Beinahe stellte Leipzig die komplette Partie auf den Kopf: Der eingewechselte Emil Forsberg trat mit seinem ersten Ballkontakt einen wunderschönen Freistoß aus 18 Metern, Torhüter Sommer lenkte das Leder aber noch bockstark an den Pfosten (77.).

Der Bayern-Verfolger blieb dran, wollte den Dreier unbedingt und wurde noch belohnt! Sörloth verschaffte sich nach Schubser gegen Lazaro einen Vorteil und köpfte am kurzen Eck zum umstrittenen 3:2-Siegtreffer ein (90.+3)! Ein weiteres Tor durch Forsberg wurde wegen Abseits sogar noch zurückgenommen (90.+5).

Jetzt steht für beide das Viertelfinale im DFB-Pokal an. Für Gladbach geht es am Dienstag (20.45 Uhr/ARD & Sky) gegen Borussia Dortmund, RB Leipzig hat am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD & Sky) den VfL Wolfsburg zu Gast.

Alexander Sörloth (2.v.l.) köpfte RB Leipzig zum 3:2-Sieg.
Alexander Sörloth (2.v.l.) köpfte RB Leipzig zum 3:2-Sieg.  © Picture Point/Roger Petzsche
In seiner Geburtsstadt konnte Fohlen-Trainer Marco Rose (l.) nach 2:0-Führung keine Punkte mitnehmen.
In seiner Geburtsstadt konnte Fohlen-Trainer Marco Rose (l.) nach 2:0-Führung keine Punkte mitnehmen.  © Picture Point/Roger Petzsche

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Roger Petzsche

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