RB Leipzig gewinnt Topduell in Leverkusen: "Das hat uns ein Stück weit überrascht"

Leverkusen - Es war keine Glanzleistung, aber danach fragt einen Tag nach dem 1:0-Sieg bei Bayer 04 Leverkusen niemand mehr. RB Leipzig hat sich im Duell um Platz drei durchgesetzt und erstmals in dieser Saison die Position hinter dem FC Bayern München und Borussia Dortmund eingenommen. Und die soll jetzt verteidigt werden.

V.l.n.r.: Großer Jubel bei Tyler Adams (23), Mohamed Simakan (21), Torschütze Dominik Szoboszlai (21), Benjamin Henrichs (25) und Vorlagengeber Christopher Nkunku (24) nach dem Sieg in Leverkusen.
V.l.n.r.: Großer Jubel bei Tyler Adams (23), Mohamed Simakan (21), Torschütze Dominik Szoboszlai (21), Benjamin Henrichs (25) und Vorlagengeber Christopher Nkunku (24) nach dem Sieg in Leverkusen.  © Marius Becker/dpa

Nur vier Torschüsse gaben die Roten Bullen in den gesamten 90 Minuten plus Nachspielzeit ab. Gar nur einer davon ging auf den Kasten von Lukás Hrádecky (32) - und wie wir wissen auch an ihm vorbei zum entscheidenden Treffer ins Netz.

Nach zehn anfänglich hochdominanten Minuten gaben die Sachsen mehr und mehr Spielanteile ab, hätten sich über einen Halbzeitrückstand nicht beschweren dürfen.

Doch Péter Gulácsi (31) hielt sein Tor sauber - zum neunten Mal in dieser Saison und damit nur einmal weniger als Manuel Neuer (36, FC Bayern), Mark Flekken (28, SC Freiburg) und Robin Zentner (27, 1. FSV Mainz 05).

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"Das Spiel war von beiden Mannschaften nicht gut", zog RB-Trainer Domenico Tedesco (36) bei DAZN einen Strich unter seinen 15. Sieg im 22. Match mit Leipzig.

Auf der Pressekonferenz ergänzte er: "In Summe war's im ersten Durchgang zu wenig. Wir hätten mehr Intensität mit dem Ball haben können, hatten zu wenig tiefe Laufwege und zu wenig die Tiefe bespielt."

In der Halbzeit forderte er ein schnelles Spiel von seinen Jungs. Und gab zu: "Der kompakte Block hat uns ein Stück weit überrascht, weil wir ihn so nicht erwartet haben."

"Unser Kader gibt das her, dass wir siebenmal rotieren können und keinen Substanzverlust haben"

Die mitgereisten Fans durften sich - teilweise im passenden Osteroutfit - über drei Punkte ihrer Roten Bullen freuen.
Die mitgereisten Fans durften sich - teilweise im passenden Osteroutfit - über drei Punkte ihrer Roten Bullen freuen.  © Picture Point/Roger Petzsche

Mehr Tempo im Match bedeutet gleichzeitig auch ein höheres Risiko für eigene Ballverluste, nach denen die Werkself laut Tedesco "extrem eklig" sein kann.

Dass er erst mit Christopher Nkunku und später auch mit Konrad Laimer (beide 24) und Dani Olmo (23) die Offensive ankurbelte, hatte er schon vor dem Spiel geplant und war keine Reaktion auf die ersten 45 Minuten.

Überraschend war zudem, dass der Coach im Vergleich zum 2:0 gegen Atalanta Bergamo in der Europa League unter der Woche sieben Wechsel vornahm. "Unser Kader gibt das her, dass wir sechs-, siebenmal rotieren können und keinen Substanzverlust haben", freute sich der 36-Jährige.

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Der glückliche Siegtorschütze von Leverkusen heißt Dominik Szoboszlai (21), der unter Tedesco größtenteils von der Bank kam. "Vor vier Wochen habe ich mit ihm ein gutes Gespräch gehabt, weil er immer gut trainiert hat und es trotzdem nicht für so viele Startelfzeiten gereicht hat, weil er einfach eine gute Konkurrenz hat."

Es führe aber "kein Weg dran vorbei, dass er immer mehr und mehr Spielzeit kriegt", wenn er seine jüngsten Leistungen gegen Bergamo und die TSG 1899 Hoffenheim (3:0), wo er zwei Scorerpunkte sammelte, im Saison-Endspurt bestätigen kann.

Schon am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD & Sky) geht's für RB gegen den 1. FC Union Berlin im Halbfinale des DFB-Pokals weiter. "Wir hatten jetzt intensive Spiele. Aber ich glaube trotzdem, dass wir die mentale und körperliche Frische am Mittwoch haben werden", so Tedesco bei DAZN.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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