RB Leipzig hat Meisterschaft noch nicht abgehakt! "Falls noch etwas geht, wollen wir da sein!"

Bremen - "Letzte Woche war die Meisterschaft weg, jetzt soll sie wieder da sein?", fragte sich RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann (33) nach dem 4:1-Erfolg beim SV Werder Bremen und dem Patzer des FC Bayern München gegen Union Berlin (1:1). Fünf Punkte beträgt der Abstand noch, doch die Sachsen geben noch nicht auf.

RB Leipzig will so erfolgreich wie möglich sein, Ex-Kapitän Willi Orban peilt sogar sechs Siege im Endspurt an. Ob die für die Meisterschaft reichen würden?
RB Leipzig will so erfolgreich wie möglich sein, Ex-Kapitän Willi Orban peilt sogar sechs Siege im Endspurt an. Ob die für die Meisterschaft reichen würden?  © Carmen Jaspersen/dpa

"Ich glaube nach wie vor, dass der Vorsprung sehr groß ist und Bayern den in ihrer Historie noch nie verspielt hat", sagte Nagelsmann bei Sky. "Wir haben schwere Spiele vor der Brust, auch gegen Teams aus dem oberen Drittel. Wir versuchen, alle Spiele zu gewinnen und so erfolgreich wie möglich zu sein. Am Ende haben wir es nicht in der eigenen Hand."

Kritiker hatten nach dem 0:1 vor einer Woche im Gipfeltreffen gegen den FC Bayern vermutet, RB könnte sich nun angesichts sieben Zählern Rückstand aufgeben. Das widerlegten die Verfolger am Samstag eindrucksvoll: "Der Antrieb ist in uns drin und das hat man heute gesehen."

In den sechs noch verbleibenden Begegnungen fünf Punkte aufholen, wäre eine große Sensation. Das wissen alle Beteiligten. Bayern müsse "noch einige Punkte lassen", damit es für die Roten Bullen doch noch einmal spannend werden könnte.

Doch an diesen letzten Strohhalm wollen sich die Sachsen klammern. "In der Liga wollen wir die maximale Punkteausbeute holen", gab Verteidiger Willi Orban (28, Vertrag jüngst bis 2025 verlängert) die Marschrichtung vor. "Falls noch mal etwas gehen sollte, wollen wir da sein. Wir müssen unsere Aufgaben erfüllen und das haben wir heute gemacht."

Alexander Sörloth mit dem ersten Doppelpack im Trikot von RB Leipzig

Alexander Sörloth (25, r.) bedankt sich nach seinem Tor zum 3:0 für RB Leipzig bei Vorlagengeber Willi Orban (28).
Alexander Sörloth (25, r.) bedankt sich nach seinem Tor zum 3:0 für RB Leipzig bei Vorlagengeber Willi Orban (28).  © Carmen Jaspersen/dpa

Das würde laut Orban bedeuten, dass die Sachsen 18 Punkte aus den letzten sechs Partien holen müssten. Und somit unter anderem im Endspurt bei Borussia Dortmund, gegen den VfL Wolfsburg und bei Union Berlin Dreier bräuchten. Ein schweres, aber nicht unmögliches Unterfangen.

Doch auch der Rekordmeister hat mit Wolfsburg, Bayer 04 Leverkusen und Borussia Mönchengladbach kann einfaches Restprogramm.

Sein erfolgreichstes Match im RB-Trikot absolvierte in Bremen Alexander Sörloth. Der 25-jährige Stürmer erzielte zwei Tore zum 3:0-Halbzeitstand und damit seinen ersten Doppelpack für den Tabellenzweiten.

"Meine beiden Tore wurden super vorbereitet. Vor dem ersten sieht mich Christopher Nkunku am zweiten Pfosten und ich treffe den Ball gut mit dem Kopf. Beim anderen Tor flankt Willi Orban genau zwischen die Abwehrkette und den Torhüter – das hat es mir sehr leicht gemacht."

Die Sachsen haben am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) die TSG 1899 Hoffenheim zu Gast. Zeit, einen Lauf zu starten.

Titelfoto: Carmen Jaspersen/dpa

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