RB Leipzig im Glück? HSV sauer wegen dieser Simakan-Szene: "War ein Kopfstoß!"

Leipzig - Es war der Aufreger des Abends! Beim 4:0-Sieg von RB Leipzig am Dienstag im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV hätte sich das Spiel kurz vor der Halbzeit durchaus in eine andere Richtung drehen können. Hätte es etwa eine Rote Karte gegen den Rasenballer Mohamed Simakan (22) geben müssen?

Um diese Szene geht es: Nach einem Zweikampf gerieten Mohamed Simakan (22, M.) und Bakery Jatta (24) aneinander. Der Leipziger ließ sich schließlich zu einer Kopfbewegung nach vorn hinreißen.
Um diese Szene geht es: Nach einem Zweikampf gerieten Mohamed Simakan (22, M.) und Bakery Jatta (24) aneinander. Der Leipziger ließ sich schließlich zu einer Kopfbewegung nach vorn hinreißen.  © IMAGO / opokupix

Der Franzose geriet unmittelbar vor dem Pausenpfiff mit dem Hamburger Bakery Jatta (24) aneinander. Nach ein paar vermutlich nicht ganz so netten Worten ließ sich der Bulle zu einer Kopfbewegung nach vorn hinreißen.

Schiedsrichter Benjamin Cortus (40) hatte die Szene beobachtet, entschied sich aber nur für den Gelben Karton. Einen Videobeweis gibt es in der zweiten Runde des Wettbewerbs noch nicht.

"Es war ein Kopfstoß und folgerichtig eigentlich eine Rote Karte. Aber es ist vorbei und das können wir nicht ändern", ärgerte sich der Trainer der Rothosen, Tim Walter (46) nach der Partie.

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Jonas Boldt (40), Sportvorstand der Norddeutschen legte nach: "Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Das ist nichts anderes als ein Platzverweis. Ich weiß nicht, warum es der Schiedsrichter nicht auch so ahndet."

Und auch der Coach der Gastgeber, Marco Rose (46), der zur Halbzeit noch wild mit dem Schiedsrichtergespann diskutiert hatte, gab schließlich einsichtig zu: "Dazu darf sich Mo nicht hinreißen lassen. Nicht gut, nicht schön. Natürlich werden wir darüber reden."

Möglicherweise wäre eine Aufholjagd ähnlich wie die von Hertha BSC am Samstag realistisch gewesen, wenn RB nur noch mit zehn Leuten hätte spielen können. So brachten die Sachsen die Führung aber souverän über die Ziellinie. Simakan selbst markierte sogar noch den Treffer zum 3:0.

Dabei hatten die Gäste keinesfalls ein schlechtes Spiel gemacht, waren in der ersten halben Stunde sogar das bessere Team. Weil aber die Präzision im Abschluss fehlte und RB Leipzig eiskalt per Doppelschlag zuschlug, muss sich der Zweitligist nun schon früh aus dem Pokal verabschieden.

Titelfoto: IMAGO / opokupix

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