RB Leipzig im Trainingslager angekommen: "Sicherlich arbeiten wir Richtung Vergangenheit!"

Leipzig/Saalfelden - So richtig beginnt für Jesse Marsch (47) erst jetzt die Arbeit mit RB Leipzig. Am Sonntag reiste der sächsische Bundesligist ins Trainingslager ins österreichische Saalfelden. Und endlich hat Marsch (fast) alle Spieler an Deck, mit denen er in zwei Wochen den scharfen Saisonstart mit der DFB-Pokal-Partie beim SV Sandhausen angehen will.

Freundliche Begrüßung für RB Leipzigs Teambetreuer Babacar N'Diaye (2.v.r.) am Teamhotel.
Freundliche Begrüßung für RB Leipzigs Teambetreuer Babacar N'Diaye (2.v.r.) am Teamhotel.  © Picture Point/Roger Petzsche

29 Akteure nahm der neue Trainer mit auf die Reise. Nach der Ankunft auf dem Flugplatz in Salzburg gab es für das Team einen Rundgang im durch Talksendungen des firmeneigenen Fernsehsenders "ServusTV" bekannten "Hangar 7". Danach ging es ins noble 4-Sterne-Hotel "Gut Brandlhof", etwa fünf Kilometer von Saalfelden am Steinernen Meer entfernt. Noch am Nachmittag war das erste Training angesetzt.

Trotz des Fehlens von zwölf EM- und/oder Olympia-Teilnehmern ist Marsch aber schon jetzt zufrieden. "Ich habe einige Erkenntnisse bekommen", sagte der Coach nach dem zweiten Vorbereitungsspiel gegen Montpellier HSC (1:2) am vergangenen Freitag.

Eine wichtige davon: RB hat ein großes Potenzial auch ohne die Nationalspieler der verschiedenen Nationen. Manch ein Trainer wäre froh, wenn er eine Startelf mit Namen wie Nordi Mukiele (23), Angelino (24), Dominik Szoboszlai (20), Kevin Kampl (30), Christopher Nkunku (23), Alexander Sörloth (25) oder Hee-chan Hwang (25) in der Bundesliga aufs Feld schicken könnte.

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Sie alle trainierten die vergangenen Wochen das neue RB-System, was mit hohem Pressing und schnellem Umschalten an alte Zeiten unter Ralf Rangnick (63) erinnert, das aber auch Elemente des Nagelsmann-Stils beinhalten soll.

"Sicherlich arbeiten wir Richtung Vergangenheit, spielen intensiv und vertikal. Aber wir können auch mit dem Ball umgehen", beschrieb es Marsch.

Mit zwei Bussen und insgesamt 29 Spielern ist der Vizemeister nach Österreich gereist.
Mit zwei Bussen und insgesamt 29 Spielern ist der Vizemeister nach Österreich gereist.  © Picture Point/Roger Petzsche

RB Leipzig im Trainingslager (noch) ohne Dani Olmo, Benjamin Henrichs und Yussuf Poulsen

Im Hotel "Gut Brandlhof" im österreichischen Saalfelden werden die Roten Bullen bis nächsten Sonntag residieren.
Im Hotel "Gut Brandlhof" im österreichischen Saalfelden werden die Roten Bullen bis nächsten Sonntag residieren.  © Picture Point/Roger Petzsche

In Saalfelden soll nun vor allem an der Harmonie der Mannschaft gearbeitet werden. Die Neuzugänge André Silva (25), Josko Gvardiol (19), Brian Brobbey (19) und Mohamed Simakan (21) müssen integriert werden, die Spieler müssen ein neues Selbstverständnis der Abläufe erarbeiten, Laufwege verinnerlichen.

"Wir müssen mit einem guten Gefühl eng zusammenarbeiten. Wir erarbeiten uns, was wichtig für unseren Fußball ist in der kommenden Saison", sagte Marsch.

Verzichten muss der Amerikaner noch auf Dani Olmo (23) und Benjamin Henrichs (24), die derzeit bei Olympia in Tokio aktiv sind. Wohl erst am Freitag stößt Yussuf Poulsen (27) zum Team, nachdem er nach langer EM auch am längsten urlauben durfte.

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Und damit fehlt der Däne auch im abschließenden Testspiel am Samstag (16 Uhr) gegen Ajax Amsterdam. Abwehrspieler Marcelo Saracchi (23) fällt nach einem Kreuzbandriss lange Zeit aus.

Interessant wird sein, welchen der jungen Kicker Marsch künftig weiter das Vertrauen aussprechen wird. Mangels Anwesenheit der etablierten Profis trainierte zwei Wochen die U19-Mannschaft mit und durfte nahezu komplett auch in den bisherigen Tests gegen AZ Alkmaar (1:0) und Montpellier spielen. Mit mehr oder weniger Erfolg.

Immerhin setzten sich Sidney Raebiger (16) und vor allem Solomon Bonnah (17) richtig gut in Szene.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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