0:5-Klatsche in Manchester: Verarbeiten? RB Leipzig hat dafür keinerlei Zeit

Leipzig - Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Nach der bitteren 0:5-Klatsche bei Manchester United am Mittwochabend haben die Männer von Julian Nagelsmann (33) kaum Zeit, um zu verschnaufen. RB Leipzig tritt am Samstagabend bei Borussia Mönchengladbach an. Genaue Analysen, warum man dermaßen untergegangen ist, kann es da kaum geben.

Viel Arbeit in den den nächsten Tagen: Coach Julian Nagelsmann muss die richtigen Worte finden, um die harte Niederlage schnellstmöglich zu verdauen.
Viel Arbeit in den den nächsten Tagen: Coach Julian Nagelsmann muss die richtigen Worte finden, um die harte Niederlage schnellstmöglich zu verdauen.  © Andrew Yates/CSM via ZUMA Wire/dpa

Dass die kommenden Wochen hart werden würden, war allen Beteiligten von RB Leipzig klar. Sieben Spiele in drei Wochen zu absolvieren, ist eine große Hausnummer - und zwar für jeden Klub.

Bisher hatten die Sachsen das enorme Pensum allerdings ziemlich souverän abspulen können. Der Auftaktsieg gegen Basaksehir und die zuletzt hart erkämpften Siege in der Bundesliga gegen Hertha BSC und den FC Augsburg machten Mut, dass man auch im Old Trafford eine gute Figur machen kann. 

Kurz vor 23 Uhr am Mittwochabend folgte dann aber die traurige Gewissheit: Dieser Ausflug tat richtig weh! Bis auf die fehlende Zielstrebigkeit und die teils katastrophalen Fehlpässe im letzten Drittel sah die erste Halbzeit dabei noch ganz gut aus. 

Die zweite Hälfte stellte besonders den Trainer jetzt aber vor ein paar Rätsel, die es zu lösen gilt.

"Du kannst so ein Spiel mal verlieren, aber du darfst dann nicht ohne Gegenwehr die letzten drei Tore kriegen, weil das auch etwas mit Respekt zu tun hat", sagte Nagelsmann und betonte angesichts der letzten 15 Minuten: "Die schlechtesten seit langem."

Und jetzt? Große Videoanalysen? Herausfinden, wie Yussuf Poulsen (26) nach dem Spiel so schön sagte, "aus welchen Gründen auch immer, wir nach dem 0:2 zusammengefallen sind"? Das wird wohl kaum komplett möglich sein. 

RB Leipzig: Gladbach, Paris und dann Freiburg warten bereits

Da blieb nur der resignierte Blick zum Tor: Der Treffer von Mason Greenwood (19) zum zwischenzeitlichen 1:0, leitete die RB-Niederlage ein.
Da blieb nur der resignierte Blick zum Tor: Der Treffer von Mason Greenwood (19) zum zwischenzeitlichen 1:0, leitete die RB-Niederlage ein.  © Dave Thompson/AP/dpa

Kaum in Leipzig gelandet, beginnt schon die Kurzvorbereitung für Samstag. Dass das Team von Coach Marco Rose (44) auch nicht gerade im Vorbeigehen zu schlagen ist, weiß man spätestens nach dem spektakulären 2:2 gegen Real Madrid. 

Sollte man auch dort nicht siegreich sein, wird es ganz schwierig: Am Mittwochabend steht schon der nächste Knaller auf dem Programm. 

Gegen Paris gibt es die Revanche für die bittere Halbfinalniederlage der vergangenen Champions-League-Saison. Am Samstag darauf kommen zudem die Freiburger nach Leipzig, um erschöpften Bullen eventuell noch den letzten Zahn zu ziehen.

Klar ist: Sollte die Niederlage gegen Manchester nicht schnellstens aus den Köpfen der Spieler verschwinden, könnte es ein ungemütlicher Herbst werden. Auch letztes Jahr startete RB mit 13 Punkten nach fünf Spieltagen als Tabellenerster, leistete sich dann aber vier Spiele ohne Sieg (zwei Niederlagen) und stürzte auf Platz sechs ab.

Bleibt zu hoffen, dass Nagelsmann in der kurzen Zeit die richtigen Worte findet. Für ihn ist jedenfalls klar: "Wir haben Lehrgeld gezahlt und müssen draus lernen."

Titelfoto: Andrew Yates/CSM via ZUMA Wire/dpa

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