RB Leipzig mit starkem Comeback gegen VfL Wolfsburg! Bullen erkämpfen sich nach 0:2-Rückstand Remis!

Leipzig - Die Bullen bewiesen große Moral! RB Leipzig hat sich im Verfolgerduell am 33. Spieltag der 1. Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg zurückgekämpft und nach einem 0:2-Pausenrückstand noch ein 2:2 geholt. Die Niedersachsen stehen dank des einen Punkts dennoch als vierter deutscher Champions-League-Teilnehmer fest.

Ein Traumtor: Maximilian Philipp (3.v.r.) trifft mit diesem Strahl zum 1:0 für den VfL Wolfsburg in den rechten Winkel.
Ein Traumtor: Maximilian Philipp (3.v.r.) trifft mit diesem Strahl zum 1:0 für den VfL Wolfsburg in den rechten Winkel.  © dpa/Michael Sohn/AP-Pool

Die Wölfe-Tore in der leeren Red Bull Arena erzielte Maximilian Philipp zum 1:0 und 2:0 (11. Minute/45.+1). Für RB trafen Justin Kluivert zum 1:2 (51.) und Marcel Sabitzer per Foulelfmeter zum 2:2 (78.).

RB-Coach Julian Nagelsmann nahm nach der 1:4-Niederlage im DFB-Pokal-Finale gegen Borussia Dortmund satte acht Veränderungen vor. Nur Peter Gulacsi, Lukas Klostermann und Marcel Sabitzer schafften es erneut in die erste Elf.

VfL-Trainer Oliver Glasner stellte nach dem 3:0-Sieg in der Bundesliga gegen den 1. FC Union Berlin hingegen nur auf einer Position um: Yannick Gerhardt spielte für den Dreifachtorschützen vom vergangenen Wochenende, Josip Brekalo (verletzte sich im Abschlusstraining).

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Und seine Mannschaft startete gut in die Partie, denn die ersten beiden Chancen gehörten ihr. Erst scheiterte Philipp mit seinem laschen Abschluss an Gulacsi (5.), dann tauchte Ridle Baku nach Steckpass von Xaver Schlager frei vorm ungarischen Nationalkeeper auf, der herausstürzte und das Tor gut abdeckte, sodass der Flügelflitzer aus spitzem Winkel halbrechter Position und sieben Metern Entfernung knapp am langen Eck vorbeischoss - da hatten die Gastgeber Dusel (6.)!

Der VfL blieb weiter spielbestimmend - und belohnte sich direkt auf wunderschöne Weise: Der gebürtige Sachse Maximilian Arnold passte scharf in die Spitze zu Philipp, der das Leder so annahm, dass es vor ihm aufsetzte. In einer fließenden Bewegung zog er aus 18 Metern zentraler Position mit rechts ab und jagte die Kugel in den rechten Knick - 1:0 für Wolfsburg (11.).

Startelf von RB Leipzig für das Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg

Anfangsformation des VfL Wolfsburg für das Bundesliga-Auswärtsspiel bei RB Leipzig

Maximilian Philipp legt kurz vor der Halbzeitpause für VfL Wolfsburg bei RB Leipzig nach

Maximilian Philipp (2.v.r.) war vor RB-Verteidiger Ibrahima Konate (l.) am Ball und schoss ihn zum 2:0 für den VfL Wolfsburg über die Linie.
Maximilian Philipp (2.v.r.) war vor RB-Verteidiger Ibrahima Konate (l.) am Ball und schoss ihn zum 2:0 für den VfL Wolfsburg über die Linie.  © dpa/Jan Woitas/dpa-Pool

Anschließend zogen sich die Gäste erst einmal zurück und ließen die Bullen kommen, die sich einige Gelegenheiten erspielten, aber trotz durchaus ansehnlicher Kombinationen wieder die Durchschlagskraft vermissen ließen. So köpfte Konrad Laimer vorbei (14.) und auch Yussuf Poulsen verzog (18.).

Eine ganz andere Güteklasse hatten die Möglichkeiten vorm Gulacsi-Gehäuse. Da zog Wout Weghorst wuchtig ab, traf aus 17 Metern jedoch nur den rechten Außenpfosten (25.). Auch ein weiterer Schuss des Stürmers, der im vorläufigen EM-Aufgebot der Niederlande steht, ging knapp vorbei, weil Christopher Nkunku ihn noch entscheidend ablenkte (38.).

Davon abgesehen machte RB unbeirrt weiter Druck und hatte einige bessere Chancen. Erst tauchte Nkunku frei vor VfL-Keeper Koen Casteels auf, scheiterte jedoch an diesem.

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Dann erkämpfte sich Willi Orban im Mittelfeld den Ball und wurde wenig später von Emil Forsberg bedient, hatte aber Pech, weil Kevin Mbabu seinen Schuss in letzter Sekunde zur Ecke abblockte (30.).

Es sollte sich mal wieder rächen, dass Leipzig diese Abschlüsse nicht in ein Tor ummünzen konnte. Baku war auf rechts durch und passte scharf in die Mitte, wo Philipp einlief, den entscheidenden Tick vor Ibrahima Konate am Leder war und es aus sieben Metern in die linke Ecke drückte - 2:0 für Wolfsburg (45.)! Wenige Sekunden später war Pause.

Maximilian Philipp glänzte gegen RB Leipzig mit einem Doppelpack.
Maximilian Philipp glänzte gegen RB Leipzig mit einem Doppelpack.  © Picture Point/Roger Petzsche

Justin Kluivert und Marcel Sabitzer gleichen für RB Leipzig gegen den VfL Wolfsburg aus

Justin Kluivert (l.) erzielt den 1:2-Anschlusstreffer für RB Leipzig.
Justin Kluivert (l.) erzielt den 1:2-Anschlusstreffer für RB Leipzig.  © dpa/Michael Sohn/AP-Pool

Die Roten Bullen kamen dynamisch aus der Kabine und endlich standen Aufwand und Ertrag mal in einem passenden Verhältnis. Kluivert vernaschte Mbabu und auch Casteels nach einem perfekt getimten weiten Schlag von Sabitzer mit einer Körpertäuschung im Strafraum und schoss dann problemlos mit links in die linke Ecke ein - nur noch 1:2 (51.)!

Die Hausherren schnürten Wolfsburg in der Folge ein und hatten noch einige Abschlüsse, von denen aber keiner richtig gefährlich wurde. Die Partie blieb munter, umkämpft und temporeich, was im zweiten Durchgang vor allem an den Gastgebern lag. Die Gäste konnten sich überhaupt nicht mehr aus der Umklammerung befreien.

Obwohl sie viel länger Pause hatten, schwanden bei ihnen ersichtlich die Kräfte, während RB unaufhörlich anrannte. Nachdem der eingewechselte Amadou Haidara im Sechzehner in den Ball grätschte und von Wolfsburgs Paulo Otavio getroffen wurde, gab es erst einmal Freistoß für den VfL. Doch der VAR schaltete sich ein und so entschied Referee Felix Zwayer zu Recht auf Strafstoß für die Bullen (77.). Sabitzer trat an - und verwandelte mit seinem Schuss in die rechte untere Ecke zum 2:2 (78.)!

Auch anschließend spielten nur die Leipziger, während der VfL alles reinwarf, um das Unentschieden mit nach Hause zu nehmen. Das gelang den Gästen, denn es blieb am Ende beim 2:2. Für RB geht es am kommenden Samstag (15.30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel bei Union weiter, während die Wölfe parallel den 1. FSV Mainz 05 empfangen.

Jubel beim Kapitän: Marcel Sabitzer (2.v.l.) und RB Leipzig holten gegen den VfL Wolfsburg einen 0:2-Rückstand auf und kamen noch zu einem 2:2.
Jubel beim Kapitän: Marcel Sabitzer (2.v.l.) und RB Leipzig holten gegen den VfL Wolfsburg einen 0:2-Rückstand auf und kamen noch zu einem 2:2.  © dpa/Michael Sohn/AP-Pool

Titelfoto: dpa/Michael Sohn/AP-Pool

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