RB Leipzig ringt starke Hertha nieder und feiert dank Sabitzer nächsten Sieg!

Leipzig - Duell auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen für RB Leipzig! Die Roten Bullen haben Hertha BSC in 40-minütiger Überzahl niedergerungen und knapp mit 2:1 (1:1) geschlagen. Damit hat die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann 13 Punkte nach fünf Spielen auf dem Konto und grüßt weiter von der Bundesliga-Tabellenspitze.

Jhon Cordoba (r.) bringt Hertha in dieser Szene mit 1:0 in Führung. RB-Keeper Peter Gulacsi hat bei dem platzierten Schuss in die linke untere Ecke keine Chance.
Jhon Cordoba (r.) bringt Hertha in dieser Szene mit 1:0 in Führung. RB-Keeper Peter Gulacsi hat bei dem platzierten Schuss in die linke untere Ecke keine Chance.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Die Tore vor 999 Zuschauern in der Red Bull Arena erzielten Jhon Cordoba zum 1:0 für die Alte Dame (8. Minute) und Dayot Upamecano zum 1:1 für die Roten Bullen (11.). Marcel Sabitzer traf vom Elfmeterpunkt zum 2:1-Endstand für Leipzig (76.).

Zwischenzeitlich hatte Herthas Deyovaisio Zeefuik die Gelb-Rote Karte gesehen (50.). 

Im Spiel selbst ging es direkt munter los. Dabei zeigten sich die Gäste mutig und hatten schon in der ersten Minute den ersten Abschluss durch Dodi Lukebakio, der aber vorbeizielte.

Den ersten Riesen verbuchte jedoch RB. Startelfdebütant Justin Kluivert tauchte frei vor Alexander Schwolow auf, schloss ab, doch der Hertha-Keeper war reaktionsschnell unten und fischte das Leder aus der linken Ecke - eine großartige Parade (7.)!

Auf der Gegenseite zeigten die Berliner bei einem Konter dann, wie es geht. Über Vladimir Darida und Lukebakio landete die Kugel bei Cordoba, der das Spielgerät gar nicht voll traf, aus 15 Metern aber dennoch in die linke untere Ecke einschoss - 1:0 für die Gäste (8.)! 

Leipzig schlug in dieser wilden und spektakulären Anfangsphase aber schnell zurück. Einen Freistoß aus dem linken Halbfeld von Christopher Nkunku köpfte Willi Orban aus wenigen Metern an die Latte, den ersten Abpraller schoss Upamecano dann noch gegen Mitspieler Alexander Sörloth, im Anschluss setzte sich der Abwehrtank aber gegen Herthas Bundesliga-Neuling Omar Alderete durch und wuchtete den Ball aus wenigen Metern hoch in die kurze Ecke ein - 1:1 (11.).

Anfangself von RB Leipzig gegen Hertha BSC

Startformation von Hertha BSC gegen RB Leipzig

Deyovaisio Zeefuik fliegt mit Gelb-Rot vom Platz, Hertha BSC gegen RB Leipzig 40 Minuten in Unterzahl

Dayot Upamecano (weiß-rotes Trikot) überwindet Hertha-Torwart Alexander Schwolow (gelbes Jersey) mit diesem Schuss aus Nahdistanz zum 1:1-Ausgleich.
Dayot Upamecano (weiß-rotes Trikot) überwindet Hertha-Torwart Alexander Schwolow (gelbes Jersey) mit diesem Schuss aus Nahdistanz zum 1:1-Ausgleich.  © Picture Point / Sven Sonntag

Nach diesem Tor beruhigte sich das Geschehen ein wenig, war aber weiterhin intensiv und temporeich, was auch an den Berlinern lag, die mit ihren schnellen und technisch versierten Offensivkräften mitspielten und RB auch defensiv regelmäßig beschäftigten.

Die nächste Chance hatten dennoch die individuell überlegenen und kombinationsstarken Bullen. Emil Forsberg traf das Leder bei seinem 17-Meter-Schuss allerdings nicht voll, weshalb Schwolow ihn im Nachfassen parieren konnte (31.).

In der Folge hatten beide Teams weitere Gelegenheiten, richtig gefährlich wurde es jedoch nicht mehr, weshalb es mit dem gerechtfertigten 1:1-Remis in die Kabinen ging.

Nach der Pause ging es gleich wieder gut los. Nach einer schönen Stafette bediente Darida den Ex-Leipziger Matheus Cunha, der aus spitzem Winkel aber an RB-Keeper Peter Gulacsi scheiterte (48.).

Dann schwächte sich Hertha unnötig selbst. Der erst zur zweiten Halbzeit für Peter Pekarik eingewechselte Zeefuik sah nach zwei Fouls innerhalb von drei Minuten Gelb und dann Gelb-Rot (47./50.). 

Coach Bruno Labbadia fluchte, denn die Berliner mussten nun also 40 Minuten lang in Unterzahl agieren!

Hertha-Keeper Alexander Schwolow (l.) zeigte eine bärenstarke Leistung, konnte die Niederlage gegen RB Leipzig und auch das Tor von Dayot Upamecano (v.r.) aber nicht verhindern.
Hertha-Keeper Alexander Schwolow (l.) zeigte eine bärenstarke Leistung, konnte die Niederlage gegen RB Leipzig und auch das Tor von Dayot Upamecano (v.r.) aber nicht verhindern.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/PICTURE POINT / Roger Petzsche

Marcel Sabitzer bringt RB Leipzig gegen Hertha BSC in Führung

Schiedsrichter Tobias Stieler (r.) schickte Herthas eingewechselten Rechtsverteidiger Deyovaisio Zeefuik (l.) in der 50. Minute mit Gelb-Rot vom Platz.
Schiedsrichter Tobias Stieler (r.) schickte Herthas eingewechselten Rechtsverteidiger Deyovaisio Zeefuik (l.) in der 50. Minute mit Gelb-Rot vom Platz.  © Picture Point / Sven Sonntag

RB übernahm jetzt verstärkt die Spielkontrolle. Alderete musste Nkunku in letzter Sekunde blocken (54.), dazu lenkte Schwolow einen guten Schuss vom eingewechselten Marcel Sabitzer in überragender Manier ab (74.) und parierte auch gegen den ebenfalls neu gekommenen Dani Olmo stark (83.). 

Zudem traf der eingewechselte Yussuf Poulsen nur den Außenpfosten (84.) und Sörloth die Latte (89.).

Dennoch fehlte den Bullen mitunter Tempo, Kreativität und auch ein wenig die Spritzigkeit, weshalb Hertha das Unentschieden lange Zeit gut verteidigen und selbst immer wieder Nadelstiche nach vorne setzen konnte. Die beste Möglichkeit hatte Darida, dessen 18-Meter-Volleyschuss aber knapp über die Latte sauste (72.).

Dann jedoch zahlte sich der immer größer werdende Druck der Hausherren aus. Cordoba foulte Orban, weshalb Schiedsrichter Tobias Stieler Foulelfmeter gab. Diesen verwandelte Sabitzer problemlos in die rechte Ecke zum 2:1 für RB (77.). 

Hertha versuchte es noch einmal, kam aber nicht mehr heran. Völlig übertrieben war Stielers nächste Entscheidung.: Er gab dem neu gekommenen Jessic Ngankam für ein normales, gelbwürdiges Foul glatt Rot (90.+1.)! Nach Ansicht der Videobilder nahm er die Entscheidung aber zurück und gab ihm nur Gelb (90.+4).

RB Leipzig bleibt weiter Bundesliga-Tabellenführer.
RB Leipzig bleibt weiter Bundesliga-Tabellenführer.  © Picture Point / Sven Sonntag

Bei diesem knappen, aber letztlich verdienten Bullen-Erfolg blieb es am Ende. Für RB geht es am kommenden Mittwoch (21 Uhr/DAZN) mit dem Champions-League-Auswärtsspiel bei Manchester United weiter, während Hertha erst am kommenden Sonntag (18 Uhr) wieder ran muss und den VfL Wolfsburg empfängt.

Titelfoto: Picture Point / Sven Sonntag

Mehr zum Thema RB Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0