Nkunku ballert RB Leipzig zum Sieg gegen Leverkusen: Sachsen bleiben Bayerns einziger Verfolger

Leipzig - Topspiel-Sieg für RB Leipzig! Mit einem hart erkämpften 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen Verfolger Bayer 04 Leverkusen schaffte es der Tabellenzweite am Samstagabend, den Rückstand auf den FC Bayern München am 19. Spieltag nicht noch weiter anwachsen zu lassen und den Vorsprung auf die Werkself gleichzeitig auszubauen.

RB Leipzigs Alexander Sörloth (r., hier gegen Edmond Tapsoba) hatte es auch am Samstagabend nicht einfach, leitete aber indirekt das 1:0 ein.
RB Leipzigs Alexander Sörloth (r., hier gegen Edmond Tapsoba) hatte es auch am Samstagabend nicht einfach, leitete aber indirekt das 1:0 ein.  © Picture Point/Roger Petzsche

Nach torloser erster Halbzeit in der leeren Red Bull Arena erzielte Christopher Nkunku in der 51. Minute das Siegtor für die Sachsen.

RB Leipzigs Julian Nagelsmann sorgte für vier Veränderungen nach dem 2:3 beim 1. FSV Mainz 05: Lukas Klostermann, Nordi Mukiele, Kevin Kampl und Nkunku verdrängten Willi Orban, Marcel Halstenberg, Amadou Haidara (alle Bank) und den verletzten Emil Forsberg.

Auch die Werkself verlor zuletzt. Im Vergleich zum 0:1 gegen den VfL Wolfsburg brachte Peter Bosz mit Debütant Timothy Fosu-Mensah, Wendell und Kerem Demirbay drei Neue in die Startelf. Sie ersetzten Lars Bender (verletzt), Nadiem Amiri (Corona) und Lucas Alario (Bank).

Wechsel von Beierlorzer zu RB Leipzig nimmt Form an - Lacroix kein Thema mehr?
RB Leipzig Wechsel von Beierlorzer zu RB Leipzig nimmt Form an - Lacroix kein Thema mehr?

Die Teams gingen sehr rustikal und körperbetont in das Topspiel - immer mit dem Bayern-Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim (4:1) im Hinterkopf und der damit verbundenen Pflicht, den Gegner fast schon schlagen zu müssen.

Den ersten Abschluss verbuchte Leipzigs Nkunku, der aus zehn Metern von links mit viel Schnitt an Fosu-Mensah vorbeischlenzte, allerdings auch am Gehäuse (4.).

Gefährlich wurde es erst wieder in der 13. Minute: Angelino lief auf dem linken Flügel davon, brachte eine präzise Flanke auf Marcel Sabitzer, der noch einen Tanz im Sechzehner hinlegte und sogar abgefälscht zum 1:0 traf - der Österreicher stand zuvor aber im Abseits, das Tor zählte folglich nicht.

RB Leipzigs Startelf in der Bundesliga gegen Bayer 04 Leverkusen

Mannschaftsaufstellung von Bayer 04 Leverkusen im Auswärtsspiel bei RB Leipzig

RB Leipzig dominiert die erste Halbzeit, ohne die Führung zu erzielen

Eine Rudelbildung kurz vor dem Seitenwechsel dürfte für aufgeheizte Stimmung in den Kabinen gesorgt haben.
Eine Rudelbildung kurz vor dem Seitenwechsel dürfte für aufgeheizte Stimmung in den Kabinen gesorgt haben.  © Picture Point/Roger Petzsche

Nach einer guten Viertelstunde griff auch Bayer erstmals etwas ins Geschehen ein, ein Distanzschuss von Florian Wirtz stellte RB-Torhüter Péter Gulácsi in dessen 150. Bundesliga-Spiel aber vor keinerlei Probleme (16.).

Angelino war es, der mit einem Freistoß kurz für Leverkusener Schnappatmung sorgte. Doch die Mauer konnte zur Ecke klären, nach der es am Elfmeterpunkt gefährlich wurde, sich aber kein Abnehmer fand (29.).

Die Leipziger bestimmten das Topspiel über weite Strecken des ersten Durchgangs, ohne aber aus der Überlegenheit auch ernstzunehmende Abschlüsse zu generieren. Bayer 04 hingegen war vor allem bis zu 35. Minute größtenteils mit Abwehrarbeit in der eigenen Hälfte beschäftigt, schaffte erst danach ein paar Befreiungsschläge, ohne selbst zum Schuss zu kommen.

Kurz vor der Halbzeitpause kochten beidseitig die Emotionen nach Zweikämpfen und einer anschließenden Rudelbildung ordentlich hoch, die aber ohne Konsequenzen blieb.

Christopher Nkunku bricht für RB Leipzig den Bann

Französisches Freudentänzchen: Dayot Upamecano (l.) feierte mit Christopher Nkunku über dessen Treffer zum 1:0.
Französisches Freudentänzchen: Dayot Upamecano (l.) feierte mit Christopher Nkunku über dessen Treffer zum 1:0.  © Picture Point/Roger Petzsche

Fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff gab's endlich den Brustlöser für den Gastgeber: Nach einem Flügelwechsel landete der Ball bei Dani Olmo, der zentral an den Strafraum zu Nkunku passte, dessen Direktabnahme zunächst abgeblockt wurde.

Doch der Franzose setzte nach, lupfte das Leder an den Gegenspielern vorbei und traf satt sowie sehenswert zum 1:0 für RB (51.).

Beinahe wäre es sogar noch besser gekommen für die Bullen: Auf Halbrechts kam Sörloth zu einem guten Abschluss, der an den Pfosten flog. Der Abpraller landete direkt bei Olmo, dessen Abstauber aber der herausragend parierende Lukas Hradecky entschärfte (62.).

In der Folge egalisierten sich die Champions-League-Anwärter, Leverkusen legte mit offensiven Wechseln alles in die Waagschale, die allerdings keinen Ertrag mehr brachten.

Auch nicht in der 88. Minute, als der eingewechselte Alario gleich doppelt das 1:1 auf Fuß und Kopf hatte, Vorlagengeber Karim Bellarabi aber im Abseits stand - Glück für RB, die das 1:0 über die Zeit brachten.

Für beide Klubs geht es in die nächste Englische Woche. Im DFB-Pokal-Achtelfinale gastiert Leverkusen am Dienstag (18.30 Uhr/Sky) bei Regionalligist Rot-Weiß Essen, Leipzig hat am Mittwoch (18.30 Uhr/Sky) gegen Zweitligist VfL Bochum Heimrecht.

Durch Nkunkus Siegtreffer bleibt RB dem FC Bayern München auf den Fersen.
Durch Nkunkus Siegtreffer bleibt RB dem FC Bayern München auf den Fersen.  © Picture Point/Roger Petzsche

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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