RB Leipzig bezwingt Angstgegner SC Freiburg deutlich und schnappt sich Platz 1

Freiburg - Neuer Tabellenführer in der Bundesliga! RB Leipzig hat durch einen verdient-deutlichen 3:0 (1:0)-Sieg am Samstagnachmittag bei Angstgegner SC Freiburg den sechsten Dreier hintereinander eingefahren und damit den FC Bayern München vor dessen Topduell gegen Borussia Dortmund vorerst von Platz 1 verdrängt.

Stürmer Ermedin Demirovic, der drei Jahre in der Jugend von RB Leipzig verbrachte, stand beim SC Freiburg wieder in der Startelf.
Stürmer Ermedin Demirovic, der drei Jahre in der Jugend von RB Leipzig verbrachte, stand beim SC Freiburg wieder in der Startelf.  © Picture Point/Roger Petzsche

Christopher Nkunku belohnte engagierte Leipziger im leeren Schwarzwaldstadion mit seinem 1:0 (41. Minute), Alexander Sörloth (2:0/64.) und Emil Forsberg (3:0/79.) legten in der zweiten Halbzeit nach.

Julian Nagelsmann veränderte seine Startelf nach dem 2:0-Erfolg im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den VfL Wolfsburg an zwei Stellen: Amadou Haidara und Sörloth verdrängten Willi Orban (Handbruch) und Justin Kluivert (Bank).

"Never change a winning team", dachte sich Freiburgs langjähriger Trainer Christian Streich und schickte die identische Mannschaft wie beim 2:1-Sieg bei Bayer 04 Leverkusen aufs Feld.

Die Breisgauer machten den Gästen das Leben vom Anpfiff weg erwartungsgemäß schwer.

Den Freiburg-Fluch - man verlor die letzten drei Auswärtsspiele allesamt - wollte RB endlich besiegen, hatte aber einen körperlich und geistig frischen Konkurrenten vor der Brust, der unter der Woche kein Pokalspiel zu absolvieren hatte.

Bei strahlendem Sonnenschein kamen beidseitig herzlich wenige Torraumszenen zustande. Bis zur 20. Minute verbuchten nur die Leipziger einen Abschluss.

Erste Elf des SC Freiburg gegen RB Leipzig

RB Leipzigs Aufstellung beim SC Freiburg

Ereignisarme Partie wird durch SC Freiburgs Abwehrfehler und RB Leipzigs Tor aufgelockert

Christopher Nkunku erzielte beim SC Freiburg seinen sechsten Ligatreffer und ist jetzt Top-Torschütze der Roten Bullen.
Christopher Nkunku erzielte beim SC Freiburg seinen sechsten Ligatreffer und ist jetzt Top-Torschütze der Roten Bullen.  © Picture Point/Roger Petzsche

Der Streich-Truppe war absolut anzumerken, dass sie nichts zu verlieren hat. Mit Platz sieben und den Europa-League-Rängen vor den Augen liegt der gefestigte Sportclub absolut im Soll und wird die restliche Saison wohl ohne Abstiegssorgen beenden können.

In Sachen Torgefahr passierte weiterhin lange, lange Zeit nichts.

Sörloth, der von Nagelsmann in die Startelf geschoben wurde, um ebenso gute Akzente zu setzen wie jüngst, trieb den Ball Mitte der ersten Hälfte nach Ballgewinn nach vorn, fand letztlich aber keine Anspielstation, zog knapp im Sechzehner von halblinks ab, Keeper Florian Müller packte aber im Nachfassen zu (22.).

Mit fortschreitender Dauer der Begegnung wuchs auch die sächsische Dominanz. Viel spielte sich in der Freiburger Hälfte ab, doch zunächst wollte keine Flanke einen Abnehmer finden und auch die flachen Vorlagen kamen nicht an.

Es war eine Ungenauigkeit in der Hintermannschaft der Hausherren, die zum ersten Treffer führte: Müller passte flach hinten raus, Kevin Kampl störte Baptiste Santamaria, dessen Rückgabe im Strafraum bei Yussuf Poulsen landete. Der Däne hatte die Zeit, noch quer zu Nebenmann Nkunku zu legen, der wiederum mühelos einschob - 1:0 RB (41.).

Drei der Matchwinner in einem Bild: Die beiden Torschützen Christopher Nkunku (l.) und Alexander Sörloth (r.) mit 1:0-Assistgeber Yussuf Poulsen.
Drei der Matchwinner in einem Bild: Die beiden Torschützen Christopher Nkunku (l.) und Alexander Sörloth (r.) mit 1:0-Assistgeber Yussuf Poulsen.  © Picture Point/Roger Petzsche

Sportclub kommt mit Schwung aus der Kabine - Alexander Sörloth und Emil Forsberg schlagen aber zu!

Nach dem klaren 3:0-Erfolg bei Angstgegner SC Freiburg stehen die Sachsen weiter auf der Sonnenseite der Fußball-Bundesliga.
Nach dem klaren 3:0-Erfolg bei Angstgegner SC Freiburg stehen die Sachsen weiter auf der Sonnenseite der Fußball-Bundesliga.  © Picture Point/Roger Petzsche

Der SCF ging deutlich offensiver in den zweiten Durchgang, hatte nach dem Rückstand aber auch nichts mehr zu verlieren.

Dennoch schlugen die Roten Bullen ein zweites Mal zu! Höler legte sich das Spielgerät am Mittelkreis zu weit vor, Kampl kam in die Quere, steckte wunderbar durch zu Nkunku. Der Franzose umkurvte erst Torhüter Müller und ließ die Kugel dann uneigennützig für Sörloth liegen, der easy einschob - 2:0 RB (64.)!

Acht Minuten später hatte der eingewechselte Hee-chan Hwang sogar noch das dritte Tor auf dem Fuß, seine Tanzeinlage klärte Müller aber letztlich zur Ecke (72.).

Apropos das Dritte, es kam! Freiburgs Defensive schaute beeindruckt zu, wie Kampl zu Sörloth in die Box steckte, der Norweger drehte sich, legte auf und Joker Emil Forsberg traf platziert - 3:0 (79.). Sörloths fünfte Torbeteiligung in den letzten drei Pflichtspielen! Das war's!

Die Bullen profitierten außerdem von Wolfsburgs Ausrutscher bei der TSG 1899 Hoffenheim (1:2) und liegen nun schon acht Punkte vor den drittplatzierten Wölfen.

Während die Freiburger jetzt bis zum Ligaspiel beim 1. FSV Mainz 05 nächsten Samstag (15.30 Uhr/Sky) regenerieren können, geht es für RB schon am Mittwoch (21 Uhr/Sky) nach Budapest zum Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den FC Liverpool.

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Roger Petzsche

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