RB Leipzig stellt sich neu auf: Wer wird neuer Trainer des Vizemeisters?

Aktualisiert am 6. Dezember, 15 Uhr

Leipzig - Die ruhige Weihnachtszeit fällt dieses Jahr bei RB Leipzig aus! Nach der Entlassung von Jesse Marsch (48) am Wochenende kommt auf Klub-Boss Oliver Mintzlaff (46) ein Berg an Arbeit zu. Dabei hätte alles so schön laufen können.

Jesse Marsch (48,r.) ist nicht mehr länger Trainer von RB Leipzig. Achim Beierlorzer (54) übernimmt vermutlich bis zum Jahreswechsel die Position.
Jesse Marsch (48,r.) ist nicht mehr länger Trainer von RB Leipzig. Achim Beierlorzer (54) übernimmt vermutlich bis zum Jahreswechsel die Position.  © Picture Point / Gabor Krieg

Denn immerhin schien die Wahl des US-Amerikaners als Nachfolger von Julian Nagelsmann (34) nur logisch. Bei Schwesterverein Red Bull Salzburg hatte Marsch sehr gute Arbeit geleistet.

Willi Orban (29) sagte zu Beginn der Saison auch wegen der überschwänglich motivierenden Art des 48-Jährigen, dass er ein Trainer sei, für den man durchs Feuer gehe. Doch scheinbar sahen das nicht alle Spieler so.

"Es ist schade, dass es in dieser Konstellation nicht wie erhofft geklappt hat und dieser Schritt nun notwendig wurde, weil leider die gewünschte Entwicklung und somit auch die notwendigen Ergebnisse für unsere Saisonziele ausgeblieben sind", sagte Mintzlaff nach der Trennung.

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Marsch selbst ergänzte: "Bis zuletzt hatte ich die Hoffnung, dass wir nach einem unruhigen Start in die Saison und wechselhaften Auftritten als Gruppe zu mehr Geschlossenheit und Stabilität finden und das sprichwörtliche Ruder herumreißen. Leider haben wir das nicht geschafft."

Achim Beierlorzer (54) soll nun voraussichtlich bis zum Jahreswechsel das Ruder interimsmässig übernehmen. Danach gehen die Roten Bullen womöglich mit völlig neuer sportlicher Führung auf Aufholjagd. Nicht nur ein neuer Trainer soll bis dahin installiert sein, sondern auch die seit Monaten unbesetzte Stelle des Sportdirektors soll endlich besetzt werden.

RB Leipzig auf Trainersuche: Das sind die Kandidaten

Edin Terzic (39) steht bei den Anhängern der Roten Bullen hoch im Kurs. Die erfolgreiche Zeit als Trainer von Borussia Dortmund hat Eindruck gemacht.
Edin Terzic (39) steht bei den Anhängern der Roten Bullen hoch im Kurs. Die erfolgreiche Zeit als Trainer von Borussia Dortmund hat Eindruck gemacht.  © PICTURE POINT / Roger Petzsche / Pool

Während Mintzlaff um die Sportdirektor-Position ein großes Geheimnis macht, wird unterdessen wild spekuliert, wer Marsch auf der Trainerbank beerbt.

Laut Informationen des "Kicker" war Roger Schmidt (54) wohl die Wunschlösung der Vereinsführung der Sachsen. Der ehemalige Leverkusen-Coach kennt die RB-DNA, trainierte zwei Jahre lang die österreichischen Bullen. Wie aber bereits am Montag bekannt wurde, will Schmidt seinen bis Saisonende datierten Vertrag bei der PSV Eindhoven erfüllen und ist damit raus.

Zumindest formell einfacher wäre da schon Edin Terzic (39) zu bekommen, der gerade bei den Leipziger Anhängern als neuer Mannschaftsleiter hoch im Kurs steht. Aktuell ist der 39-Jährige noch als technischer Direktor bei Ligakonkurrent Borussia Dortmund tätig und hofft wohl, irgendwann wieder als Trainer bei den Schwarz-Gelben eingesetzt werden zu können.

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Wie die "Bild" berichtet, wäre aber auch der ehemalige FC Erzgebirge Aue- und FC Schalke 04-Coach Domenico Tedesco (36) bei den Sachsen im Gespräch. Der 36-Jährige ist aktuell vereinslos, wagte zuletzt einen Ausflug nach Russland als Trainer von Spartak Moskau.

Weiterhin soll intern der Name Bo Svensson (42) gefallen sein. Der Trainer des 1. FSV Mainz 05 hat allerdings noch ein Arbeitspapier bis 2025 und sollte deshalb wohl schwer zu bekommen sein.

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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