RB Leipzig lässt gegen Köln beste Chancen liegen und verpasst nächsten Heimsieg

Leipzig - Kein Heimsieg, kein Weihnachtsmeister! RB Leipzig hat am 13. Bundesliga-Spieltag gegen den 1. FC Köln trotz allerbester Möglichkeiten nur ein 0:0 erreicht und die Chance verpasst, als Spitzenreiter ins neue Jahr zu gehen.

Kölns Torhüter Timo Horn (r., hier gegen Willi Orban) war in der ersten Halbzeit mehrfach gefordert, leistete sich aber auch Wackler.
Kölns Torhüter Timo Horn (r., hier gegen Willi Orban) war in der ersten Halbzeit mehrfach gefordert, leistete sich aber auch Wackler.  © Picture Point/Roger Petzsche

Im Vergleich zum knappen 1:0-Erfolg bei der TSG 1899 Hoffenheim unter der Woche wechselte RB-Trainer Julian Nagelsmann auf drei Stellen: Marcel Halstenberg, Tyler Adams und Amadou Haidara kamen für Ibrahima Konaté (nicht im Kader), Dani Olmo und Emil Forsberg (beide Bank).

Sogar einmal mehr nach dem 0:4 gegen Bayer 04 Leverkusen tauschte Effzeh-Coach Markus Gisdol: Es begannen Noah Katterbach, Jorge Meré, Dominick Drexler und Ondrej Duda für Jannes Horn (Bank), Sava-Arangel Cestic, Ismail Jakobs und Sebastian Andersson (alle nicht im Kader).

Es ging gleich mal ordentlich zielstrebig nach vorn aufseiten der Leipziger: Nach schlampigem Abschlag von FC-Keeper Timo Horn fing Angelino den Ball ab, passte auf Yussuf Poulsen, der mitgelaufene Marcel Sabitzer legte im Strafraum rüber zum freien Haidara, der einschob. Allerdings stand Sabitzer im Abseits, Tor zählte nicht (2.).

Dass die in Gelb aufgelaufenen Kölner acht ihrer zehn Punkte auf fremdem Geläuf holten und sich bisher auswärts wohler fühlten, sah man in der Anfangsphase kaum.

Startelf von RB Leipzig gegen den 1. FC Köln

So ging der 1. FC Köln gegen RB Leipzig ins Match

RB Leipzig hat das Spiel im Griff, Effzeh hält den Kasten aber sauber

Angelino (l.) vergab gleich zwei riesige Chancen in den ersten 45 Minuten.
Angelino (l.) vergab gleich zwei riesige Chancen in den ersten 45 Minuten.  © Picture Point/Roger Petzsche

Im Leipziger Spielaufbau standen die Gäste mit Mann und Maus in der eigenen Hälfte, minimierten die Anspielmöglichkeiten für den Gegner, konnten bei Ballgewinn aber selten nach vorn durchpreschen.

Ab der 25. Minute gelang es den Bullen, wieder mehr Gefahr nach vorn auszustrahlen und die Kölner Defensive zu fordern.

Kevin Kampl zunächst mit einer Flanke vom rechten Flügel in den Rückraum, dort schlug Ellyes Skhiri über den Ball, Haidara kam aus halbrechter Position zum Abschluss, traf aber nur das Außennetz (26.).

Anschließend war wieder Haidara mittendrin, der in der gegnerischen Hälfte einen Ball an der Seitenauslinie gewann, ihn direkt reinflankte. Horn wehrte ganz unglücklich in die Mitte ab, wo Angelino sofort abzog, doch Meré warf sich noch rein und ließ die Kugel über die Latte fliegen (33.).

Die letzte große Leipziger Chance hatte wieder Angelino, der halblinks wunderbar von Kampl bedient wurde und noch ein paar Schritte ging. Torhüter Horn verkürzte den Winkel aber gekonnt und wehrte so den Schuss ab (36.).

Das Gisdol-Team hatte wie aus heiterem Himmel aber noch ein dickes Ding in petto: Nach Flanke von der linken Seite ließ Dayot Upamecano das Spielgerät überraschend durch und Drexler schoss etwas überrumpelt in der Bewegung deutlich neben den Kasten (39.).

Yussuf Poulsen (M., hier gegen Kölns Sebastiaan Bornauw) kam offensiv nicht zur Entfaltung, wurde in der Pause durch Emil Forsberg ersetzt.
Yussuf Poulsen (M., hier gegen Kölns Sebastiaan Bornauw) kam offensiv nicht zur Entfaltung, wurde in der Pause durch Emil Forsberg ersetzt.  © Picture Point/Gabor Krieg

Auch Kevin Kampl und Willi Orban fehlt das Zielwasser

Auch Leipzigs Emil Forsberg (M.) vergab eine gute Schusschance.
Auch Leipzigs Emil Forsberg (M.) vergab eine gute Schusschance.  © Picture Point/Roger Petzsche

Beflügelt von zwei Auswärtssiegen hintereinander machten die Geißböcke den Bullen das Leben auch zu Beginn des zweiten Abschnitts schwer.

Die Offensivaktionen gehörten aber weiterhin den Hausherren, die durch den für Poulsen eingewechselten Emil Forsberg in der 56. Minute zu einem guten Abschluss kamen, der nach abermaliger Angelino-Vorlage jedoch vorbeischoss.

Zehn Minuten später folgte eine wunderbare Leipziger Kombination, an deren Ende Nordi Mukiele im Sechzehner quer auf Kampl legte, der per Direktabnahme aber drüberzielte (66.).

Anschließend vergaben auch Olmo per Schlenzer von der Strafraumkante (70.) und Willi Orban mit dem Kopf nach einer Ecke (72.).

Mit fortwährender Zeit wurde RB immer überlegener, verpasste aber das Siegtor und damit auch den zehnten Heimsieg im zehnten Pflichtspiel. Der Champions-League-Achtelfinalist vergab damit auch die Möglichkeit, als Weihnachtsmeister ins neue Jahr zu gehen.

Für beide Mannschaften geht es im letzten Pflichtspiel des Jahres jeweils am Dienstag (18.30 Uhr/Sky) im DFB-Pokal um den Einzug ins Achtelfinale. Leipzig muss zum FC Augsburg, Köln hat gegen Zweitligist VfL Osnabrück Heimrecht.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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