RB Leipzig trotz Forsberg-Traumtor nur mit Remis: "Nervt mich natürlich!"

Leverkusen - Ein Unentschieden der besseren Art war dieses 1:1, mit dem sich RB Leipzig am Samstag im Auswärtsspiel von Bayer 04 Leverkusen trennte (TAG24 berichtete). Trotz eines tollen Treffers nach einer starken Einzelaktion von Emil Forsberg (28) waren weder der Schwede noch sein Coach so richtig zufrieden.  

Da schlägt's hinter beziehungsweise über Leverkusen-Schlussmann Lukas Hradecky ein.
Da schlägt's hinter beziehungsweise über Leverkusen-Schlussmann Lukas Hradecky ein.  © Picture Point/Roger Petzsche

Ähnlich wie sein Kollege Peter Bosz (56) sah auch RB-Trainer Julian Nagelsmann (33) ein temporeiches Top-Spiel. Bosz erklärte entsprechend: "Mir hat es Spaß gemacht, von der Bank zuzuschauen."

Die 20 Feldspieler sorgten tatsächlich dafür, dass zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkam. Es ging phasenweise hin und her, lange Bällen flogen auf beiden Seiten in Richtung der Torhüter. 

Letztlich waren es aber zwei Sonntagsschüsse, die einschlugen.

Leipzigs Forsberg durfte als Erster, ließ Lars Bender mit einer Körpertäuschung stehen und traf aus spitzem Winkel mit einem harten Schuss unter die Querlatte zur Führung für die Gäste. Kerem Demirbay erzielte mit einer Bogenlampe in die Tormitte kurz danach den Ausgleich. 

"Die ersten zehn, 15 Minuten waren gut von uns, aber dann hatten wir keinen Zugriff, kaum Ballbesitz, waren zu tief", analysierte Forsberg bei Sky. "Das war kein richtig gutes Spiel von uns."

Vor allem nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Yussuf Poulsen (26), der Forsbergs Treffer vorbereitet und bei Antritten über Schmerzen im Adduktorenbereich geklagt hatte, ging bei den Sachsen nur noch wenig zusammen. Joker Alexander Sörloth (24) konnte den Verlust eher quantitativ als qualitativ auffangen.

Julian Nagelsmann verspricht besseren Alexander Sörloth im Match gegen FC Schalke 04

Die Führung durch Emil Forsberg (3.v.l.) hielt nur wenige Minuten.
Die Führung durch Emil Forsberg (3.v.l.) hielt nur wenige Minuten.  © Picture Point/Roger Petzsche

Forsberg fehlten die Ideen im Aufbauspiel. "Wir wussten vor dem Spiel, dass sie richtig gut sind, aber wir müssen das trotzdem besser machen."

Dass er seiner Mannschaft mit dem Treffer helfen konnte, freute den schwedischen Nationalspieler zwar. Dass dieser aber nur zu einem Punkt gereicht hat, "das nervt mich natürlich."

Bevor es in einen ausgeglichenen zweiten Durchgang ging, musste Coach Nagelsmann in der ersten Halbzeit noch "ein paar Mal bange auf die Anzeigetafel" schauen. Er habe dann gemerkt, "dass die Uhr in Leverkusen auch nicht schneller läuft als bei uns". Sein Team rettete das Remis aber in die Halbzeit und letztlich auch über die 90 Minuten. 

Sowohl die beiden Sommer-Neuzugänge Sörloth und Hee-chan Hwang (24) als auch der ebenfalls eingewechselte Christopher Nkunku (22) konnten offensiv keine Bäume ausreißen, was natürlich auch an einem defensiv gut postierten und in Zweikämpfen aggressiven Gegner lag. 

Gegen den FC Schalke 04 am kommenden Samstag (18.30 Uhr/Sky) ist sich Nagelsmann sicher, einen besseren Sörloth aufbieten zu können. "Er wird definitiv noch Schritte gehen, wenn er trainiert."

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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