RB Leipzig und die Begeisterung über die Babelsberg-Stimmung: "Wirklich geil!"

Potsdam/Leipzig - Das hat Nerven gekostet! Mit einem mühevollen, wenn auch verdienten 1:0-Zittersieg im DFB-Pokal beim krassen Außenseiter SV Babelsberg 03 hat RB Leipzig das Achtelfinale erreicht. Am meisten beeindruckt war Coach Jesse Marsch (47) - verständlicherweise - nicht vom Spiel selbst.

So wurde die Partie aus dem Fanblock eröffnet.
So wurde die Partie aus dem Fanblock eröffnet.  © Picture Point/Roger Petzsche

675 RB-Fans, die sich auf die nur rund 150 Kilometer lange Reise in den Potsdamer Stadtteil Babelsberg gemacht hatten, mussten bis zum Schlusspfiff um den Einzug in die Runde der letzten 16 Teams zittern.

23:2 Torschüsse zugunsten der Sachsen sprechen eine deutliche Sprache. Dreimal mehr Pässe als der Gegner auch. Und auch beim Ballbesitz (73 Prozent) lag der Vorjahresfinalist klar vorn.

Die Anzeigetafel zeigte jedoch 44 Minuten lang zwei Nullen. Dies konnte nur Dominik Szoboszlai mit seinem Siegtreffer kurz vor der Halbzeit ändern. Ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk für ihn persönlich nach seinem 21. Ehrentag am Montag.

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"Mein Ziel war es heute, mein Bestes zu geben. Ich bin froh, dass wir eine Runde weiter sind", sagte der ungarische Nationalspieler. "Babelsberg hat hart gekämpft und auch so verteidigt. Kompliment an die Leistung des SVB."

Sein Team habe er in der ersten Hälfte "richtig gut" gesehen. "Das müssen wir mitnehmen und unser Spiel durchziehen - egal, wie es steht!"

Kurz danach stieg Rauch empor...
Kurz danach stieg Rauch empor...  © Picture Point/Roger Petzsche
... gefolgt von Bengalos, die leider auch teilweise auf dem Rasen landeten.
... gefolgt von Bengalos, die leider auch teilweise auf dem Rasen landeten.  © Picture Point/Roger Petzsche

RB Leipzigs Trainer Jesse Marsch: "Ich war wirklich begeistert von der Stimmung!"

Erhobenen Hauptes verabschiedete sich der SV Babelsberg 03 aus dem DFB-Pokal.
Erhobenen Hauptes verabschiedete sich der SV Babelsberg 03 aus dem DFB-Pokal.  © Picture Point/Roger Petzsche

Zufrieden sein konnte Trainer Jesse Marsch natürlich über die 90-minütige Dominanz, die man von einem Champions-League-Starter gegen einen viertklassigen Regionalligisten aber auch erwarten darf.

Doch besonders ins Gedächtnis gebrannt hat ihn die Atmosphäre im mit 6000 Zuschauern ausverkauften Karl-Liebknecht-Stadion, in dem allerdings auch verbotenerweise Pyrotechnik gezündet wurde.

"Ich war wirklich begeistert von der Stimmung hier in Babelsberg. Von der Stimmung der Heimfans, aber auch unserer RBL-Fans", so der US-Amerikaner. "Ich finde es wirklich geil, was wir für Erfahrungen im Fußball machen."

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Die Achtelfinal-Auslosung findet am kommenden Sonntag ab 18.30 Uhr in der ARD statt. Bereits am Samstag (18.30 Uhr/Sky) trifft RB in der Bundesliga auswärts auf Eintracht Frankfurt.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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