Ausgerechnet Leihgabe Wolf fügt RB Leipzig erste Pleite gegen Gladbach zu!

Mönchengladbach - Ein torlos gebliebener Leipziger zieht den Bullen den Zahn! Ausgerechnet RB-Leihgabe Hannes Wolf hat im Bundesliga-Topspiel am Samstagabend für den 1:0 (0:0)-Sieg für Borussia Mönchengladbach gegen RB Leipzig gesorgt, das die Tabellenführung nach der ersten Niederlage damit abgeben mussten.  

Leipzigs Startelf-Debütant Lazar Samardzic (l.) und Alexander Sörloth (r.) versuchen, Jonas Hofmann zu stoppen.
Leipzigs Startelf-Debütant Lazar Samardzic (l.) und Alexander Sörloth (r.) versuchen, Jonas Hofmann zu stoppen.  © Picture Point/Roger Petzsche

Wolf erzielte in der 60. Minute das goldene 1:0 für die Fohlenelf, die bis auf zwei Punkte an die Sachsen heranrückte. 

Der gebürtige Leipziger Marco Rose brachte nach dem Champions-League-Remis gegen Real Madrid (2:2) Patrick Herrmann, die RB-Leihgabe Hannes Wolf und Breel Embolo für Christoph Kramer, Lars Stindl und Marcus Thuram (alle Bank). 

Gleich viermal wechselte Bullen-Coach Julian Nagelsmann nach dem bitterbösen 0:5 bei Manchester United: Willi Orban, Marcel Sabitzer, Startelf-Debütant Lazar Samardzic und Alexander Sörloth ersetzten Marcel Halstenberg (muskuläre Probleme), Ibrahima Konaté, Emil Forsberg und Christopher Nkunku (alle Bank). 

Leipzigs skandinavische Doppelspitze verbuchte kurz nach Spielbeginn den ersten Abschluss für die Statistik. Nach Sörloths Ablage jagte Yussuf Poulsen den Ball aber weit am Ziel vorbei (2.). 

Da durchs Zentrum zunächst kein Durchkommen war, wurden auf beiden Seiten vor allem über die offensiven Außenverteidiger immer wieder Angriffe initiiert. 

Ein solcher führte auch zur bis dato größten Chance für die Gäste: Auf dem rechten Flügel ging es über Benjamin Henrichs zu Poulsen, der Sörloth mit einem langen Pass schickte, sich gleichzeitig aber auf den Weg ins Zentrum machte, von Sörloth auch bedient wurde, mit einem Außenristschuss aus elf Metern aber nicht an Yann Sommers Hand vorbeikam, der zur Ecke klärte (10.). 

Startelf von Borussia Mönchengladbach gegen RB Leipzig

RB Leipzigs Mannschaftsaufstellung gegen Borussia Mönchengladbach

RB Leipzig gehört die erste, unspektakuläre Halbzeit

Leipzigs Alexander Sörloth (M., hier gegen Matthias Ginter) brachte keinen ordentlichen Abschluss zustande.
Leipzigs Alexander Sörloth (M., hier gegen Matthias Ginter) brachte keinen ordentlichen Abschluss zustande.  © Picture Point/Roger Petzsche

Auch die nächste Fast-Chance gehörte den Sachsen: Sörloth tankte sich halbrechts gegen Nico Elvedi durch, gab flach nach innen, wo Poulsen aber bedrängt am Ball vorbeirutschte (23.). 

Die beiden Abwehrreihen konnten sich immer wieder auszeichnen, das Match war von viel Taktik geprägt, die Offensivstrategie der in einem schwarzen Sondertrikot kickenden Fohlen ging aber erstmal nicht auf. 

Lediglich Leihgabe Wolf kam in der 26. Minute einem Abschluss mal nahe, doch der hinten aushelfende Sabitzer machte ihm einen Strich durch die Rechnung. 

Der im linken Mittelfeld agierende 18-jährige Samardzic spulte im ersten Durchgang eine ordentliche Leistung ab, konnte mehrfach unbedachte Querschläger abfangen und Angriffe einleiten. 

RB Leipzig musste kurz vor dem Seitenwechsel noch eine eine kurze Schrecksekunde verkraften, als Alassane Pléa die Kugel versenkte. Doch bei Herrmanns Kopfballverlängerung stand der Franzose im Abseits (44.). 

Ausgerechnet Hannes Wolf schießt Mönchengladbach zum Dreier gegen die Roten Bullen

Die Gladbacher Führung: RB-Leihgabe Hannes Wolf (2.v.l.) schlenzt den Ball nach einer Stunde zum 1:0 in die Maschen.
Die Gladbacher Führung: RB-Leihgabe Hannes Wolf (2.v.l.) schlenzt den Ball nach einer Stunde zum 1:0 in die Maschen.  © Martin Meissner/POOL AP/dpa

Einen Wechsel gab es zur zweiten Hälfte: Auf Gladbacher Seite ersetzte Oscar Wendt Elvedi. 

Auf dem Weg nach vorn unterlief Spieleröffner Dayot Upamecano direkt ein haarsträubender Fehlpass, den Hofmann abfing, nach links auf Pléa passte, dessen flaches Schüsschen im Sechzehner noch durch Orbans Beine, aber nicht an Péter Gulácsi vorbei ging (48.). 

Nach einer Stunde klappte es endlich mal mit dem Einnetzen - für die Gastgeber! Ramy Bensebaini bediente den auffälligen Pléa auf dem linken Flügel, der zu Herrmann im Zentrum passte. 

Der legte kurz auf für Wolf, der unter Bedrängnis mit einem halbhohen Schuss zum 1:0 für die Fohlen schlenzte (60.). 

Nicht viel später hätte Marcel Sabitzer beinahe wieder auf Remis gestellt, doch seine Direktabnahme nach verkorkstem Gladbacher Klärungsversuch setzte er Zentimeter neben den linken Pfosten (66.). 

Leipzigs erste Pleite gegen Gladbach überhaupt und die zweite innerhalb von vier Tagen

Hannes Wolf (l.) erzielte den 1:0-Siegtreffer gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber RB Leipzig.
Hannes Wolf (l.) erzielte den 1:0-Siegtreffer gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber RB Leipzig.  © Picture Point/Roger Petzsche

Nach einem Leipziger Dreifach-Wechsel war es wieder Pléa, der im Gegenzug nach wunderbarer Vorarbeit von Stefan Lainer nur das Lattenkreuz traf (67.).

Das Rose-Team war im Anschluss durchaus anfällig und fahrlässig in der Rückwärtsarbeit, doch die Abwehr und Keeper Sommer hielten ihren Kasten sauber.

Für RB ist die Pleite dreifach bitter: Es ist die erste in der laufenden Bundesliga-Spielzeit, die gleichzeitig zum Verlust der Spitzenposition führt. Und es ist auch die erste überhaupt gegen die Borussia im neunten Duell.

Schon am Dienstag (18.55 Uhr/DAZN) geht es für die Gladbacher in der Königsklasse auswärts gegen Schachtjor Donezk weiter. Am Mittwoch (21 Uhr/DAZN) haben die Bullen in der Neuauflage des Vorjahres-Halbfinals den FC Paris Saint-Germain zu Gast. 

Titelfoto: Martin Meissner/POOL AP/dpa

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