RB Leipzig verspielt in Köln letzte Meisterchance: Und wieder hapert die Verwertung

Köln - Die Wahrscheinlichkeit war vor dem Spiel gering, nun ist auch sie verspielt: Mit ihrer Niederlage beim 1. FC Köln machte RB Leipzig am Dienstagabend (1:2) den Weg wohl endgültig für eine weitere Bundesliga-Meisterschaft des FC Bayern München frei. Zumindest Trainer Julian Nagelsmann (33) scheint damit bereits seinen Frieden gefunden zu haben.

Während des Spiels hatte er noch wütend am Seitenrand gestikuliert, kurz darauf schon seinen Frieden gefunden: Für RB-Coach Julian Nagelsmann (33) ging am Dienstagabend wohl auch die letzte Hoffnung auf einen Meistertitel in dieser Saison verloren.
Während des Spiels hatte er noch wütend am Seitenrand gestikuliert, kurz darauf schon seinen Frieden gefunden: Für RB-Coach Julian Nagelsmann (33) ging am Dienstagabend wohl auch die letzte Hoffnung auf einen Meistertitel in dieser Saison verloren.  © Rolf Vennenbernd/dpa pool/dpa

"Das ist heute nicht der mega Punkt, über den ich mich ärgere", erklärte der Coach der Roten Bullen im Anschluss an das Spiel in Köln.

Das wartete mit einer ordentlichen Überraschung auf, denn ausgerechnet die abstiegsbedrohten Kölner sollten es sein, die RB Leipzig mit einem 2:1 wohl auch die letzte Hoffnung auf die Meisterschaft nahmen. Allen voran: Jonas Hector (30), der gleich beide Tore für den Tabellenvorletzten lieferte (46., 60.). Amadou Haidara (23) konnte zwischenzeitlich zwischenzeitlich zwar ausgleichen (59.), für mehr sollte es bei den Leipzigern allerdings nicht reichen.

Und so verflog sie, die wahrscheinlich letzte, theoretische Chance auf die Meisterschaft. Noch bevor RB am Sonntag gegen den VfB Stuttgart (15.30 Uhr/Sky) wieder auf den Platz geht, könnten die Bayern den Titel in der Hand halten. Noch-Trainer Hansi Flick (56) hatte bereits nach dem Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen (2:0) am Dienstagabend angekündigt, den Sack nun so schnell wie möglich zu zu machen.

RB-Coach Nagelsmann zufolge war die Wahrscheinlichkeit für einen Titelgewinn schon vor der Pleite "nicht mehr sehr groß", wie er noch am Abend sagte. "Ich ärgere mich mehr darüber, dass wir nicht gewonnen haben, als darüber, dass wir nicht Meister werden."

Und wieder war die Chancenverwertung das Problem

Zeigte sich auch gegen den 1. FC Köln wieder von seiner besten Seite: Alexander Sörloth.
Zeigte sich auch gegen den 1. FC Köln wieder von seiner besten Seite: Alexander Sörloth.  © Rolf Vennenbernd/dpa pool/dpa

Am Ende steht wieder die Frage, ob die Sachsen noch nicht reif für die Meisterschaft sind.

Wie bereits zuvor gegen die TSG Hoffenheim (0:0) war Leipzig auch diesmal die bessere Mannschaft, zumindest laut der Statistik. Allein bis zur Pause hatten Nagelsmanns Bullen bereits 13 Torschüsse geliefert, verglichen mit drei Schüssen der Kölner. Die Chancen waren also auch diesmal wieder da. Woran es fehlte, war erneut deren Verwertung.

Gegen die TSG musste sich Nagelsmann noch Kritik anhören, er habe den zuletzt starken Alexander Sörloth (25) zu spät in Spiel gebracht. Gegen die Geißböcke war er diesmal von der ersten Minute an dabei, lieferte mit einem Kopfball in der 41. Minute eine der besten Chancen der ersten Hälfte und legte schließlich auch das 1:1 für Haidara vor.

Ein erstarkter Sörloth allein kann eine mangelhafte Chancenverwertung jedoch nicht ausgleichen.

Über die Niederlage der Leipziger dürften sich jedoch nicht nur die Bayern freuen, sondern vor allem die Mannen um Matchwinner Jonas Hector. Vier Spiele vor dem Saisonende zog Köln mit seinem Sieg nach Punkten mit Hertha BSC auf dem Relegationsplatz gleich. Allerdings haben die derzeit in Quarantäne befindlichen Berliner zwei Spiele weniger absolviert.

Das Restprogramm mit den Gegnern Augsburg, Freiburg, Hertha und Schalke erscheint machbar. Die Chance auf den Klassenverbleib des Effzeh ist somit zumindest etwas größer geworden.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa pool/dpa

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