Timo Werner im Interview: "RB Leipzig wird immer auf meinem Bildschirm laufen"

Leipzig - Aus und vorbei: Nach dem Doppelpack am vergangenen Wochenende gegen Augsburg wird es so schnell wohl keine Tore mehr von Timo Werner für RB Leipzig geben.

Mit 28 Liga-Toren beendete Werner die Saison als erfolgreichster Bundesliga-Torschütze der Leipziger Vereinshistorie.
Mit 28 Liga-Toren beendete Werner die Saison als erfolgreichster Bundesliga-Torschütze der Leipziger Vereinshistorie.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Nach vier Jahren bei den Roten Bullen wechselt der Stürmer auf die Insel zum FC Chelsea. 158 Pflichtspiele, 95 Tore, 40 Vorlagen: Werners Bilanz kann sich sehen lassen. 

"Das soll jetzt nicht blöd klingen, aber in Leipzig habe ich meinen Fußabdruck hinterlassen und den wird auch so schnell niemand wieder wegmachen. Und da jetzt drin stehen zu bleiben, vielleicht auch dort drin zu versinken und ihn immer tiefer zu machen, dass vielleicht auch niemand mehr da ran kommt, wollte ich nicht", erzählt Werner im Interview, das RB auf Youtube hochgeladen hat.

"Ich wollte was neues machen. Und ja, warum Chelsea? Ich finde Chelsea hat Ähnlichkeiten zu Leipzig. Sie haben eine junge Mannschaft, einen jungen ambitionierten Trainer. Diese Mischung hat mich dazu bewegt zu sagen, ich tu jetzt der Zeit in Leipzig mal den Rücken kehren."

Am Ende konnte sich Werner aber ein "sag niemals nie" nicht verkneifen, wenn es darum geht, doch mal irgendwann wieder für Leipzig zu spielen: "Vielleicht bin ich dann aber auch zu alt, vielleicht wollen sie mich dann nicht mehr", so der Stürmer mit einem Lächeln.

Fakt ist: Werner wird in Leipzig eine Lücke hinterlassen. Zwar steht mit Hee-chan Hwang schon ein Stürmerersatz in den Startlöchern (TAG24 berichtete), ob dieser allerdings genau so einschlagen wird wie der deutsche Nationalspieler, bleibt abzuwarten.

Seinen Wechsel nach Leipzig hat Werner jedenfalls nie bereut: "Bevor ich hergekommen bin war der Osten immer so für uns Wesis 'da geht man nicht hin, da ist es langweilig'. Ich muss sagen, ich war jetzt hier vier Jahre und es war nie langweilig, die vier Jahre waren immer mit Spaß und Unterhaltung verbunden."

Auch in Zukunft will Werner seinem ehemaligen Verein die Daumen drücken und hofft natürlich auch, dass den Leipzigern das Wunder in der Champions League gelingt: "Ich freue mich einfach für sie und würde mir wünschen, dass sie so weit wie möglich kommen. Im Endeffekt wenn sie den Titel holen, bin ich genauso Champions-League-Sieger. RB wird immer über meinen Bildschirm laufen."

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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