RB Leipzig zerlegt Hertha: "Geiles Spiel, das sollte uns Aufschwung geben!"

Leipzig - Die neue Saison war für RB Leipzig ganz und gar nicht angelaufen, wie sie sich das vorgestellt hatten. Doch nach dem mitreißenden 6:0-Heimspielknaller gegen Hertha BSC ist die Hoffnung auf die Wende zurück in Sachsen.

Endlich wieder Grund zur Freude hat RB-Trainer Jesse Marsch (47) nach dem deutlichen 6:0 über Hertha BSC.
Endlich wieder Grund zur Freude hat RB-Trainer Jesse Marsch (47) nach dem deutlichen 6:0 über Hertha BSC.  © Picture Point/Roger Petzsche

Es war "die richtige Antwort, denn die letzten Wochen waren nicht ganz einfach", sagte Emil Forsberg (29), der per Foulelfmeter zum zwischenzeitlichen 4:0 getroffen hatte.

Ob das halbe Dutzend gegen die Alte Dame nun direkt der Brustlöser, Knotenplatzer und Wendepunkt war, vermochte Leipzigs Technischer Direktor noch nicht einzuschätzen.

"Das ist nicht so einfach zu sagen", so Christopher Vivell (34) bei Sky. "Wir müssen weiter gut arbeiten, dann werden wir auch weiter Erfolg haben. Wir müssen jeden Tag hart arbeiten, um solche Spiele abzuliefern und die Zuschauer zu begeistern."

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Begeistern konnten die Roten Bullen die 23.500 Fans aber vor allem, weil die Berliner immer wieder zu hoch standen, immer wieder zu große Lücken ließen, immer wieder die gleichen Fehler machten.

Und die nutzten Doppelpacker Christopher Nkunku, Nordi Mukiele, Amadou Haidara (alle 23), Yussuf Poulsen (27) und eben Forsberg.

Somit aber auch - wieder - nicht André Silva (25), der in der 65. Minute eingewechselt wurde. Der Toptransfer der Sachsen hatte in dieser Spielzeit nur gegen den VfB Stuttgart (4:0) getroffen - vom Punkt. In der Messestadt hat man die Hoffnung auf den Goalgetter aber noch nicht aufgegeben: "Wir werden André brauchen, er wird uns Tore schießen, wir sind da 100 Prozent von überzeugt", sagte Vivell.

RB Leipzig mit Kantersieg gegen Hertha BSC: "Es war ein geiles Spiel, es hat nahezu alles funktioniert"

Bei den Roten Bullen wurde kurzerhand ein Feiertag eingeführt.
Bei den Roten Bullen wurde kurzerhand ein Feiertag eingeführt.  © Picture Point/Roger Petzsche

Lukas Klostermann (25), dessen zwischenzeitlicher Treffer wegen einer vorangegangenen Abseitsstellung von Yussuf Poulsen (27) wieder aberkannt wurde, freute sich nach dem Abpfiff über das "geile Spiel. Ich freue mich einfach über den Sieg. Es hat nahezu alles funktioniert in unserem Spiel, was wir uns vorgenommen hatten."

Diese Glanzleistung sollte ihm und seinen Mannschaftskameraden jetzt "viel Schwung und Auftrieb für die kommenden Aufgaben geben", so der deutsche Nationalspieler.

Ganz anders die Situation aufseiten der Gäste. "Ein Scheißtag und von A bis Z nicht gut von uns", analysierte der ehemalige RB-Stürmer Davie Selke (26), der den Vorzug im Angriff erhielt, aber zu keiner einzigen Chance kam. Er wolle in die Gästekurve und sich "bei den Fans entschuldigen, die mitgereist sind".

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Eine Diskussion um Trainer Pál Dárdai (45) soll trotz der Klatsche aber nicht aufgemacht werden: "Wir stehen hinter dem Trainerteam, das haben wir heute auf dem Platz verzockt."

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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