RB Leipzig zu Gast in Mainz: Ballert die "am besten spielende Mannschaft" den FSV noch tiefer in den Keller?

Mainz/Leipzig - 1. FSV Mainz 05 gegen RB Leipzig. Zweiter von unten gegen Zweiten von oben. Abstiegskampf gegen Meisteranwärter: Trotz der offensichtlich klaren Verhältnisse hat RB-Trainer Julian Nagelsmann (33) vor dem Rückrunden-Auftakt am Samstag (15.30 Uhr/Sky) ein wenig Bauchweh, wenn er an den nächsten Gegner denkt.

Kann RB Leipzigs Emil Forsberg (29, weißes Trikot) seinen Mainzer Bewachern auch im Rückspiel entwischen?
Kann RB Leipzigs Emil Forsberg (29, weißes Trikot) seinen Mainzer Bewachern auch im Rückspiel entwischen?  © picture point/Sven Sonntag

31 Tore haben die Sachsen in neun Duellen mit den Nullfünfern erzielt - macht einen Schnitt von über drei Buden pro Spiel. Allein in den letzten drei Begegnungen lautet die Tordifferenz 16:1 pro Leipzig. Unvergessen die 5:0- und 8:0-Kantersiege in der letzten Saison.

Aktuell liegen 28 Punkte zwischen den Kontrahenten vom Samstag. Während RB nach kurzem Tief am Mittwoch wieder einen Sieg gegen den 1. FC Union Berlin feierte (1:0), ist der FSV das schlechteste Heimteam der Bundesliga, holte in neun Spielen erst zwei Pünktchen.

Der neue Coach der Mainzer, Ex-Lieferung-Trainer Bo Svensson (41), holte als vierter Übungsleiter in dieser Spielzeit in drei Begegnungen zwar nur einen Punkt, den aber sensationell bei Borussia Dortmund (1:1). Dennoch sieht Nagelsmann eine gewisse Brisanz.

"Es ist unglaublich schwer, vorherzusagen, was sie präsentieren", so der Leipziger. "Sie haben vier verschiedene Einflüsse von der Trainerseite." Auch mit der Neuinstallation von Martin Schmidt (53, Sportdirektor) und Christian Heidel (57, Vorstand Sport) seien neue Impulse gekommen.

Dennoch glaubt Nagelsmann, der auf den an den Adduktoren verletzten Yussuf Poulsen (26) verzichten muss, "eine Idee zu erkennen, die man in allen Grundordnungen und auch in Liefering gesehen hat. Ich hoffe, dass er es morgen auch so macht und sich nicht noch etwas Neues überlegt hat", schmunzelte er am Freitag.

Bo Svensson gewarnt: "Da kommt offensiv einiges auf uns zu!"

Mainz-Coach Bo Svensson (41) hofft gegen RB Leipzig auf den zweiten Saisonsieg.
Mainz-Coach Bo Svensson (41) hofft gegen RB Leipzig auf den zweiten Saisonsieg.  © Torsten Silz/dpa

Die Mainzer können froh sein, dass es mit dem FC Schalke 04 zumindest ein anderes Team gibt, das bislang ähnlich desaströs auftritt und nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz noch hinter dem Vorletzten rangiert.

Die letzten vier Liga-Heimspiele hat der FSV ohne einen eigenen Torerfolg verloren, hinzukommt das DFB-Pokal-Match gegen Zweitligist VfL Bochum (0:3).

Dennoch wollen die Mainzer ihre sehr kleine Chance auf den Klassenerhalt wahren: "Wir wissen, dass die Aufgabe gegen Leipzig sehr schwer ist. Das ist meiner Meinung nach die am besten spielende Mannschaft zur Zeit in Deutschland. Da kommt offensiv einiges auf uns zu", weiß Bo Svensson. "Es geht drum, auch mal gegen so eine Top-Mannschaft zu bestehen."

Acht Punkte sind es bis zum Relegations-Abstiegsplatz, den der 1. FC Köln aktuell bewohnt, gar zehn auf einen Nichtabstiegsplatz. "Dass es schwierig wird, ist uns bewusst und wir sehen das auch realistisch", sagt der neue Sportdirektor Martin Schmidt.

Verzichten muss Trainer Svensson auf Stürmer Jean-Philippe Mateta (23), der bis Sommer 2022 für eine Gebühr von etwa 3,5 Millionen Euro an Crystal Palace ausgeliehen wurde. Danach hat der Premier-League-Klub eine Kaufoption über kolportierte 15 Millionen.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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