RB Leipzig zurück zum Nagelsmann-Fußball: Lässt sich so Manchester City knacken?

Leipzig - Spiel eins für RB Leipzig nach Jesse Marsch (48). Für die Roten Bullen geht es am Dienstagabend in der Champions-League-Partie gegen Manchester City (21 Uhr/DAZN) um das Überwintern in der Europa League. Vor leeren Rängen in der Red Bull Arena wird es auch um die Revanche für das schmerzhafte Hinspiel gehen (3:6).

Sechs Mal Schockstarre: Peter Gulacsi musste beim 3:6 im Hinspiel mehr als ein Mal hinter sich greifen. Das soll am Dienstagabend anders laufen.
Sechs Mal Schockstarre: Peter Gulacsi musste beim 3:6 im Hinspiel mehr als ein Mal hinter sich greifen. Das soll am Dienstagabend anders laufen.  © Zac Goodwin/Press Association/dpa

Ruhig und gefasst stellte sich Interimscoach Achim Beierlorzer (54) am Montag den Fragen der Journalisten in der Pressekonferenz. Wohlwissend, dass er dieses Amt wahrscheinlich nur ein paar Wochen bekleiden wird und dennoch eine sehr große Verantwortung hat.

In den letzten Spielen vor der Winterpause geht es nicht nur darum, auch im kommenden halben Jahr europäisch zu spielen, sondern auch den Anschluss in der Bundesliga nicht zu verlieren.

Doch Schritt für Schritt. Für das Ziel Europa League gilt es, keinen Geringeren als Manchester City aus dem Weg zu räumen. Je nachdem, wie sich der FC Brügge im Parallelspiel gegen Paris Saint-Germain schlägt, braucht es möglicherweise sogar einen Sieg, um den umkämpften dritten Platz in der Gruppe zu erreichen.

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Dafür setzt Beierlorzer darauf, die Stärken seiner Truppe auszuspielen und Stars wie Dominik Szoboszlai (21) und Andre Silva (26) dafür einzusetzen, wofür sie geholt wurden: Den Fußball von Ex-Trainer Julian Nagelsmann (34) umzusetzen.

"Wir haben Manchester City intensiv analysiert und wissen, welche Qualitäten uns erwarten und was wir dagegen tun können. Das Wichtigste ist momentan, dass wir enge Abstände halten und diese wilden Spiele, die kamen, weil wir die Enge des Raumes nicht erzeugen konnten und mancher Gegner uns mit sehr einfachen Mitteln ausgespielt hat, vermeiden. Wir müssen Kompaktheit erzeugen und diese Kompaktheit beginnt damit, dass wir von hinten schneller nach vorne nachrücken und umgekehrt schneller schließen", so der Cheftrainer auf Zeit.

Schon jetzt stellt sich aber natürlich die Frage: Reichen drei Tage Zeit aus, damit die Mannschaft gedanklich vom taktischen Marsch-Missverständnis auf ihre alten Tugenden umschalten kann?

Manchester City reist mit B-Elf zu RB Leipzig

Zuschauer? Fehlanzeige! Erneut werden aufgrund der aktuellen Corona-Verordnungen keine Fans in der Red Bull Arena zugelassen sein.
Zuschauer? Fehlanzeige! Erneut werden aufgrund der aktuellen Corona-Verordnungen keine Fans in der Red Bull Arena zugelassen sein.  © Jan Woitas/dpa

Da die Gäste aus England bereits als sicherer Gruppenerster feststehen, kündigte City-Coach Pep Guardiola (50) an, die Begegnung eher "als Trainingsspiel" zu sehen. Dafür sollen sogar einige Youngstars aus der Nachwuchsakademie zum Einsatz kommen: "Es kommen vier oder fünf mit uns, vielleicht können wir zwei oder drei einsetzen", so der 50-Jährige.

Zudem soll der zuletzt am Coronavirus erkrankte Kevin de Bruyne (30) die Möglichkeit auf einen Kurzeinsatz bekommen: "Aber da muss er gut spielen und für die Mannschaft alles geben", betonte Guardiola.

Heißt natürlich für die Sachsen auch, dass die Fallhöhe jetzt besonders hoch ist, wenn City quasi mit einer B-Elf aufläuft. In den eigenen Reihen gibt es allerdings ebenfalls noch ein paar Fragezeichen.

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Beispielsweise, ob Willi Orban (29) und Hugo Novoa (18) nach der Corona-Quarantäne wieder spielen dürfen oder ob Amadou Haidara (23) nach Problemen mit dem rechten Sprunggelenk wieder einsatzfähig ist.

Nichtsdestotrotz nahm Beierlorzer seine Schützlinge bereits in die Pflicht: "Es liegt jetzt an uns und an der Mannschaft, den Reset-Knopf zu drücken und nach vorne zu schauen, damit wir nun die Punkte einfahren, die wir vorher nicht einfahren konnten!"

Keeper Peter Gulacsi (31) ergänzte: "Wir müssen als Team nun eine Reaktion zeigen und bis zur Winterpause gute Resultate einfahren! Denn die aktuelle Situation liegt auch an unseren Leistungen und an den schlechten Ergebnisse, die daraus resultiert haben."

Titelfoto: Zac Goodwin/Press Association/dpa

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