RB Leipzigs Augustin-Streit doch nicht vorbei? Leeds will immer noch nicht zahlen!

Leipzig - Hat sich RB Leipzig zu früh gefreut? Am Freitag urteilte der Internationale Sportgerichtshof (CAS) endlich über den Fall Jean-Kevin Augustin (25). Die Roten Bullen bekamen Recht, Leeds müsste zahlen - doch die Engländer wollen weiterhin nicht.

Von 2017 bis 2019 kickte Jean-Kevin Augustin (25) für RB Leipzig. Danach wurde er von einem Verein zum anderen weitergereicht.
Von 2017 bis 2019 kickte Jean-Kevin Augustin (25) für RB Leipzig. Danach wurde er von einem Verein zum anderen weitergereicht.  © Picture Point / Roger Petzsche

Der Stürmer war von Ende Januar 2020 bis zum Saisonende an den damaligen Zweitligisten Leeds verliehen. Im Vertrag wurde festgehalten, dass der Franzose von den Briten gekauft werden muss, sollte der Klub am Ende der Saison aufsteigen.

Das ist letztendlich auch geschehen, nur nicht wie im Vertrag festgehalten am 30. Juni 2020. Grund dafür: Die Corona-Unterbrechung hatte dazu geführt, dass einige Spiele erst später als gedacht ausgetragen werden konnten.

Der Premier-League-Verein argumentierte, dass die Verpflichtung ungültig sei. Fortan entwickelte sich ein Rechtsstreit, der am Ende beim CAS landete.

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Nach dem Urteil schien eigentlich alles klar zu sein. Die Sachsen erwarten eine Ablöse in Höhe von circa 21 Millionen Euro, angefangen mit einer Rate von circa 6,7 Millionen Euro.

Doch der Premier-League-Klub machte in einem Statement nun klar, dass er die Entscheidung nicht so stehen lassen möchte.

"Leeds United ist überrascht und enttäuscht von der Entscheidung des Court of Arbitration for Sport, die nicht nur der Sprache und Bedeutung des Vertrags widerspricht, sondern auch den einzigartigen Auswirkungen der Saisonverlängerungen durch Covid nicht Rechnung trägt. Der Klub wird nun alle rechtlichen Möglichkeiten im Hinblick auf eine sofortige Berufung sorgfältig prüfen."

Ob sich eine Berufung allerdings in irgendeiner Weise noch lohnen würde, ist mehr als fraglich. Die Sachsen hatten am Freitag bereits mit dem Fall abgeschlossen, der ihrer Ansicht nach "vollumfänglich im Sinne von RB Leipzig" ausgegangen sei.

Und Augustin selbst? Der wird von den Streitigkeiten vermutlich nicht mehr viel mitbekommen wollen. Der 25-Jährige versucht aktuell beim FC Basel in der Schweiz an seine alten Leistungen anzuknüpfen.

Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

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