RB Leipzigs bedeutendes Spiel bei Basaksehir: Noch ein Fehler kostet viele Millionen

Istanbul - 2:0 gegen Istanbul Basaksehir, 0:5 bei Manchester United, 2:1 gegen Paris Saint-Germain, 0:1 in Paris: RB Leipzigs Resultate in der Champions League lesen sich in dieser Saison wie eine Achterbahnfahrt. Und die kann ihnen richtig teuer zu stehen kommen. Schon dann, wenn es am Mittwochabend (18.55 Uhr/DAZN) beim türkischen Underdog keinen Sieg gibt.

Braucht bei Istanbul Basaksehir unbedingt einen Sieg: RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann (33).
Braucht bei Istanbul Basaksehir unbedingt einen Sieg: RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann (33).  © Picture Point/Roger Petzsche

Zwei Heimspiele gewonnen, zwei Auswärtspartien verloren. Geht auch das dritte Match auf fremdem Geläuf für die Roten Bullen nach hinten los, wars das schon (fast) mit dem Ticket ins Achtelfinale.

Im Hinspiel war Linksverteidiger Angelino (23) mit einem Doppelpack erfolgreich und führte RB zu einem souveränen 2:0-Heimsieg (TAG24 berichtete). "Angel darf gern wieder treffen", sagte Trainer Julian Nagelsmann (33) über die Leihgabe von Manchester City, für die eine Kaufpflicht aller Voraussicht nach in der Rückrunde greifen wird.

Basaksehir, 2019/20 erstmals türkischer Meister, war zunächst mit einem Punkt und ohne einen einzigen Treffer in den ersten vier Ligaspielen in die Saison gestartet. Die Rote Laterne gaben sie danach ab, sind aktuell Neunter, verspielten aber am Samstag im Heimspiel gegen den Vorletzten Denizlispor eine 3:0-Führung, nahmen beim 3:3 nur einen Punkt mit.

Auch für den Champions-League-Neuling geht es um viel, mit einem (hohen) Heimsieg gegen RB Leipzig könnten sie das direkte Duell gewinnen und den Bundesliga-Zweiten damit sogar auf den letzten Platz der Gruppe H verdrängen.

Nagelsmann: "Gutes Gefühl, dass wir es in der eigenen Hand haben!"

Alexander Sörloth (24) wartet nach seinem verschossenen Elfmeter gegen Arminia Bielefeld weiter auf den ersten Treffer im RB-Trikot.
Alexander Sörloth (24) wartet nach seinem verschossenen Elfmeter gegen Arminia Bielefeld weiter auf den ersten Treffer im RB-Trikot.  © Picture Point/Roger Petzsche

Andererseits würden die Sachsen mit zwei Siegen aus den Spielen in Istanbul und nächsten Dienstag gegen Manchester United (21 Uhr/Sky) das Achtelfinale erreichen. "Es ist ein gutes Gefühl, dass wir es in der eigenen Hand haben", sagte Nagelsmann, der natürlich auch ein bisschen vor dem Team von Okan Buruk (47) warnen muss.

"Uns ist bewusst, dass sie bei uns teilweise in der zweiten Halbzeit sehr gut gespielt haben, wenn sie Platz hatten." Aber er sagte auch: "Wir sind guter Dinge und in der Lage, hier zu gewinnen."

Zwischen den Duellen in der Königsklasse steht am kommenden Samstag ausgerechnet das Bundesliga-Topspiel beim FC Bayern München an. Sollte es gegen den Rekordmeister nicht mit einem Dreier klappen, "haben wir noch ein paar Spieltage vor uns, um trotzdem unsere Ziele zu erreichen", so Nagelsmann.

Ein Patzer in der Champions League hingegen würde das Aus bedeuten: "Wir haben schon zwei Fehler begangen und keine Möglichkeiten mehr, weitere zu machen."

Möglicherweise findet Stürmer Alexander Sörloth (24) auch (endlich) zu seiner Form. Im Sommer unter größten Transfer-Anstrengungen von Trabzonspor (letzte Saison 33 Tore und 11 Vorlagen in 49 Partien) geholt, wartet der Norweger in Leipzig noch auf sein erstes Tor. Beim 2:1-Sieg am Samstag gegen Arminia Bielefeld verschoss er einen Elfmeter.

Sein Coach macht ihm Mut: "Es ist nicht die erste Phase in seiner Karriere, wo es nicht gut anläuft. Wichtig ist, dass er sich zurückerinnert an seine Zeit in der Türkei. Wenn er jetzt schonmal hier ist, fällt es ihm vielleicht etwas leichter."

Fakt ist: Verpasst RB das Achtelfinale, gehen ihnen allein dadurch mindestens 5,5 Millionen Euro durch die Lappen.

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Roger Petzsche

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