RB Leipzigs Coach Marsch nach Sieg im ersten Test: "Es gibt noch viel zu tun"

Leipzig - Jesse Marsch (47) brachte es nach den ersten 90 Testspielminuten auf den Punkt. "Ein guter Start, aber es gibt noch viel zu tun", sagte der neue Cheftrainer von Fußball-Bundesligist RB Leipzig nach dem 1:0 (0:0) seines Teams über den niederländischen Meisterschafts-Dritten AZ Alkmaar. Auch wenn es viel zu relativieren gilt: RB hat noch an vielen Stellschrauben zu drehen, wenn die Sachsen wieder erfolgreich durch die Saison marschieren wollen.

Jesse Marsch (47) war im Großen und Ganzen zufrieden mit dem ersten Testspiel, weiß aber auch, dass noch eine Menge Arbeit vor ihm liegt.
Jesse Marsch (47) war im Großen und Ganzen zufrieden mit dem ersten Testspiel, weiß aber auch, dass noch eine Menge Arbeit vor ihm liegt.  © Picture Point / Gabor Krieg

Zwei Wochen intensives Training liegen hinter der Mannschaft, in der noch immer die zwölf EM-Fahrer beziehungsweise Olympia-Teilnehmer fehlen. Dennoch konnte Marsch bei seinem Debüt als Chef an der Seitenlinie eine namhafte erste Garnitur in Halbzeit eins auf das Feld schicken.

Und die tat sich gegen frech aufspielende Niederländer überraschend schwer. Allerdings ist Alkmaar wegen der Europa-League-Qualifikation schon in einem anderen Trainingszustand, bestritt gegen RB schon das fünfte Testspiel. Vor allem offensiv war sehr wenig von den Leipzigern zu sehen.

Für Marsch kein Problem. Im Gegenteil. "Die Jungs haben die Null gehalten und zusammen in einer solchen Situation gekämpft. Die Jungs haben gut gegen den Ball gearbeitet, zu Null gespielt, das ist immer gut", sagte Marsch.

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Natürlich war dem Amerikaner aufgefallen, dass viele taktische Dinge, die einstudiert wurden, noch nicht verinnerlicht sind.

Neuzugang Mohamed Simakan (21) musste in der Abwehr Schwerstarbeit verrichten, wirkte teilweise noch etwas ungestüm. Kein Wunder nach halbjähriger Verletzungspause.

Das trifft genauso auf Dominik Szoboszlai (20) zu, dem noch die Bindung zu seinen Neben- und Vorderleuten fehlte. Und der deshalb auch die Angreifer Hee-chan Hwang (25) und Alexander Sörloth (25) nicht wie gewünscht einsetzen konnte.

RB Leipzigs U19 bekommt eine Chance und wird belohnt

Kevin Kampl (30) führte in der zweiten Hälfte die U19 auf den Platz und feierte mit ihnen das 1:0 durch Lazar Samardzic (19).
Kevin Kampl (30) führte in der zweiten Hälfte die U19 auf den Platz und feierte mit ihnen das 1:0 durch Lazar Samardzic (19).  © Picture Point / Gabor Krieg

"Wir haben viel zu tun bei den taktischen Dingen. Wenn wir so müde wie heute sind, haben wir nicht genug Lösungen mit dem Ball. Aber wir hatten ein paar gute Momente dabei, waren in beiden Halbzeiten gefährlich und hätten mehr Tore schießen können", sagte Marsch, der nach der Pause einer durch Kevin Kampl (30) und Torschütze Lazar Samardzic (19) verstärkten U19-Mannschaft eine Chance gab.

Die wirkte eingespielt, machte Tempo und zeigte Spielfreude. Aber auch nicht durchgängig.

Trotzdem verdiente sich RB den Erfolg, weil es zum einen gute Individualisten wie den sehr sicher wirkenden Torhüter Josep Martínez (23), Kampl oder Samardzic gab, vor allem aber weil die Einstellung stimmte. "Die Mentalität der Gruppe war super. Das war ein starker Tag für uns", resümierte Marsch.

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In den nächsten Tagen treffen nun die ersten EM-Fahrer ein und nehmen das Training auf. Ob der eine oder andere schon beim nächsten Test am Freitag (18 Uhr) gegen Montpellier dabei sein wird, ist ungewiss. Vor der Abreise am kommenden Sonntag ins Trainingslager im österreichischen Saalfelden wird am Cottaweg hart gearbeitet.

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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