RB Leipzigs Frust über den VAR: "Das ist Foul, die Entscheidung ist klar falsch!"

Leipzig/Köln - 25.000 Zuschauer im Stadion und noch viel mehr an den heimischen Bildschirmen verfolgten am Samstagabend ein Bundesliga-Topspiel, das seinen Namen verdient hatte. Nach dem 1:1 beim 1. FC Köln und dem abermals verpassten Befreiungsschlag musste RB Leipzigs Trainer Frust ablassen - auch über die Unparteiischen.

Liegen jetzt neun Punkte hinter dem FC Bayern München: RB Leipzigs André Silva, Mohamed Simakan, Christopher Nkunku und Willi Orban (v.l.n.r.).
Liegen jetzt neun Punkte hinter dem FC Bayern München: RB Leipzigs André Silva, Mohamed Simakan, Christopher Nkunku und Willi Orban (v.l.n.r.).  © Picture Point/Roger Petzsche

Jesse Marschs (47) und Steffen Baumgarts (49) Jungs legten förmlich los wie die Feuerwehr, erspielten sich Chance um Chance, tauchten immer wieder gefährlich vor und in den gegnerischen Strafräumen auf - ohne, dass ein Tor fallen wollte.

Einfach ein "richtig geiles Spiel", fand Baumgart. Ein Spiel, in dem Schiedsrichter Dr. Felix Brych (46) und seine Assistenten aber auch ordentlich gefordert waren.

Zunächst bei Dominik Szoboszlais (20) Treffer zum vermeintlichen 1:0 für RB in der 5. Minute, das wegen Abseitsstellung aber nicht zählte. Nach zwei Pfostenklatschern auf beiden Seiten war es in der 37. Minute Mark Uth (30), der den Gästen einen einschob - auch er stand zuvor in der verbotenen Zone.

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Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurde es aber noch wilder im Kölner Rhein-Energie-Stadion. Und vor allem die Video-Assistenten Robert Hartmann (42) und Thomas Stein (39) hatten jetzt alle Hände voll zu tun.

Diesmal war es Anthony Modeste (33), der fünf Minuten nach Wiederbeginn nach Vorlage von Ondrej Duda (26) einnetzte, sich aber nur kurz freuen durfte, weil auch diesmal auf Abseits entschieden wurde.

1. FC Köln liefert sich mit RB Leipzig ein Offensiv-Spektakel: "Sicher kein langweiliges 1:1"

Trainer Jesse Marsch (47) glaubt weiter an sein Team und die Wende.
Trainer Jesse Marsch (47) glaubt weiter an sein Team und die Wende.  © Picture Point/Roger Petzsche

Wenige Minuten später klingelte es wieder, wieder war es Modeste. Brych gab auch diesen Treffer nicht, weil er ein vorangegangenes Foul von Uth an Leipzigs Mohamed Simakan (21) wahrgenommen hatte. Der Kölner Keller schickte ihn aber zum Bildschirm, Brych überprüfte die Szene minutenlang.

Nach rund 180 Sekunden fällte er die Entscheidung: Tor! Auch in mehreren Wiederholungen, Slow-Motitions und aus verschiedenen Perspektiven konnte ein regelwidriges Vergehen Uths nicht zweifelsfrei gesehen werden. Im Zweifel für den Angeklagten also.

Das passte RB-Coach Marsch ganz und gar nicht. "Das ist Foul", machte er bei Sky klar, "für mich ist die Entscheidung klar falsch!"

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Seine Roten Bullen kamen aber zurück, Amadou Haidara (23) köpfte nach Ecke immerhin noch zum 1:1-Endstand ein. "Sicher kein langweiliges 1:1 heute Abend", sagte Marsch auf der Pressekonferenz. Aber: "Wir hätten dieses Spiel gewinnen müssen, aber es kommt. Wir sind in einer schwierigen Phase, aber ich glaube an die Mannschaft."

Zum großen Befreiungsschlag reichte es den Sachsen wieder nicht. Im schlimmsten Fall beendet RB den 5. Spieltag auf Platz 14. Neun Punkte Rückstand sind es schon jetzt auf den FC Bayern München, der den VfL Bochum auseinander nahm (7:0).

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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