RB Leipzigs Geisterspiel mit Rückkehrern: Löst Beierlorzer seine Siegerelf wieder auf?

Leipzig - Nach dem Brügge-Erfolg ist vor dem nächsten Tiefschlag? Wenn RB Leipzig am Sonntagabend in der Red Bull Arena auf Bayer 04 Leverkusen trifft, soll die aktuelle Achterbahnfahrt durch eine konstante Siegesserie ersetzt werden. Dabei zeichnet sich schon jetzt ein etwas kurioses Bild ab.

Achim Beierlorzer (54) wird am Sonntag erneut an Stelle von Jesse Marsch (48) das Team an der Seitenlinie begleiten.
Achim Beierlorzer (54) wird am Sonntag erneut an Stelle von Jesse Marsch (48) das Team an der Seitenlinie begleiten.  © Picture Point / Roger Petzsche

Punkt eins betrifft eine Sache, die den Sachsen besonders weh tun dürfte: Die Fans müssen draußen bleiben. Wegen der aktuellen Corona-Lage wird die Bundesligapartie zum Geisterspiel, während unter 2G-Bestimmungen in Köln am Samstag mit 50.000 Anhängern volles Haus sein wird.

Wegen eines möglichen Wettbewerbsnachteils hatten sich die Rasenballer zuletzt schon mit einem Statement über die sächsische Regierung beschwert. Genützt hat es leider nichts.

Dennoch möchte man durch die rein sportliche Facette das Spiel gegen den Ligakonkurrenten beim Kampf um die Champions-League-Plätze zur Geisterparty machen.

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RB Leipzig Matthäus über gefeuerten RB-Leipzig-Coach: "Alles zu viel für Jesse Marsch"

"Wir wollen in der Tabelle weiter nach oben und den Fans am Fernseher ein tolles Spiel abliefern", sagte Achim Beierlorzer (54) vor der Partie, der erneut Jesse Marsch (48), der wegen einer Coronainfektion in Quarantäne ist, an der Seitenlinie vertreten wird.

RB Leipzig bekommt Verstärkung

Doch auch auf das Trainerteam kommen einige schwere Entscheidungen zu. Gegen den FC Brügge stellte sich das Team aufgrund vieler Ausfälle fast von allein auf - und funktionierte brillant zusammen! Mit Mohamed Simakan (21), Amadou Haidara (23), Dominik Szoboszlai (21), Willi Orban (29) und Tyler Adams (22) könnten einige Stammkräfte den Weg zurück in die Mannschaft finden.

An sich eine super Sache, weil man gegebenenfalls von der Bank noch die ein oder andere Verstärkung bringen könnte. Doch die Angst vor einem Gruselauftritt wie gegen die TSG 1899 Hoffenheim am vergangenen Wochenende ist dennoch groß.

Beierlorzer: "Die Schwankungen beschäftigen uns im Trainerteam auch. Wir hoffen, dass Brügge die Initialzündung in vielerlei Hinsicht war. Vor allem in Sachen Mentalität und der Art und Weise, wie man spielt."

Was in jedem Fall feststeht: Weil Peter Gulacsi (31) ebenfalls noch in Quarantäne steckt, wird Keeper Josep Martinez (23) erneut für sich Werbung machen können.

Mit einer überragenden Leistung sorgte der Spanier am Mittwoch für Aufsehen: "Er kann eine große Karriere antreten. Er hat in der Drucksituation ein fehlerfreies Spiel gemacht", urteilte Beierlorzer.

Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

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