RB Leipzigs geschlagener Gegner Freiburg tobt über Schiri: "Das ist ein Witz!"

Leipzig - Freistoß, Elfmeter, Freistoß: Am Ende waren es drei Standardtore, die zu RB Leipzigs souveränem 3:0-Heimsieg gegen den SC Freiburg geführt haben (TAG24 berichtete). Während die Roten Bullen am 7. Spieltag den fünften Sieg einfuhren, kam es beim SCF zu Frust wegen des Strafstoßes. 

Neben Ibrahima Konaté (2.v.l.) traf mit Angelino (l.) ein zweiter Verteidiger gegen den SC Freiburg.
Neben Ibrahima Konaté (2.v.l.) traf mit Angelino (l.) ein zweiter Verteidiger gegen den SC Freiburg.  © Picture Point/Roger Petzsche

"Absolut verdient gewonnen" analysierte Julian Nagelsmann (33) den deutlichen Dreier gegen das Team von Christian Streich (55), das nun schon sechsmal in Folge ohne Sieg blieb. 

Der 33-Jährige durfte sich diesmal über drei Standardtore freuen. Zunächst entstand aus einem Freistoß auf der linken Seite samt Flügelwechsel das 1:0 durch Innenverteidiger Ibrahima Konaté (21), der sein Bundesliga-Startelfdebüt in dieser Saison krönte.

"Jeder hat sich extrem für Ibu gefreut, er ist sehr beliebt in der Mannschaft", sagte Willi Orban (28). "Wir Abwehrspieler sind in solchen Spielen, wo der Gegner sehr tief steht, gefragt, mal für den Dosenöffner zu sorgen."

Hinzu kam ein stark verwandelter Foulelfmeter durch Marcel Sabitzer (26) sowie ein direkt versenkter Freistoß durch Angelino (23). Für Letzteren, den von Manchester City ausgeliehenen Spanier, war es bereits das dritte Ligator in dieser Spielzeit, wettbewerbsübergreifend gar das fünfte!

Dass aus dem Spiel heraus kein Treffer entstand, ärgerte Nagelsmann nicht. Im Gegenteil: Er zeigte sich über den Dreierpack nach ruhenden Bällen zufrieden. "Ich freue mich für die Standardsituationen, das gehört zum Fußball dazu."

Kleiner Wermutstropfen: Linksverteidiger Marcel Halstenberg (29), der kurzfristig wegen erneuter muskulärer Probleme aus der Startelf flog, muss für die Nationalmannschaft absagen. 

Frust beim SC Freiburg: Zwayers Elfmeter-Pfiff "ein Witz"!

Die Szene, die zum Elfmeter führte: Leipzigs Christopher Nkunku (r.) fällt im Zweikampf mit Nicolas Höfler. Schiedsrichter Felix Zwayer entschied sofort auf Strafstoß.
Die Szene, die zum Elfmeter führte: Leipzigs Christopher Nkunku (r.) fällt im Zweikampf mit Nicolas Höfler. Schiedsrichter Felix Zwayer entschied sofort auf Strafstoß.  © imago images/Jan Huebner

Der Gegner aus dem tiefen Südwesten trat verständlicherweise weniger zufrieden die Rückreise in den Breisgau an.

Das lag auch an einer Szene knapp 20 Minuten vor dem Ende, die zum vorentscheidenden 2:0 führen sollte. Im Zweikampf mit Freiburgs Nicolas Höfler (30) ging Christopher Nkunku (22) in der Box zu Boden. 

Schiedsrichter Felix Zwayer (39, Berlin) entschied ohne Zögern direkt auf Elfmeter, was zur Folge hatte, dass der Video Assistant Referee (VAR) Marco Fritz (43, Korb) nur bei einer klaren Fehlentscheidung den Strafstoß hätte zurücknehmen können. 

"Ich finde, der Schiri darf da nicht direkt pfeifen", resümierte SCF-Kapitän Christian Günter. "Wenn der Videoassistent sagt, dass es ein Elfmeter ist, sag ich okay. Aber für mich reicht das nicht." 

Nachdem der 27-Jährige die Szene in Zeitlupe auf dem Sky-Bildschirm sah, ging er sogar noch weiter: "Wenn ich das jetzt so sehe, ist es sogar ein Witz. Er trifft ihn ja nicht mal, oberminimal vielleicht. Das pfeift er im Mittelfeld und vorm Sechzehner nicht", ist sich Günter sicher. Es habe "einen leichten Rempler" gegeben - "aber es reicht niemals für einen Elfmeter."

Wieder einmal enttäuschte Gesichter in Reihen der Freiburger, die auch das sechste Spiel in Folge nicht gewinnen konnten.
Wieder einmal enttäuschte Gesichter in Reihen der Freiburger, die auch das sechste Spiel in Folge nicht gewinnen konnten.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

In der Länderspielpause trifft das DFB-Team zunächst am kommenden Mittwoch (20.45 Uhr/RTL) in einem Test auf Tschechien und am Samstag (20.45 Uhr/ZDF) in der Nations League auf die Ukraine - jeweils in Leipzig. Den Abschluss bildet das Nations-League-Spiel in Spanien am 17. November (20.45 Uhr/ARD). 

Für RB Leipzig geht es am 21. November (18.30 Uhr/Sky) bei Eintracht Frankfurt weiter. 

Titelfoto: imago images/Jan Huebner

Mehr zum Thema RB Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0