RB Leipzigs Gulacsi scheidet mit Ungarn nach Patzer aus: "Schwer, die Worte zu finden"

München/Leipzig - Dieses Ende hat er nicht verdient! Nach teils überragenden Auftritten in den EM-Spielen war nach dem 2:2 gegen Deutschland das Aus von RB Leipzigs Keeper Peter Gulacsi (31) und der ungarischen Nationalmannschaft besiegelt.

Diese Szene aus der 66. Minute wird sich Peter Gulacsi (31, l.) wohl noch öfter anschauen. Nach zuvor starken Paraden schlug der Keeper am Ball vorbei und ermöglichte dadurch den Ausgleich des Deutschen Nationalteams.
Diese Szene aus der 66. Minute wird sich Peter Gulacsi (31, l.) wohl noch öfter anschauen. Nach zuvor starken Paraden schlug der Keeper am Ball vorbei und ermöglichte dadurch den Ausgleich des Deutschen Nationalteams.  © Federico Gambarini/dpa

Ausgerechnet der Schlussmann, der gerade gegen Frankreich mit einigen sensationellen Paraden glänzen konnte, ließ durch einen Patzer in der 66. Minute die Deutschen ins Spiel zurückkommen.

Zwar gingen die Ungarn kurz darauf wieder in Front - da der 31-Jährige aber beim abgefälschten Schuss von Leon Goretzka (26) in der 84. Minute machtlos war, stand die Vorrunde als Endstation fest.

"Es ist momentan schwer, die Worte zu finden. Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Deutschland hat das Spiel dominiert, aber das haben wir auch erwartet. Am Ende ist es Pech, Glück für Deutschland", resümierte Gulacsi nach der Partie.

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"Sie haben zwei Tore gemacht mit zwei Chancen. Ja, es ist schwer."

Zuvor hatte seine Hintermannschaft gegen die individuelle Klasse des Deutschen Teams standgehalten. Die letzte Kette um RB-Verteidiger Willi Orban (28) ließ kaum etwas anbrennen.

Gulacsi: "Am Ende entscheiden Kleinigkeiten. Wir hätten das vor dem Turnier nicht gedacht, dass wir so nah dran sind. Jetzt ist es natürlich bitter."

RB Leipzigs Gulacsi: "Für unser Level sehr gute Spiele gemacht"

Dennoch hätten dem ungarischen Nationalteam vor dem Turnier wohl nur die wenigsten zugetraut, dass die Mannschaft rund um Trainer Marco Rossi (56) fast bis zur letzten Minute um ein Weiterkommen mitkämpfen würde. Und das, obwohl einer ihrer wichtigsten Spieler, RB-Akteur Dominik Szoboszlai (20), verletzt passen musste.

"Wir haben drei für unser Level sehr gute Spiele gemacht. Die Gruppe, die wir bekommen haben, ist wahrscheinlich das Schwerste, was man in Europa bekommen kann. Wir hatten trotzdem bis zum letzten Spiel bis zur 84. Minute die Position, weiterzukommen", stellte auch Gulacsi am Mittwochabend noch fest.

Trotzdem ist man natürlich enttäuscht über das Ausscheiden. Vielleicht hilft für den Schlussmann der Roten Bullen die Tatsache, dass jetzt bis zum 5. Juli erst einmal Urlaub angesagt ist.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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