RB Leipzigs Henrichs über Neu-Coach Marsch: "Noch nie so einen Trainer erlebt!"

Leipzig - Mit Benjamin Henrichs (24) hat Bundestrainer Stefan Kuntz (58) auch einen Akteur von RB Leipzig mit zum Olympischen Turnier nach Tokio genommen. Vor Ort hat der Verteidiger jetzt über das japanische Klima, das Turnier Olympia und auch seinen neuen Vereinscoach Jesse Marsch (47) gesprochen.

Benjamin Henrichs (24) kickt seit vergangenem Sommer bei RB Leipzig. Zunächst von der AS Monaco ausgeliehen, verpflichtete ihn der Vizemeister nun fest.
Benjamin Henrichs (24) kickt seit vergangenem Sommer bei RB Leipzig. Zunächst von der AS Monaco ausgeliehen, verpflichtete ihn der Vizemeister nun fest.  © Picture Point/Roger Petzsche

Zuschauer sind bei Olympia 2021 nicht zugelassen. Und auch für die Sportler gibt es im Fernen Osten ganz besondere Vorkehrungen, die einzuhalten sind.

"Wir sind hier schon ein bisschen eingegrenzt, wissen aber, dass es eine spezielle Situation ist. Wir haben hier im Hotel unseren eigenen Bereich", sagte Henrichs in einer DFB-Medienrunde.

Das Wetter vor Ort sei "sehr schwül, das ist schon eine Umstellung. Ein bisschen erinnert mich das an die Bedingungen beim Confed-Cup." 2017 sei das Halbfinale gegen Mexiko (4:1) "eines meiner schwersten Spiele" gewesen, "da müssen wir uns anpassen."

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Die Japaner seien alle sehr gastfreundlich, freuen sich über ein "konnichiwa" so, "wie wenn du kleinen Kindern zuwinkst".

Dass er ein Teil des nur 18 Mann großen DFB-Kaders ist, erfülle ihn mit Stolz. Mit seinem Team wolle er "so weit wie möglich kommen". Und: "Ich will gern einmal das olympische Dorf sehen, dafür müssen wir aber weiterkommen."

Kuntz' Jungs treffen am kommenden Donnerstag (13.30 Uhr) zunächst auf Brasilien, ehe es gegen Saudi-Arabien (25. Juli, 13.30 Uhr) und die Elfenbeinküste (28. Juli, 10 Uhr) geht.

Benjamin Henrichs über RB Leipzigs neuen Trainer Jesse Marsch: "Hat mir ein gutes Gefühl gegeben!"

Der ehemalige Salzburger Trainer Jesse Marsch (47) hat ab sofort das Zepter bei den Roten Bullen in der Hand.
Der ehemalige Salzburger Trainer Jesse Marsch (47) hat ab sofort das Zepter bei den Roten Bullen in der Hand.  © Picture Point/Gabor Krieg

Als die Anfrage von U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz kam, habe Henrichs ob des neuen Leipzig-Coaches Marsch abwägen müssen, es habe Überlegungen gegeben, Kuntz eventuell auch abzusagen.

"Doch es war mir wichtig, dass ich den Trainer [Marsch, Anm. d. Red.] kennengelernt habe. Die Zeit, in der wir zusammen gearbeitet haben, hat mir ein gutes Gefühl gegeben. Ich weiß, was mich erwartet, wenn ich zurückkomme. Es wird kein neues Gesicht für mich sein."

Der US-Amerikaner lege "sehr viel Wert auf Teamgeist. In dieser ersten Woche habe ich noch nie so einen Trainer erlebt, der so viel kommuniziert hat, wie er. Beim Essen, in der Kabine: Er sucht immer die Gespräche, nicht nur über Fußball. Du kannst immer zu ihm gehen."

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Und wer weiß, vielleicht empfiehlt sich der Rechtsverteidiger über das Schaufenster Olympia auch für weitere A-Länderspiele, dann unter Hansi Flick (56). Sein letztes absolvierte er beim 0:6 gegen Spanien.

"Ich gehe stark davon aus, dass er sich das Turnier angucken wird. Groß darüber nachdenken werde ich aber nicht. Ich muss erstmal abliefern, dazu konzentriere ich mich auf dieses Turnier und dann auf die Zeit bei RB Leipzig."

Wann Henrichs wieder am Cottaweg gegen den Ball treten wird, steht noch nicht fest. Im Falle eines Finaleinzuges (7. August) würde er zumindest das erste Pflichtspiel im DFB-Pokal beim SV Sandhausen (7. August, 15.30 Uhr) verpassen.

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Gabor Krieg, Picture Point/Roger Petzsche

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