Nagelsmann platzt nach Leipzigs Pleite wegen Videoschiri der Kragen: "Für was haben wir den eigentlich?"

Paris - Da war ordentlich Frust dabei! RB Leipzig hat am Dienstagabend durch das 0:1 beim FC Paris Saint-Germain nicht nur diese Partie, sondern auch das direkte Duell gegen PSG in der Champions-League-Gruppe H verloren. Dass und vor allem wie der entscheidende Treffer überhaupt zustande kam, brachte Trainer Julian Nagelsmann (33) zum Kochen.

Unglücksrabe Dayot Upamecano (l., 22) im Kampf um den Ball gegen Paris' Superstar Neymar (28).
Unglücksrabe Dayot Upamecano (l., 22) im Kampf um den Ball gegen Paris' Superstar Neymar (28).  © imago images/PanoramIC

In der 9. Minute ging Ángel Di Maria (32) im "Zweikampf" mit Marcel Sabitzer (26) zu Boden. Dummerweise im Strafraum. Schiedsrichter Danny Makkelie (37, Niederlande) zeigte sofort in Richtung Elfmeterpunkt.

Video Assistent Referee (VAR) Kevin Blom (46) und sein Gehilfe Jochem Kamphuis (34) überprüften und gaben den Strafstoß frei. Superstar Neymar (28) versenkte unten rechts.

Anhand der TV-Bilder - samt mehreren Wiederholungen und Zeitlupen - gab es offensichtlich aber gar keinen Kontakt zwischen Sabitzer und Di María. Das sah auch Nagelsmann so. Und wurde deutlich.

"Der Elfmeter ist ein absoluter Witz. Ich weiß nicht, wo der Videoassistent da war - für was haben wir den eigentlich?! Und das auf Champions-League-Niveau, das ist schon echt traurig. Das ist eine klare Schwalbe, null Kontakt. Das ärgert mich dann schon", so der 33-Jährige am Sky-Mikrofon nach der zweiten Auswärtspleite in der aktuellen Königsklassen-Saison.

Ein Elfer, der keiner war!? Nagelsmann: Videoassistent hat "ein anderes Spiel angeguckt!"

Leipzigs Abwehr konnte Kylian Mbappé (21) nahezu komplett aus dem Spiel nehmen.
Leipzigs Abwehr konnte Kylian Mbappé (21) nahezu komplett aus dem Spiel nehmen.  © Thibault Camus/AP/dpa

So bitter der Treffer, der wohl nicht hätte zählen dürfen, auch war: Zustande kam die Situation aber nur, weil Dayot Upamecano (22) in seinem 17. Champions-League-Einsatz wieder einmal ein Fehler unterlaufen war.

Der Franzose entschied sich kurz vor dem eigenen Strafraum für ein unnötiges Dribbling, statt einen sicheren Pass raus auf Angelino (23) zu spielen. Und leitete den gegnerischen Konter mit dem folgenden Fehlpass ein, der umgehend auf Di María im Sechzehner gespielt wurde.

"Klar ist es ein Fehlpass. Mir geht's eher gegen den Strich, dass wir uns nicht gut freilaufen im Mittelfeld - das ist das viel Schlimmere an der Aktion", so Nagelsmann.

Und weiter: "Der Fehler wird dann bestraft vom Schiedsrichter, der irgendwas sieht und pfeift und der Videoassistent ein anderes Spiel angeguckt hat wahrscheinlich."

Dass der Pariser Mittelfeldmann Ander Herrera (31) später von der Seite mit offener Sohle auf das Standbein von Yussuf Poulsen (27) hineingesprungen kam, Schiri Makkelie dafür aber nur Gelb zeigte, setzte der gebrauchten Leipziger Dienstreise in die Stadt der Liebe die Krone auf.

Fest steht: Holt PSG aus den letzten beiden Gruppenspielen mindestens so viele Punkte wie RB, landen die Sachsen nach dem sechsten Spieltag hinter dem Team von Thomas Tuchel (47), der seinen Kopf am Dienstagabend aus der enger werdenden Schlinge ziehen konnte.

Titelfoto: imago images/PanoramIC

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