RB Leipzigs Nagelsmann meckert gegen Schiri: "'Ne klare Tätlichkeit, Mann!"

Leipzig - RB Leipzig feierte beim 1:0 über Bayer 04 Leverkusen im Verfolger-Duell den ersten Sieg gegen ein Topteam der Bundesliga (TAG24 berichtete). Während des intensiven Matches wurde RB-Coach Julian Nagelsmann (33) mal wieder etwas lauter - auch wegen einer Schiedsrichter-Entscheidungen.

Nach der vermeintlichen Tätlichkeit bildete sich ein Rudel.
Nach der vermeintlichen Tätlichkeit bildete sich ein Rudel.  © Picture Point/Roger Petzsche

Wenige Augenblicke vor dem Halbzeitpfiff hatte es an der Seitenlinie einen unübersichtlichen Zweikampf gegeben, dem eine noch unübersichtlicherer Rudelbildung folgte.

Für Nagelsmann war klar: "Das ist 'ne klare Tätlichkeit, Mann!" Er meinte damit Leverkusens Angreifer Moussa Diaby (21), der gegen Mittelfeldmann Tyler Adams (21) wohl nicht ganz regelkonform zu Werke ging - so zumindest die Einschätzung des Trainers, die die TV-Bilder nicht in Gänze wiedergaben.

"Für Diaby ist es schon eher Rot, weil er mit voller Wucht ins Gesicht schlägt oder drückt." Der Franzose sei von hinten "schon klar ins Gesicht von Tyler" gegangen, sagte Nagelsmann am Sky-Mikro.

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"Am Ende hat's nichts gegeben - ist auch gut, da haben wir elf gegen elf zu Ende gespielt. Wenn man gewinnt, sitzt man auf der Seite, wo man das lockerer sagen kann", so der 33-Jährige, der mit der Schiedsrichter-Leistung von Harm Osmers (36, Hannover) und dessen Zurückhaltung bei der Vergabe von Verwarnungen grundsätzlich zufrieden war.

"Wenn er sehr früh mit Gelben Karten angefangen hätte, hätte es viele gegeben und wir hätten es nicht elf gegen elf beendet", ist sich der Leipziger Übungsleiter sicher.

RB Leipzigs "gute Reaktion" nach Niederlage gegen den 1. FSV Mainz 05

Julian Nagelsmann (33) dürfte nach dem Verfolger-Duell gegen Bayer 04 Leverkusen ordentlich heiser gewesen sein.
Julian Nagelsmann (33) dürfte nach dem Verfolger-Duell gegen Bayer 04 Leverkusen ordentlich heiser gewesen sein.  © Picture Point/Roger Petzsche

Seine Mannschaft habe leidenschaftlich verteidigt, reichlich Konter herausgespielt und auch nach dem 1:0 durch Christopher Nkunku (23) in der 51. Minute noch zwei, drei vielversprechende Gegenstöße gehabt.

Auch mit der Abwehrarbeit seiner Bullen war er - "mit einer Ausnahme, wo Pete [Gulácsi, Anm. d. Red.] super hält" - sehr zufrieden.

Der Erfolg im Sechs-Punkte-Spiel gegen die Werkself sei eine "gute Reaktion" nach der überraschenden Niederlage vor einer Woche beim Vorletzten 1. FSV Mainz 05 (2:3) gewesen.

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Dass nun plötzlich die Frankfurter Eintracht im Rückspiegel auftaucht, wundert Julian Nagelsmann nicht. "Die waren in der Saison mal bisschen in der Krise, urplötzlich gewinnen die jedes Spiel. Sie spielen gut, mir gefällt das, ich schau sie gern an, weil sie auch eine extreme Intensität haben."

Für den jüngsten Bundesliga-Coach und seine Männer geht es am Mittwoch (18.30 Uhr/Sky) im DFB-Pokal mit dem Achtelfinal-Heimspiel gegen Zweitligist VfL Bochum weiter.

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Roger Petzsche

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