RB Leipzigs Werner nach Sieg dankbar: "War nicht mehr schwer, meinen Schädel hinzuhalten!"

Glasgow - Ganz wichtiger Sieg für RB Leipzig! Die Roten Bullen konnten sich am Dienstagabend erfolgreich in der Champions League gegen Celtic Glasgow durchsetzen (2:0) und haben es nun selbst in der Hand, das Achtelfinale zu erreichen.

Freude bei den Spielern von RB Leipzig: In einer packenden Partie schafften es die Sachsen am Ende noch, zwei Tore zu erzielen.
Freude bei den Spielern von RB Leipzig: In einer packenden Partie schafften es die Sachsen am Ende noch, zwei Tore zu erzielen.  © Jan Woitas/dpa

Nachdem es zuvor teils hochkarätige Chancen auf beiden Seiten gegeben hatte, sorgte Nationalspieler Timo Werner (26) in der 75. Minute mit seinem 1:0 für den Leipziger Brustlöser.

Bedient wurde er dabei von Andre Silva (26), der ein klasse Solo ablieferte und im richtigen Moment die Flanke setzte.

"Ein Tor bei so einer Atmosphäre zu schießen ist immer gut, aber der größte Anteil an dem Tor gehört Andre. Ich glaub', super Flanke, mir perfekt auf den Kopf. Da war es dann nicht mehr schwer, meinen Schädel hinzuhalten", analysierte der Torschütze nach dem Spiel.

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Dass die Partie aber auch in eine andere Richtung hätte gehen können, wusste der 26-Jährige ebenso: "Wir hatten in dem Spiel Phasen, wo wir gut waren und Phasen, wo Celtic gut war. Wir sind in diesen Phasen immer mit einem blauen Auge davon gekommen und haben vorne dann am Ende die Nadelstiche gesetzt, die wir in diesem Stadion vor einer wahnsinnigen Kulisse gebraucht haben."

Den entscheidenden "Nadelstich" bereitete Werner dann am Ende sogar noch selbst vor, als er Emil Forsberg (30) in der 84. Minute in Szene setzte. Der Schwede sagte: "Endlich wieder ein Auswärtssieg. Es ist eine gute Stimmung in der Mannschaft, wir sind in einem Flow. Doch es wird nicht einfacher. Wir müssen diese Leistung weiterhin jeden Tag abrufen."

RB Leipzig kann gegen Real Madrid zumindest die Europa League klarmachen

Marco Rose (46) konnte sicherlich nicht über 90 Minuten mit seinem Team zufrieden sein. Dennoch ist eine positive Tendenz in den letzten Spielen erkennbar.
Marco Rose (46) konnte sicherlich nicht über 90 Minuten mit seinem Team zufrieden sein. Dennoch ist eine positive Tendenz in den letzten Spielen erkennbar.  © Jan Woitas/dpa

Wichtig für die Rasenballer: Real Madrid erzielte in der fünften Minute der Nachspielzeit gegen Schachtar Donezk noch den 1:1-Ausgleich.

Dadurch rückten die Sachsen in der Gruppe auf den zweiten Rang und können nun beim Spiel gegen die Königlichen in zwei Wochen aus eigener Kraft die Europa League fest machen. Um in der Champions League weiterzukommen, braucht es wohl noch etwas mehr.

"Wir wissen, wie schwer es ist, gegen Donezk zu spielen und natürlich auch gegen Real. Wir haben jetzt die Situation verbessert, aber im Endeffekt müssen wir nun gegen zwei Gegner punkten, gegen die wir die Hinspiele verloren haben. Aber wir haben es jetzt in der eigenen Hand – das ist das Wichtigste", sagte Xaver Schlager (24), der ein gutes Spiel machte, nach der Begegnung.

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Auch Trainer Marco Rose (46) war am Abend stolz auf seine Schützlinge. Drei Siege aus den letzten vier Spielen: eine positive Tendenz ist klar erkennbar.

Der Coach: "Ich habe viele gute Phasen in unserem Spiel gesehen. Jetzt gilt es, Nachhaltigkeit reinzubringen, um das über 90 Minuten abrufen zu können. Nach der langen Phase ohne Auswärtssieg sollte es uns Mut machen, wenn man hier bei Celtic Glasgow beginnt, auswärts zu gewinnen. Wir haben jetzt viermal in Folge gepunktet, davon drei Spiele gewonnen – es geht also in eine gute Richtung."

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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