RB-Schützenfest! Leipzig schießt chancenlosen VfB Stuttgart ab

Leipzig/Stuttgart - Die Roten Bullen schießen sich den Frust von der Seele! RB Leipzig hat am 2. Spieltag der 1. Bundesliga den VfB Stuttgart mit einem 4:0 (1:0)-Kantersieg zurück ins Schwabenland geschickt. Damit fuhren die Sachsen die ersten drei Punkte der Saison ein.

Andre Silva (r.) feuert die Kugel artistisch aufs VfB-Tor.
Andre Silva (r.) feuert die Kugel artistisch aufs VfB-Tor.  © PICTURE POINT/Roger Petzsche

Die Hausherren-Tore in der Red Bull Arena erzielten Dominik Szoboszlai, (1:0/38. Minute und 3:0/52.) Emil Forsberg (2:0/46.) und Andre Silva (4:0/65./Handelfmeter).

Nach der 0:1-Auftaktpleite beim 1. FSV Mainz 05 veränderte RB-Coach Jesse Marsch seine Startelf auf drei Positionen. Josko Gvardiol, Lukas Klostermann und Szoboszlai begannen anstelle von Angelino, Nordi Mukiele sowie Amadou Haidara.

VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo vertraute im Vergleich zum 5:1-Kantersieg gegen die SpVgg Greuther Fürth größtenteils seiner Erfolgself. Einzig Philipp Klement ersetzte den verletzten Atakan Karazor.

RB Leipzig hadert nach bitterer Paris-Pleite mit dem Schiri: "Wurde gegen uns gepfiffen!"
RB Leipzig RB Leipzig hadert nach bitterer Paris-Pleite mit dem Schiri: "Wurde gegen uns gepfiffen!"

Leipzig begann fulminant. Die Marsch-Truppe machte deutlich, dass sie Wiedergutmachung betreiben wollte und schnürte den VfB in der ersten halben Stunde nahezu ein.

Die erste große Gelegenheit spielte Gvardiol heraus, der mit viel Schwung über die linke Seite in den Stuttgarter Strafraum eindrang. Der Kroate legte die Kugel ins Zentrum, die auf Umwegen zu Willi Orban gelangte. Doch VfB-Keeper Florian Müller blockte den Abschluss in allerletztem Moment ab (14.).

So begann RB Leipzig gegen den VfB Stuttgart

Die Startaufstellung des VfB Stuttgart bei RB Leipzig

Dominik Szoboszlai bringt RB Leipzig gegen den VfB Stuttgart in Führung

Großer Jubel bei RB nach dem erlösenden 1:0 durch Dominik Szoboszlai.
Großer Jubel bei RB nach dem erlösenden 1:0 durch Dominik Szoboszlai.  © Hendrik Schmidt/dpa

Dann zeigte sich Silva am rechten Eck des Fünfmeterraums artistisch: Der Ex-Frankfurter drosch den Ball nach einem langen Pass per Seitfallzieher aufs Tor - doch Müller parierte (23.).

RB spielte sich eine Reihe von guten Chancen heraus, ließ jedoch lange die letzte Konsequenz vermissen.

Stuttgart war dagegen über weite Strecken überfordert und konnte froh sein, dass sich die Sachsen zu lasch im Abschluss zeigten.

Auch das noch: RB Leipzigs Klostermann erleidet Muskelfaserriss
RB Leipzig Auch das noch: RB Leipzigs Klostermann erleidet Muskelfaserriss

Dennoch setzte der VfB immer wieder Nadelstiche durch Konter, blieb aber ebenfalls harmlos. Exemplarisch dafür war eine Gelegenheit aus der 33. Minute: Roberto Massimo flankte von rechts in den Strafraum, wo Hamadi Al Ghaddioui lauerte. Dem rutschte die Kugel über den Schlappen, sodass sie deutlich links am Leipziger Tor vorbeiging.

Mit der nächsten Aktion belohnten sich die Gastgeber. Szoboszlai kam rechts an der Strafraumgrenze völlig frei zum Schuss und schlenzte die Murmel gekonnt zum 1:0 ins weiß-rote Netz ein (38.) - Traumtor.

Emil Forsberg, erneut Szoboszlai und Andre Silva schießen den VfB Stuttgart ab

RB-Star Emil Forsberg (M.) außer Rand und Band! Der Schwede hat nach seinem Treffer zum 2:0 ein Grinsen im Gesicht.
RB-Star Emil Forsberg (M.) außer Rand und Band! Der Schwede hat nach seinem Treffer zum 2:0 ein Grinsen im Gesicht.  © PICTURE POINT/Roger Petzsche

In der zweiten Hälfte starteten die Leipziger erneut wie die Feuerwehr. Vom Anstoß weg kombinierte sich RB fein nach vorne, bevor Forsberg vorbei an VfB-Keeper Müller ins kurze Eck zum 2:0 einschoss (46.).

Die Bullen ließen in dieser Partie wirklich gar nichts anbrennen und setzten wenige Minuten später noch einen drauf. Wieder war es der Ungar Szoboszlai, der einen Freistoß aus dem linken Halbfeld direkt zum 3:0 verwandelte (52.).

Im Anschluss brachte der VfB kurz Ruhe rein, bevor Marc Oliver Kempf den Ball nach einem Schuss von Christopher Nkunku mit der Hand spielte - Elfmeter (63.). Silva schnappte sich das Leder und setzte es halbhoch ins rechte Eck zum 4:0 (65.).

Damit war die Messe gelesen und die Partie plätscherte in der Schlussphase nur noch vor sich hin. Für die Roten Bullen war es ein immens wichtiger Kantersieg, durch den sie die Pleite gegen Mainz vergessen machten.

Der VfB darf dagegen samstags (15.30 Uhr/Sky) am 28. August gegen den SC Freiburg wieder zeigen, was er wirklich drauf hat. RB gastiert einen Tag darauf beim VfL Wolfsburg (17.30 Uhr/DAZN).

Der Mann des Spiels: Dominik Szoboszlai schnürte einen Doppelpack.
Der Mann des Spiels: Dominik Szoboszlai schnürte einen Doppelpack.  © Hendrik Schmidt/dpa

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

Mehr zum Thema RB Leipzig: