"Regeln verbogen": Neuer Hertha-Präsident Kay Bernstein schießt gegen RB Leipzig

Leipzig - Ist das der Anfang einer eher nicht so guten Beziehung? Der neue Präsident von Hertha BSC und Mitgründer der Ultragruppe "Harlekins", Kay Bernstein (41) hat sich direkt mal bei seiner Anhängerschaft beliebt gemacht und gegen RB Leipzig gewettert.

Herthas neuer Präsident Kay Bernstein (41) beschwerte sich öffentlich über die unfairen Geldmittel von RB Leipzig. Im gleichen Atemzug hofft er, dass Investor Lars Windhorst (45) weitere Millionen in den Verein steckt.
Herthas neuer Präsident Kay Bernstein (41) beschwerte sich öffentlich über die unfairen Geldmittel von RB Leipzig. Im gleichen Atemzug hofft er, dass Investor Lars Windhorst (45) weitere Millionen in den Verein steckt.  © Britta Pedersen/dpa

Angesprochen auf die Frage, wie er zu den Sachsen stehe, antwortete der 41-Jährige gegenüber "Bild am Sonntag": "Man darf nie vergessen, wie viele Regeln verbogen wurden auf dem Weg in die Bundesliga und wie extrem dadurch die finanziellen Vorteile dieses Konstrukts gegenüber den anderen Vereinen waren. Genauso kritisch sehe ich die Defizite an Mitsprache, Identifikation und im Vereinsleben."

Daher würde er auch Kritik an den Feindbildern wie den Roten Bullen oder auch TSG-Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp (82) zulassen, Beleidigungen jedoch nicht.

Immerhin lobte Bernstein aber die Arbeit bei den Rasenballern, die ihnen immerhin in der vergangenen Saison den DFB-Pokal beschert hatte: "Die sportliche Professionalität des Projekts ist bemerkenswert, da machen sie auf ihre Art viel richtig."

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Bernstein war am vergangenen Sonntag zum Präsidenten des Berliner Bundesliga-Klubs gewählt worden. Er soll dafür sorgen, dass man langfristig gesehen mindestens am Stadtrivalen 1. FC Union Berlin wieder vorbeikommt. Dafür würde er natürlich auch gern weiteres Geld von Investor Lars Windhorst (45) in Empfang nehmen, der bislang 374 Millionen Euro in den Verein gepumpt hat.

"Wenn es Hertha BSC bei unseren Zielen hilft, ja. Erst müssen wir eine solide Grundlage schaffen, damit das Geld in dem Fall auch auf fruchtbare Erde fällt", so Bernstein.

Aufeinandertreffen der beiden Bundesligisten noch etwas hin

Sportlich gesehen wird es noch eine Weile dauern, bis sich RB Leipzig und Hertha wieder in der Bundesliga begegnen. Erst am 10. Spieltag steigt das Hinspiel in der Red Bull Arena.

Die Hauptstädter haben dabei einiges gut zu machen. In der letzten Saison gewann RB mit 6:0 und 6:1.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa

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