Rot und weg: War Halstenbergs Notbremse doch seine letzte Aktion für RB Leipzig?

Leipzig - DFB-Pokalfinale in Berlin, es ist die 57. Minute: RB Leipzigs Marcel Halstenberg (30) kann SC Freiburgs Lucas Höler (27) als letzter Mann nur mit einem Foul stoppen. Die logische Konsequenz: Schiedsrichter Sascha Stegemann (37) zeigt dem Rasenballer die Rote Karte. Könnte das die letzte Aktion gewesen sein, die Halstenberg für die Sachsen hatte?

Im Pokalfinale gegen den SC Freiburg wurde RB Leipzigs Marcel Halstenberg (30) in der 57. Minute mit Rot vom Feld geschickt.
Im Pokalfinale gegen den SC Freiburg wurde RB Leipzigs Marcel Halstenberg (30) in der 57. Minute mit Rot vom Feld geschickt.  © THOMAS KIENZLE / AFP

Zuletzt deutete eigentlich alles darauf hin, dass eine Vertragsverlängerung nur noch reine Formsache ist. Erst bei der Pokalparty am Wochenende sagte RB-Boss Oliver Mintzlaff (46): "Marcel, wir lassen dich nicht vom Hof und hoffen, dass du auch im kommenden Jahr diesen fantastischen Weg weiter mit uns gehst."

Doch noch lässt eine Unterschrift auf sich warten. Mehr noch: Laut Informationen der "Bild" hat "Halste" drei Angebote von anderen Vereinen auf dem Tisch liegen, die offenbar durchaus sein Interesse geweckt haben.

Der 30-Jährige im Interview dazu: "Wir hatten sehr gute Verhandlungen und Gespräche, aber das Gesamtpaket hat noch nicht so gepasst. Da spielen viele Faktoren eine Rolle, auch, was meine Familie angeht. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich machen will."

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Das war sich der Verteidiger schon in der letzten Saison nicht. Dort sah vieles danach aus, als ob sein Weg ihn zum Ligakonkurrenten Borussia Dortmund führen könnte.

Jetzt, nach dem Pokalgewinn, ist es gut möglich, dass der Abwehrspieler wirklich noch einmal etwas Neues sehen will. Auch wenn das bedeutet, dass ihn die Sachsen ablösefrei ziehen lassen müssten.

Doch noch ist nichts fix. Halstenberg genießt unter Tedesco komplette Wertschätzung, stand zuletzt nicht selten in der Startelf. Nach sieben Jahren RB Leipzig dürfte es zudem nicht ganz so einfach sein, plötzlich die Segel zu setzen.

Man darf also gespannt sein, in welche Richtung es für den 30-Jährigen in den nächsten Wochen gehen wird.

Titelfoto: THOMAS KIENZLE / AFP

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