Turbokapitalismus! Kein Ossi-Verein! Sachsens Landtag meckert über RB Leipzig

Dresden/Leipzig - Sachsens Landtag debattiert über Fußball im Osten. Natürlich fällt das Gespräch dabei auch auf Bundesligist und Champions-League-Halbfinalist RB Leipzig. Der scheint bei den Abgeordneten jedoch noch lange nicht den Ruf zu genießen, den andere Vereine innehaben.

Sachsens Linke hat im Landtag eine Debatte über Fußball im Osten gestartet. Dabei fiel das Gespräch auch auf RB Leipzig, den die Fraktion gleich mal als keinen Ost-Verein abstempelt.
Sachsens Linke hat im Landtag eine Debatte über Fußball im Osten gestartet. Dabei fiel das Gespräch auch auf RB Leipzig, den die Fraktion gleich mal als keinen Ost-Verein abstempelt.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Angeregt hatte die Debatte Sachsens Linke, die die Probleme der ostdeutschen Clubs als Spiegelbild der Entwicklung im ganzen Land darstellen wollte. 

"Die Geschichte der Ost-Vereine könnte auch heißen: Wie der Markt den ostdeutschen Fußball abwickelte", sagte die Abgeordnete Marika Tändler-Walenta (36). "'Nicht in derselben Liga' - dieses Bild trifft für den Osten in weiten Teilen immer noch zu."

Als das Gespräch schon am Mittwoch gestartet wurde, fielen zu diesem Punkt als Gegenargumente noch die Zweitliga-Zugehörigkeit von Erzgebirge Aue und natürlich RB Leipzig. Bereits da konterte Linken Fraktionschef Rico Gebhardt (57) laut "RBLive" jedoch, dass die Roten Bullen kein "genuin ostdeutscher Verein" seien.

Was RB-Coach Julian Nagelsmann (33) wohl von den Worten hält?
Was RB-Coach Julian Nagelsmann (33) wohl von den Worten hält?  © Michael Regan/Getty Images via UEFA/dpa
Sachsens Linken-Fraktionschef Rico Gebhardt (57).
Sachsens Linken-Fraktionschef Rico Gebhardt (57).  © Gregor Fischer/dpa

Bei der Debatte am Donnerstag outeten sich dann zwar mehrere Redner als Fans von Dynamo Dresden. Das Bekenntnis für den Champions-League-Halbfinalisten fiel jedoch geringer aus.

Dem SPD-Abgeordneten Albrecht Pallas (40) zufolge habe es RB "mit viel Geld und turbokapitalistischem Know-how" nach oben geschafft. Er gab jedoch auch zu, dass das Geld gut für den nachhaltigen sportlichen Erfolg eingesetzt worden sei.

Titelfoto: Montage: Michael Regan/Getty Images via UEFA/dpa + Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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