"Schlechteste Saisonleistung", "schwer zu verstehen": RB Leipzigs Tiefpunkt in Hoffenheim

Leipzig/Sinsheim - Das war nichts - gar nichts! Die Euphorie nach dem 2:1 gegen Borussia Dortmund vor der Länderspielpause war groß bei RB Leipzig, doch die Leistung beim 0:2 bei der TSG Hoffenheim am gestrigen Samstag war nicht nachzuvollziehen - das fanden auch die Akteure.

Ungläubig nach Abpfiff: Kapitän Willi Orban (29, vorn) und Ilaix Moriba (18).
Ungläubig nach Abpfiff: Kapitän Willi Orban (29, vorn) und Ilaix Moriba (18).  © Uwe Anspach/dpa

In dieser Saison hat es bei den seit Wochen in einer wilden Achterbahn sitzenden Sachsen noch nicht mit einem Dreier auf fremdem Bundesliga-Geläuf geklappt. Der letzte Auswärtserfolg datiert sogar vom 10. April - einem 4:1 beim späteren Absteiger SV Werder Bremen.

Gerade einmal drei eigene Treffer und ebenso viele Punkte in sechs Partien gelangen dem Vizemeister als Gastverein in dieser Spielzeit in der Liga. Nur der 1. FC Köln, der FC Augsburg und die SpVgg Greuther Fürth haben auswärts noch weniger Zählbares eingefahren.

Das änderte sich auch im Kraichgau nicht. Mit sechs Siegen, drei Unentschieden und zwei Pleiten lag die TSG den Leipzigern bisher als Gegner meistens. Doch Samstag ließ das Team von Jesse Marsch (48) vieles vermissen.

RB Leipzigs Tschauner hängt die Handschuhe an den Nagel und hat noch einen großen Wunsch!
RB Leipzig RB Leipzigs Tschauner hängt die Handschuhe an den Nagel und hat noch einen großen Wunsch!

Nur fünf (ungefährliche) Torschüsse brachte RB gegen top eingestellte Hoffenheimer zustande, die es selbst auf 22 brachten und besonders bei den Standards von Dennis Geiger (23) enorm stark waren. Eine seiner Ecken führte auch zum 1:0 durch Diadie Samassékou (25).

Dass ausgerechnet Péter Gulácsi (30) dabei der entscheidende Patzer unterlief, passte ins nachmittägliche Bullen-Bild.

Enttäuschung pur auch beim Rest der Mannschaft um Trainer Jesse Marsch (48, r.).
Enttäuschung pur auch beim Rest der Mannschaft um Trainer Jesse Marsch (48, r.).  © Uwe Anspach/dpa

Péter Gulácsi wird deutlich: "Das war unsere schlechteste Saisonleistung!"

Der sonst so souveräne ungarische Unglücksrabe wollte nach dem Abpfiff am Sky-Mikrofon "nicht schönreden". Das gab es auch nicht. "Wir haben absolut verdient verloren und das war unsere schlechteste Saisonleistung."

Trainer Marsch sah seine Roten Bullen "nicht gut genug" sowie "kein richtiges Laufen, keine Duelle gewonnen, keine überzeugenden Eins-gegen-eins-Situationen". Der Auftritt sei für ihn "schwer zu verstehen".

Das nächste Spiel ist für RB ein richtungsweisendes. In der Champions League ist man am Mittwoch (21 Uhr/DAZN) zu Gast beim FC Brügge. Ein Sieg ist Pflicht, um die Chance aufs Überwintern in der Europa League zu wahren. Dann aber bitte mit einer anderen Leistung.

Titelfoto: Bildmontage: Uwe Anspach/dpa

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