Starke Schlussphase reicht nicht: RB Leipzig lässt beim VfB Stuttgart Punkte liegen!

Stuttgart - RB Leipzig hat den Auftakt vergeigt! Die Roten Bullen konnten sich am Sonntagnachmittag zum Bundesligastart beim VfB Stuttgart nicht durchsetzen und mussten sich letztendlich mit einem 1:1 (1:1) zufriedengeben.

Frühe Führung: RB Leipzig ging mit der ersten Chance nach sieben Minuten durch Christopher Nkunku (v.-o.) mit 1:0 in Front.
Frühe Führung: RB Leipzig ging mit der ersten Chance nach sieben Minuten durch Christopher Nkunku (v.-o.) mit 1:0 in Front.  © Tom Weller/dpa

In der siebten Minute gingen die Roten Bullen durch Christopher Nkunku in Führung, doch Naouirou Ahamada glich in der 31. Minute für die Heimelf aus.

Gegenüber dem 1:0-Pokalerfolg bei Dynamo Dresden tauschte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo seine Startelf auf zwei Positionen. Torhüter Florian Müller und Sasa Kalajdzic ersetzten Fabian Bredlow und Darko Churlinov, die raus rotierten.

Bei den Sachsen gab es im Vergleich zum 3:5 gegen den FC Bayern München von Coach Domenico Tedesco vier Veränderungen: Hugo Novoa, David Raum, Dani Olmo und André Silva ersetzten Mohamed Simakan, Dominik Szoboszlai, Emil Forsberg und Konrad Laimer, der mit einem Sprunggelenksproblem gar nicht im Kader stand.

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Bei traumhaftem Wetter in der Mercedes-Benz Arena erwischten die Hausherren den etwas besseren Start. Mit hohen Bällen hinter die Kette wurde anfangs immer wieder Silas gesucht, der jedoch zunächst nicht zum Abschluss kam.

Nach sieben Zeigerumdrehungen war der gute Beginn der Schwaben aber hinfällig. Ein starker Steilpass von Benjamin Henrichs ging durch die Mitte und landete an der Strafraumkante bei Olmo, der mit einem Kontakt blitzschnell an Nkunku weitergab. Der französische Nationalstürmer ließ sich die Gelegenheit aus zwölf Metern Entfernung nicht nehmen und zimmerte den Ball flach rechts unten ins Netz - erste Chance, 1:0 RB.

Diese Mannschaft schickte der VfB Stuttgart beim Saisonauftakt gegen RB Leipzig ins Rennen

Mit dieser Startelf lief RB Leipzig beim Saisonauftakt beim VfB Stuttgart auf

RB Leipzig zunächst dominant, dann gleicht der VfB Stuttgart durch Naouirou Ahamada aus

Große Teile der ersten Halbzeit waren weitgehend ereignisarm. Die Sachsen kontrollierten den Ball, Stuttgart lauerte.
Große Teile der ersten Halbzeit waren weitgehend ereignisarm. Die Sachsen kontrollierten den Ball, Stuttgart lauerte.  © Picture Point / Roger Petzsche

Man merkte dem VfB an, dass er sich viel vorgenommen hatte. Doch die Sachsen wurden Minute für Minute besser, ohne sich allerdings in der ersten Viertelstunde weitere richtig dicke Gelegenheiten zu erarbeiten.

Wenn bei den Schwaben was ging, dann über Silas, dessen Schuss aus 14 Metern knapp vorbeiging aber sowieso nach Foul an Willi Orban zurückgepfiffen wurde (17.).

RB ließ sonst nicht viel zu, kontrollierte weitestgehend das Spiel und suchte nach Lücken. Die zahlreichen Fans sahen zunächst trotzdem eine weitestgehend ereignisarme Partie, die natürlich der führenden Mannschaft eher in die Karten spielte.

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In der 31. Minute war es aber vorbei mit der Ruhe. Zum ersten Mal sahen die Gäste bei einem Angriff der Hausherren mehr oder weniger nur zu, was sich sofort rächte. Ahamada und Kalajdzic konnten sich die Kugel unbedrängt an der Strafraumkante zuspielen. Ersterer fasste sich schließlich ein Herz und schloss zielgenau ins rechte untere Eck ab - 1:1, Peter Gulacsi im Leipziger Tor war ohne Chance!

Vieles, was danach passierte, dürfte Tedesco nicht gefallen haben. Mehrere einfache Pässe des Vorjahresvierten kamen nicht mehr an. Gegnerische Angreifer wie Kalajdzic (40.) und Chris Führich (42.) kamen plötzlich zum Abschluss, was vor dem Gegentreffer nicht der Fall war. Dann setzte Konstantinos Mavropanos sogar noch einen Weitschuss an den linken Pfosten (45.+3). Letztendlich ging es aber mit einem Remis in die Kabinen.

Verdienter Ausgleich: Stuttgart erholte sich Mitte der ersten Halbzeit vom Gegentreffer und erzielte selbst ein Tor.
Verdienter Ausgleich: Stuttgart erholte sich Mitte der ersten Halbzeit vom Gegentreffer und erzielte selbst ein Tor.  © Tom Weller/dpa

RB Leipzig mit Dauerdruck auf das Tor des VfB Stuttgart

RB-Neuzugang David Raum startete direkt von Beginn an. Allerdings merkte man ihm an einigen Stellen an, dass er noch etwas Luft nach oben hat.
RB-Neuzugang David Raum startete direkt von Beginn an. Allerdings merkte man ihm an einigen Stellen an, dass er noch etwas Luft nach oben hat.  © Picture Point / Roger Petzsche

Und auch zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten die Gastgeber gleich eine dicke Möglichkeit zur Führung.

Nach einer überragenden Flanke aus der eigenen Hälfte landete der Ball direkt vor den Füßen von Josha Vagnoman, der relativ unbedrängt aufs Tor zulief, seinen Schuss jedoch deutlich verzog (49.).

Die Roten Bullen kamen wie schon zum Ende der ersten Halbzeit nicht mehr richtig ins Spielen. Nkunku musste sich teilweise Bälle selbst aus der Abwehr holen, um einen Vorstoß starten zu können.

Das Duell lebte von der Spannung. Man hatte das Gefühl, wer das nächste Tor macht, gewinnt die Partie. Novoa, der nicht das glücklichste Spiel machte, hatte in der 61. Minute die Chance. Doch sein Schuss von der linken Seite wehrte Müller ab.

Nur vier Zeigerumdrehungen später kombinierten sich die Gäste überragend durch die VfB-Reihen. Nkunku durfte am Ende aus elf Metern abschließen - schoss jedoch ebenfalls nur den gegnerischen Keeper an.

RB wurde schließlich immer stärker und drängte auf die Führung. Orban (72.), Szoboszlai (74.) und Olmo (75.) scheiterten aber allesamt. Der VfB kam kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus. Besonders der eingewechselte ungarische Nationalkicker bereitete der Hintermannschaft der Schwaben große Sorgen.

Doch trotz sechs Minuten Nachspielzeit konnten die Sachsen den Ball nicht mehr hinter die Stuttgarter Linie drücken. Am Ende stand somit ein aus VfB-Sicht glückliches 1:1 auf der Anzeigetafel.

Domenico Tedesco peitschte sein Team in der Schlussphase nach vorne. Der Siegtreffer sollte jedoch nicht mehr gelingen.
Domenico Tedesco peitschte sein Team in der Schlussphase nach vorne. Der Siegtreffer sollte jedoch nicht mehr gelingen.  © Tom Weller/dpa

RB Leipzig empfängt in der kommenden Woche am Samstag um 15.30 Uhr den 1. FC Köln in der heimischen Red Bull Arena. Der VfB Stuttgart muss zeitgleich auswärts beim SV Werder Bremen ran.

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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