Stress-Test für RB Leipzig: Drei Hammerspiele in sieben Tagen

Leipzig/Istanbul - Binnen sieben Tagen kämpft RB Leipzig um das Weiterkommen in der Champions League und die Tabellenführung in der Bundesliga. Dafür hat Trainer Nagelsmann (33) eigens die Reiseplanung optimiert.

Es muss wieder ein Sieg gegen Istanbul her, damit das Achtelfinale der Champions League in greifbarer Nähe bleibt. (Archivbild)
Es muss wieder ein Sieg gegen Istanbul her, damit das Achtelfinale der Champions League in greifbarer Nähe bleibt. (Archivbild)  © Picture Point / Roger Petzsche

Als der Charterflieger TK3301 in den grauen Morgenhimmel in Richtung Bosporus abhob, begann für RB Leipzig die Woche der Wahrheit.

Bereits zum Auftakt am Mittwoch (18.55 Uhr/DAZN) ist ein Sieg bei Istanbul Basaksehir Pflicht, dann geht es bei Bayern München um die Tabellenführung der Fußball-Bundesliga und schließlich gegen Manchester United um den Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse.

Drei Hochkaräter in sieben Tagen – ein echter Stresstest für RB.

Um optimal durch die Woche zu kommen, hat Trainer Julian Nagelsmann die Reiseplanung gestrafft. "Wir werden von Istanbul direkt nach München fliegen. So sparen wir uns einen Flug", sagte der 33-Jährige.

Beim Sparen geht es weniger ums Geld als vielmehr um eine möglichst effiziente Belastungssteuerung.

Achtelfinale nur bei Sieg gegen Istanbul möglich

Abwehr-Rakete Angelino (23) war der Goalgetter des Hinspiels. (Archivbild)
Abwehr-Rakete Angelino (23) war der Goalgetter des Hinspiels. (Archivbild)  © Picture Point / Sven Sonntag

Denn Leipzig muss raus aus dem Energiesparmodus, in dem die Mannschaft zuletzt den Bundesliga-Sieg gegen Bielefeld nach Hause zitterte. Der türkische Meister ist ein anderes Kaliber als der Aufsteiger.

"Wir sind gezwungen zu gewinnen. Istanbul hat Qualität, wenn man ihnen viel Raum gibt", sagte Nagelsmann. Das Hinspiel hatte RB zwar 2:0 gewonnen, den Türken vor allem im zweiten Durchgang aber großzügig Platz geboten.

Nur bei einem Sieg hat es Leipzig noch selbst in der Hand, das Achtelfinale zu erreichen. Verliert man, kann bei einem Sieg von Paris Saint-Germain bei Manchester United schon alles vorbei sein und man müsste sogar um das Überwintern in der Europa League bangen.

Diesen Rechenspielchen wollen die Sachsen aus dem Weg gehen.

Nagelsmann muss beste Elf ins Rennen schicken

Und so dürfte Nagelsmann seine beste Elf ins Rennen schicken. Die gegen Bielefeld geschonten Emil Forsberg (29), Kapitän Marcel Sabitzer (26), Yussuf Poulsen (26) und Christopher Nkunku (23) werden wohl beim Lieblingsclub des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan von Beginn an auf dem Platz stehen.

Verzichten muss RB nur auf die Langzeitverletzten Lukas Klostermann (24) und Konrad Laimer (23).

Eine Frage, die Nagelsmann umtreiben dürfte, ist ein möglicher Einsatz von Alexander Sörloth (24). Der bisher äußerst glücklose Norweger verschoss zwar gegen Bielefeld einen Elfmeter und ist im RB-Trikot noch immer ohne Torerfolg.

Doch in der vergangenen Saison hat der Stürmer noch mit Ex-Club Trabzonspor im Fatih-Terim-Stadion von Basaksehir gespielt und beim 2:2 ein Tor erzielt. Man könnte es als gutes Omen nehmen.

Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

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