Szoboszlai, Kampl, Forsberg: Leipzig-Coach Marsch mit Knallhart-Ansage an seine Stars

Leipzig - Schluss mit Eingewöhnung, jetzt soll es ans Eingemachte gehen! Auf der Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel von RB Leipzig gegen die SpVgg Greuther Fürth war Bullen-Trainer Jesse Marsch (47) am Freitag in Redelaune.

RB Leipzigs Trainer Jesse Marsch (47) hat bei der Pressekonferenz am Freitag klar gemacht, was er von seinen Spielern in Zukunft verlangt.
RB Leipzigs Trainer Jesse Marsch (47) hat bei der Pressekonferenz am Freitag klar gemacht, was er von seinen Spielern in Zukunft verlangt.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Trotz der bitteren Champions-League-Niederlage gegen Paris Saint-Germain (2:3) zeigte sein Team in vielen Teilen endlich den Fußball, den sich der Coach seit seinem Amtsantritt im Sommer wünscht.

Mit aggressivem Pressing, einer guten Laufleistung und kontrolliertem Zug nach vorn brachte man die Hintermannschaft der Franzosen ein ums andere Mal ins Wanken. Geht es nach Marsch, soll das Niveau ab sofort konstant bleiben.

"Wir haben einen Fortschritt gemacht. Die Jungs haben den Matchplan gehalten und sehr gut gespielt, mit Selbstvertrauen gespielt", resümierte der 47-Jährige.

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Bezeichnend: Spieler wie Kevin Kampl (31), Dominik Szoboszlai (20) und Emil Forsberg (29), der am Samstag seinen 30. Geburtstag feiert, standen nach dem schwachen Spiel beim SC Freiburg (1:1) am Dienstag zunächst nicht auf dem Platz.

Laut Marsch habe das nach den guten Leistungen der Mannschaftskollegen jetzt eine Leistungssteigerung im Training zu bedeuten, um einen der begehrten Stammplätze zu ergattern.

"Wir haben vor dem Paris-Spiel gesagt, dass unsere Laufleistung gegen Freiburg nicht gut genug war. Wir brauchen Spieler, die das machen wollen. Sie müssen jetzt bei mir im Training und im Spiel den Eindruck machen, dass sie wieder die Gelegenheit bekommen zu spielen." Knallharte Ansage vom Coach, der offensichtlich kein Problem damit hat, seine Kreativspieler auf die Bank zu verbannen.

Dennoch scheint es wahrscheinlich, dass die Sachsen gegen den Tabellenletzten der Bundesliga ordentlich rotieren werden. Nach der Muskelfaserriss-Verletzung von Lukas Klostermann (25) scheint zudem eine Dreierkette realistisch.

Der Gegner Greuther Fürth möchte unterdessen gerade in der Red Bull Arena den ersten Sieg der Saison einfahren. Kleeblatt-Trainer Stefan Leitl (44) bezeichnete das Spiel am Samstag als "keine unlösbare Aufgabe".

Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

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