Tabellenführer RB Leipzig gegen Zweiten: "Müssen Partie früher klarmachen"

Leipzig - Die Länderspiel-Pause ist vorbei und obwohl RB Leipzig aufgrund der vielen späten Rückkehrer nicht auf eine optimale Vorbereitung zurückblicken kann, ist das Ziel im unerwarteten Bundesliga-Spitzenspiel gegen den FC Augsburg (15.30 Uhr/Sky) klar.

Heiko Herrlich (48) ist seit März 2020 Cheftrainer beim FC Augsburg. (Archivbild)
Heiko Herrlich (48) ist seit März 2020 Cheftrainer beim FC Augsburg. (Archivbild)  © Lennart Preiss/Witters Sportfotografie/Picture Point/Pool

Ist vor einem Bundesliga-Spieltag vom Duell zwischen dem Erst- und dem Zweitplatzierten die Rede, hat man diese Paarung nicht zwingend auf dem Zettel.

RB Leipzig will die Tabellenspitze mit aller Macht verteidigen, der FC Augsburg will eben jene erreichen und an den Erfolg der vergangenen Wochen anknüpfen.

Für beide hat die Saison mit je zwei Siegen und einem Remis gut begonnen, lediglich das bessere Torverhältnis spricht für die Sachsen.

Die konnten vor der Länderspiel-Pause einen klaren 4:0-Sieg gegen schwache Schalker einfahren (TAG24 berichtete), während die Fuggerstädter sich torlos aus Wolfsburg verabschiedeten.

Doch sollte man die Männer unter Trainer Heiko Herrlich (48), der nach überstandener Lungenerkrankung (TAG24 berichtete) wieder an der Seitenlinie stehen wird, nicht unterschätzen.

Vier Siege aus acht Partien, erster Auswärtssieg im vergangenen Juni

Zuletzt konnte RB Leipzig im Juni den ersten Auswärtssieg gegen die Augsburger einfahren. (Archivbild)
Zuletzt konnte RB Leipzig im Juni den ersten Auswärtssieg gegen die Augsburger einfahren. (Archivbild)  © Lennart Preiss/Witters Sportfotografie/Picture Point/Pool

In den vergangenen Jahren taten sich die Roten Bullen stets schwer gegen die Augsburger.

Vier Siege aus acht Partien fielen in der Regel eher knapp aus. Dem gegenüber stehen drei Remis und nur eine Niederlage. Ende Juni gewann man erstmals in der vierjährigen gemeinsamen Bundesliga-Geschichte im Stadion der Schwaben.

"Sie haben sich verbessert. Sie lassen weniger Konter zu, kassieren weniger Gegentore, spielen mit weniger Risiko", lobte RB-Coach Julian Nagelsmann (33) die gegnerische Mannschaft auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

Gegen torgefährliche Angreifer wie beispielsweise Florian Niederlechner (29) oder Michael Gregoritsch (26) "müssen wir uns breit-gefächert aufstellen und unsere Spielidee auf den Platz bringen, indem wir stabil im eigenen Ballbesitz agieren und unser Gegenpressing so aggressiv wie möglich ausspielen, darauf wird es gegen Augsburg ankommen."

Nagelsmann: "Das wird auch mal schleppend werden"

Ob Michael Gregoritsch (26), hier im Zweikampf mit Kevin Kampl (30), es den Leipzigern wieder schwer machen wird? (Archivbild)
Ob Michael Gregoritsch (26), hier im Zweikampf mit Kevin Kampl (30), es den Leipzigern wieder schwer machen wird? (Archivbild)  © Picture Point / Sven Sonntag

Obwohl die Augsburger nun schon das zweite Mal gegen die Leipziger ohne ihre Fans im Rücken antreten, hat das Team aus Leipzig wohl vor allem mit den Auswirkungen der Länderspiel-Reise zu kämpfen. "Das wird auch mal schleppend werden, das ist oft so nach Länderspielen. Darauf müssen wir vorbereitet sein", so Nagelsmann.

Willi Orban (27), Dayot Upamecano (21), Emil Forsberg (28), Yussuf Poulsen (26) und Alexander Sörloth (24) konnten erst am Freitag wieder ins Training einsteigen. Der Trainer ist trotzdem zuversichtlich, dass seine Jungs das schaffen: "Ich habe selbst den Anspruch, meine Spieler grundsätzlich so einzustellen, dass sie auch ohne große Trainingszeiten schnell wieder in unserem Spielsystem ankommen."

Weiterhin verzichten müsse man allerdings auf Marcel Sabitzer (26, Muskelfaserriss) und Konrad Laimer (23, Knie-OP), die beide allerdings schon wieder individuell trainieren. Kapitän Sabitzer sei jedoch für das erste Champions-League-Spiel in der kommenden Woche gegen Istanbul Basaksehir möglicherweise eine Option.

Der neue, von der AS Roma ausgeliehene Youngster Justin Kluivert (21) sei für die Startaufstellung noch keine Option. Nach Problemen in den ersten Trainingstagen werde er vorerst auf der Bank Platz nehmen. "Wir haben viele Spieler, die im Rhythmus sind und schon länger hier sind", so Nagelsmann.

Nicht nur für das Spiel gegen Augsburg, sondern auch für die nächsten vollgepackten drei Wochen sei das Team gut gerüstet, man müsse allerdings versuchen, die Überlegenheit auch in Tore umzuwandeln. "Wir müssen Partien auch mal einen Tick früher für uns entscheiden und es so schaffen, Spiele mit etwas weniger Intensität erfolgreich zu Ende zu spielen", so Nagelsmann.

Titelfoto: Picture Point / Sven Sonntag

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