RB Leipzig: Timo Werner morgen ein letztes Mal in der Red Bull Arena

Leipzig - Zwei Tage nach der Verkündung des Wechsels von Nationalstürmer Timo Werner (24) von RB Leipzig zum FC Chelsea wird der deutsche Nationalstürmer am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Borussia Dortmund im finalen Heimspiel für die Sachsen auf dem Red-Bull-Rasen stehen - und diesen ohne viel Tamtam und minutenlangen Jubel ein letztes Mal verlassen. 

Chelsea-Trainer Frank Lampard (41) freut sich über die Verpflichtung Werners.
Chelsea-Trainer Frank Lampard (41) freut sich über die Verpflichtung Werners.  © Nick Potts/PA Wire/dpa

Im Match gegen den schwarz-gelben Tabellenzweiten können die Roten Bullen mit einem Dreier nicht nur die Champions League nach dem Patzer gegen Fortuna Düsseldorf am Mittwoch (2:2, TAG24 berichtete) endgültig fix machen, sie hätten am letzten Spieltag sogar die zweite Vizemeisterschaft im vierten Bundesligajahr in der eigenen Hand. 

Timo Werner will dann seine Bilanz gegen den BVB aufhübschen. 

Bislang steht er bei drei Torbeteiligungen in zehn Partien für RB und den VfB Stuttgart. 

Nur noch zweimal wird sich der 24-Jährige das RB-Dress überstreifen. Nächsten Samstag ist in Augsburg dann endgültig Schluss - nach vier laut Werner "großartigen" Jahren an der Pleiße. 

"Der Verein hat sich in den vier Jahren zu einer Top-Adresse entwickelt und ich konnte zusammen mit RB Leipzig wachsen. Leipzig ist eine tolle Stadt, RBL ein spannender und attraktiver Klub. Beides wird fest in meinem Herzen bleiben und ich werde vieles vermissen", sagte Werner.

Timo Werner lehnt weitere Champions-League-Einsätze für RB Leipzig ab

Timo Werner (24) absolviert noch zwei Partien für RB Leipzig, ehe es für ihn nach London geht.
Timo Werner (24) absolviert noch zwei Partien für RB Leipzig, ehe es für ihn nach London geht.  © Picture Point/Roger Petzsche

2016 für 14 Millionen Euro vom VfB Stuttgart zum damaligen Aufsteiger in die Beletage gewechselt, entwickelte sich Timo Werner zum besten deutschen Stürmer. 

93 Tore und 40 Vorlagen in 157 Pflichtspielen sind ein absoluter Topwert. In Leipzig wurde der heute 24-Jährige zum Nationalspieler, kommt in 29 Länderspielen auf elf Tore und zwei Assists.

Jetzt geht es für 53 Millionen nach London in die Premier League - ein absoluter Traum für den gebürtigen Stuttgarter. 

Nach Naby Keita (25, 2018 für 60 Millionen nach Liverpool) ist Werner der zweitteuerste RB-Abgang.

"Wir haben immer betont, dass es für unser Business in Leipzig wichtig ist, auch Spieler zu verkaufen", machte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (45) deutlich. 

"Nur mit diesen Transfererlösen können wir weiter Schritt für Schritt wachsen und RB Leipzig sukzessive international ausrichten."

Fest steht: Obwohl es möglich wäre, hat Timo Werner abgelehnt, im Champions-League-Blitzturnier (12. bis 23. August, ohne Rückspiele) für die Sachsen ab dem Viertelfinale aufzulaufen. Zu diesem Zeitpunkt wolle er sich schon mit Chelsea auf die kommende Spielzeit vorbereiten, in der er bei den "Blues" unter Coach Frank Lampard (41) eine tragende Rolle spielen soll. 

Wer ersetzt Timo Werner? RB Leipzig muss "extrem auf das Geld achten"

Aufgrund der Corona-Krise müssen alle Fußballvereine kürzertreten. Fehlende Ticketverkäufe, stillstehende Zapfhähne und kalt bleibende Grills in den Arenen: Verluste im zweistelligen Millionenbereich sind keine Seltenheit.

Auch RB Leipzig wird bei den Transferplanungen für die kommende Saison Abstriche machen müssen. "Wir müssen extrem auf das Geld achten", sagte Sportdirektor Markus Krösche (39). 

Den Verlust Werners könne man eventuell nur mit zwei Spielern kompensieren. Möglich, dass einer davon Bremens Milot Rashica (24) wird. Erst recht, wenn der SVW absteigt.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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