RB-Coach Nagelsmann kritisiert Upamecano für Platzverweis: "Kann ich nicht nachvollziehen"

Leipzig - Gegen Leverkusen und den FC Bayern verloren sie auswärts hauchdünn, in Dortmund und auch am Samstag bei RB Leipzig reichte es für Schlusslicht SC Paderborn für ein Unentschieden (1:1, TAG24 berichtete). Obwohl der Abstieg sehr wahrscheinlich ist, haben sich die Ostwestfalen mit einer geschlossenen Willensleistung einen Punkt in der Red Bull Arena erkämpft - und das völlig verdient.

Während sich der SC Paderborn über den Last-Minute-Ausgleich freute, schlugen Leipzigs Kicker die Hände über dem Kopf zusammen.
Während sich der SC Paderborn über den Last-Minute-Ausgleich freute, schlugen Leipzigs Kicker die Hände über dem Kopf zusammen.  © Hannibal Hanschke/REUTERS/Pool/dpa

Wichtige Punkte im Kampf für die erneute Qualifikation zur Champions League haben dagegen die Sachsen überraschend liegen lassen. 

Nach zwei Heim-Remis gegen Freiburg (1:1) und Hertha (2:2) war gegen den Tabellenletzten ein (souveräner) Sieg fest eingeplant.

Nach Patrik Schicks Führungstreffer aus der ersten Halbzeit versäumten es die Roten Bullen aber, den Sack früher zuzumachen. 

Auch in Unterzahl nach der Gelb-Roten Karte gegen Dayot Upamecano hatten Timo Werner & Co. durchaus Chancen aufs vorentscheidende 2:0. 

Doch besonders im zweiten Durchgang, in dem der SCP mit einem Mann mehr agieren durfte, waren die Gäste absolut ebenbürtig und erzwangen durch Christian Strohdieks Abstaubertor in der zweiten Minute der Nachspielzeit einen Punkt, der unterm Strich in Ordnung geht.

Kritik an Upas dummem Platzverweis

Weil er nach einem Foul an Streli Mamba den Ball weggeschlagen hatte, sah Dayot Upamecano (M.) die Ampelkarte.
Weil er nach einem Foul an Streli Mamba den Ball weggeschlagen hatte, sah Dayot Upamecano (M.) die Ampelkarte.  © Hannibal Hanschke/REUTERS/Pool/dpa

Trainer Julian Nagelsmann musste in der Startelf auf zwei Österreicher verzichten. Während Marcel Sabitzer wegen Beschwerden in der rechten Wade nicht im Kader stand, gönnte der Coach Konrad Laimer eine Verschnaufpause.

"Konni war platt", sagte der 32-Jährige und wechselte den Dauerbrenner erst nach 65 Minuten ein. 

Dass der verwarnte Upamecano seiner Mannschaft mit der (vermeidbaren) Gelb-Roten Karte wegen Ballwegschlagens einen Bärendienst erwies, musste auch sein Coach so unterschreiben. 

Die Hinausstellung des 21-Jährigen nach dem Zweikampf gegen Streli Mamba sei "total vermeidbar" gewesen. 

"Wir haben Glück, dass wir aufgrund des Fouls keine Gelbe kriegen." Den Ball nach der laut Nagelsmann "völlig richtigen Schiedsrichterentscheidung" wegzuschlagen, "kann ich nicht nachvollziehen". 

Und auch Timo Werner war noch Thema. Engagiert, flink und trickreich war der Nationalstürmer unterwegs, konnte seinen 26. Ligatreffer der Saison aber nicht erzielen. Die sich verdichtenden Meldungen über einen bevorstehenden Wechsel zum Premier-League-Team des FC Chelsea hätten seine Leistung "nicht beeinflusst", bekräftigte Julian Nagelsmann.

"Den Rummel um seine Person kennt er, seitdem er vierzehneinhalb ist..."

Titelfoto: Hannibal Hanschke/REUTERS/Pool/dpa

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