Trauerspiel in Hoffenheim? Volle Arena gegen RB Leipzig erlaubt, aber es kommen viel weniger

Leipzig/Hoffenheim - Wenn am heutigen Samstagnachmittag zum Anstoß im Bundesliga-Match zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und RB Leipzig gepfiffen wird, ist die PreZero-Arena aller Voraussicht nach nicht einmal zur Hälfte gefüllt - obwohl ein volles Haus möglich wäre.

In der PreZero-Arena werden gerade einmal 13.000 Zuschauer erwartet.
In der PreZero-Arena werden gerade einmal 13.000 Zuschauer erwartet.  © Picture Point/Roger Petzsche

Zunächst zum Personal auf Leipziger Seite: Trainer Jesse Marsch (48) muss weiterhin auf Marcel Halstenberg (30) und neu auch auf Stürmer Yussuf Poulsen (27) verzichten.

Dafür sind Kapitän Willi Orban (29) und Rechtsverteidiger Lukas Klostermann (25) wieder an Bord. "Sie sind sicher Kandidaten für die Startelf", so Marsch.

Anstelle von Poulsen könnte im Angriff endlich Sommer-Neuzugang Brian Brobbey (19) zum Zuge kommen. Er sei gesund und in guter Form. "Es ist eine große Chance, wir brauchen ihn."

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Der Niederländer müsste sich gegen zu Hause sehr, sehr starke Hoffenheimer durchsetzen, bei denen der RB-Coach vor allem Stärken im Spielaufbau, bei Flanken und Standards sieht. Zuletzt habe auch das offensive Umschalten immer besser geklappt.

Zuletzt kamen die Roten Bullen immer besser in Fahrt, sind seit fünf Pflichtspielen ungeschlagen und zeigten vor allem gegen den FC Paris Saint-Germain (2:2) und Borussia Dortmund (2:1) ihre lang vermisste Dominanz und Konstanz.

Marsch: "Unser Job ist es jetzt, dieses Momentum zu nutzen. Es ist wichtig, dass wir scharf sind und unsere Qualität mit dem Ball zeigen."

Brian Brobbey (19) wittert seine Chance im Sturmzentrum.
Brian Brobbey (19) wittert seine Chance im Sturmzentrum.  © Picture Point/Roger Petzsche
Im letzten Duell trennten sich RB und die TSG 0:0.
Im letzten Duell trennten sich RB und die TSG 0:0.  © Picture Point/Roger Petzsche

Personalsorgen bei der TSG 1899 Hoffenheim - Stadion wohl nicht mal halbvoll

Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß (39) muss auf viele Spieler verzichten.
Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß (39) muss auf viele Spieler verzichten.  © Picture Point/Roger Petzsche

Im Gegensatz zu Marsch muss TSG-Trainer Sebastian Hoeneß (39) auf viel mehr wichtige Akteure verzichten.

Ermin Bicakcic (31), Marco John (19), Pavel Kaderabek (29), Robert Skov (25), Sebastian Rudy (31) und Christoph Baumgartner (22) fallen sicher aus, hinter den Einsätzen von Andrej Kramaric (30) und David Raum (23) stehen zudem Fragezeichen.

"Wir werden so oder so eine schlagkräftige Truppe auf den Platz kriegen. Das ändert nichts an der Herangehensweise, das Heimspiel gewinnen zu wollen", sagte Hoeneß.

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Die letzten drei Bundesliga-Heimspiele haben die Kraichgauer gewonnen, dazu gesellt sich der 5:1-Erfolg im DFB-Pokal gegen Holstein Kiel. Ein weiterer Sieg gegen Leipzig wäre für die Konstanz des Teams "ein schönes Ausrufezeichen und eine Initialzündung", vermutet der Coach.

Doch in fünf Anläufen gegen RB gab es erst einen Heimsieg, zuletzt erzielte man in drei Duellen nacheinander kein einziges Tor.

Auf Basis der geltenden 2G-Regelung dürfen am Samstag 30.150 Zuschauer die Begegnung mit Maske verfolgen. Doch die TSG rechnet gerade einmal mit 13.000 Fans, darunter 400 aus Sachsen.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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