Nagelsmann selbst schuld, dass Hoffenheim RB Leipzig energischen Fight geliefert hat

Sinsheim - Mit dem 2:0-Auswärtserfolg gegen die TSG Hoffenheim hat RB Leipzig am Freitagabend Platz drei in der Fußball-Bundesliga gefestigt. Doch die Partie hätte ohne den Videobeweis eine andere Wendung nehmen können.

Bei seinem Ex-Verein Hoffenheim fuhr RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann (32, l.) den zehnten Auswärtssieg der Saison ein.
Bei seinem Ex-Verein Hoffenheim fuhr RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann (32, l.) den zehnten Auswärtssieg der Saison ein.  © Uwe Anspach/dpa-Pool/dpa

"Das Wichtigste ist, dass wir drei Punkte mitnehmen", zog Abwehrspieler Lukas Klostermann (24) einen nüchternen Strich unter den zehnten Saisonsieg auf fremden Boden. 

Im phasenweise guten Leipziger Spiel blitzten aber auch immer wieder "wilde" Momente auf, die dem Gegner in die Karten spielten und Torhüter Péter Gulácsi (30) zu einem gefragten und geforderten Akteur machten.

Schon nach fünf Minuten hätte die Begegnung in eine ganz andere Richtung laufen können. TSG-Stürmer Munas Dabbur (28) war allein vor Gulácsi, umkurvte den Ungarn, der aber sein rechtes Bein ausfuhr und den Israeli zu Fall brachte - glasklarer Elfmeter.

Nachdem Tobias Welz (42) auf den Punkt zeigte, schaltete sich Namensvetter Stieler (38) aus dem Kölner Videokeller ein. Zweieinhalb Minuten später stand fest: Der bereits parat stehende und auf die Freigabe wartende Dabbur darf nicht antreten. Dem Gulácsi-Foul war ein Handspiel von Youngster Christoph Baumgartner (20) vorausgegangen. 

Es folgten zwei Tore des im Winter von Dinamo Zagreb verpflichten Spaniers Dani Olmo innerhalb von 120 Sekunden. Der Drops war gelutscht. 

Nagelsmann über Ex-Verein: "Wäre schlimm, wenn sie gar nichts können"

Nagelsmann coachte in Hoffenheim seit der C-Jugend. Jetzt ist er der jüngste Bundesliga- und Champions-League-Trainer.
Nagelsmann coachte in Hoffenheim seit der C-Jugend. Jetzt ist er der jüngste Bundesliga- und Champions-League-Trainer.  © Uwe Anspach/dpa-Pool/dpa

Ein wenig engstirnig sah Julian Nagelsmann (32) bei der Rückkehr zu seinem Ex-Verein eine Szene vor der Pause. Mittendrin: Timo Werner!

Der 24-Jährige hätte frei auf Keeper Oliver Baumann (30) zulaufend einen fast unaufholbaren 3:0-Halbzeitstand herstellen können. Doch der angeblich zum FC Chelsea nach London abwandernde Nationalstürmer zielte zu hoch, vergab die Möglichkeit auf Saisontreffer Nummer 26. 

"Wenn wir das dritte Tor machen, ist das Spiel schon vor der Halbzeit erledigt. So war es ein wildes Spiel, es ging hin und her, aber am Ende haben wir das Spiel hochverdient gewonnen", so der RB-Trainer.

Die teilweise bessere Hoffenheim-Statistik (24:15 Torschüsse, 9:1 Ecken, 57 Prozent gewonnene Zweikämpfe) wunderte ihn wenig: "Ich habe die Mannschaft ausgebildet, insofern wäre es schlimm, wenn sie gar nichts können."

Folgen am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) gegen Fortuna Düsseldorf und am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Borussia Dortmund zwei Dreier, könnten die Sachsen spätestens nächstes Wochenende die Champions League sicher haben, bei Patzern der Konkurrenz aus Leverkusen und Mönchengladbach vielleicht schon eher.

"Wir haben es selber in der Hand, es klar zu machen - das ist schon mal gut. Zwei Siege von uns und wir sind dabei", sagte Nagelsmann zur lukrativen Ausgangslage. 

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa-Pool/dpa

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