TSG-Coach Hoeneß motzt nach Pleite gegen RB Leipzig: "Wenn es einen Sieger gibt, sollten wir das sein!"

Sinsheim - Der Frust bei der TSG 1899 Hoffenheim nach der 0:1-Niederlage gegen RB Leipzig war groß: Ziemlich solide verteidigt und eben trotzdem dieses eine entscheidende Gegentor gefangen. Vor allem Trainer Sebastian Hoeneß (38) schmollte nach der zweiten Pleite in Serie.

Yussuf Poulsen (26, l.) dreht nach seinem Siegtor neben den bedröppelten Hoffenheimern zum Jubeln ab.
Yussuf Poulsen (26, l.) dreht nach seinem Siegtor neben den bedröppelten Hoffenheimern zum Jubeln ab.  © Uwe Anspach/dpa

Bayer 04 Leverkusen? Gewonnen! Der FC Bayern München? Siegreich! Borussia Dortmund? Auch mit 'nem Dreier! Für die Roten Bullen zählte also am Mittwoch im Kraichgau ebenfalls nur ein Erfolg, um an der Tabellenspitze dranzubleiben. Und den fuhren sie - wenn auch etwas glücklich, dafür eiskalt - ein.

Insgesamt gerade einmal zehn Torschüsse brachten Hoffenheim und Leipzig in 90 Minuten zustande, das klingt nach offensiver Magerkost. War es lange Zeit auch. Bis der Bann nach einer Stunde gebrochen wurde.

Yussuf Poulsen (26) wurde im Strafraum wunderbar per Kopfablage von Marcel Sabitzer (26) bedient und erzielte mit einer Direktabnahme den 1:0-Siegtreffer.

"Der Angriff zum Tor war klasse herausgespielt, wunderbar zwischen die Linien und mit viel Tiefe. So hatten wir es zur Halbzeit auch besprochen", freute sich Coach Julian Nagelsmann (33).

Insgesamt nur einen wirklichen Torabschluss durch Christoph Baumgartner (21), bei dem Keeper Péter Gulácsi (30) auch eingreifen musste, verbuchten die Hoffenheimer. Nagelsmann: "Wenn wir eins gekriegt hätten, hätten wir nicht gewonnen. Von daher ist das schon von großer Bedeutung."

Eingewechselter Justin Kluivert musste nach 30 Minuten schon wieder runter

Für Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß (33, r.) gab es nach dem Spiel noch ein wenig Klärungsbedarf.
Für Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß (33, r.) gab es nach dem Spiel noch ein wenig Klärungsbedarf.  © imago images/Jan Huebner

Weniger begeistert vom Spielverlauf und -ausgang war Nagelsmanns Gegenüber.

"Wir dürfen das Spiel niemals verlieren", resümierte Sebastian Hoeneß. "Wenn es einen Sieger gibt, den es nicht mal unbedingt geben muss, dann sollten wir das sein. Ich habe bei uns die klareren Situationen gesehen."

Nach Abpfiff hatte der 38-Jährige auch noch Klärungsbedarf mit dem Schiedsrichtergespann um den Unparteiischen Daniel Schlager (31, Hügelsheim). Eine strittige und möglicherweise spielentscheidende Szene gab es aber nicht.

Kleiner Wermutstropfen trotz des Sieges: Der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Justin Kluivert (21) musste nach knapp einer halben Stunde schon wieder runter, wurde ungeplant von Amadou Haidara (22) ersetzt.

Sein Trainer klärte nach dem Spiel auf: "Justin hat einen Schlag auf die Wade bekommen, wodurch er nicht mehr rund laufen konnte. Dementsprechend mussten wir ihn wieder runternehmen, um kein Risiko einzugehen."

Nagelsmann freute sich über den Dreier, der sowohl wichtig war, um im Spitzentrio mit Leverkusen und den Bayern zu bleiben, als auch den Abstand auf den neuen Verfolger Borussia Dortmund bei fünf Punkten zu belassen: "Das gibt uns ein bisschen Ruhe."

Samstag (15.30 Uhr/Sky) geht's für Leipzig mit einem Heimspiel gegen den 1. FC Köln weiter.

Titelfoto: imago images/Jan Huebner

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